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grünen Links?
E-Plus: Abschied vom bisherigen Flatrate-Konzept?
09.04.2008
Nun ist es amtlich. Der E-Plus-Konzern hat offiziell gegenüber der teltarif-Redaktion bestätigt, dass einigen Nutzern der E-Plus Internet Flatrate vorzeitig der 24monatige Laufzeitvertrag gekündigt wurde. Ebenso sind BASE-Kunden, die eine Internet-Flatrate für das UMTS-Netz gebucht haben, von der aktuellen Kündigungswelle betroffen.
Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme, die einen Hinweis darauf gibt ab welchem monatlichen Downloadvolumen man mit einer vorzeitigen Kündigung rechnen muss. Es scheint jedoch so zu sein, dass nicht nur übermäßiges, sondern in erster Linie „dauerhaftes“ bzw. „ununterbrochenes“ Surfen für den E-Plus-Konzern einen Kündigungsgrund darstellt.
Verfolgt man die aktuellen Diskussionen in einigen Internetforen, so scheinen vor allem diejenigen User betroffen zu sein, die den Mobilfunkanschluss – wie es in einem im Internet veröffentlichten Kündigungsschreiben heißt – „fast ausschließlich zum Aufbau und Halten von Dauerverbindungen über mehrere Tage zu permanenten Datenübertragungen“ verwenden.
Echte Internet Flatrate erneut in der Diskussion
Nicht zum ersten Mal sorgt ein mobile Internet Flatrate für Gesprächsstoff, nicht zum ersten Mal trifft das – zum Teil willkürlich anmutende – Vorgehen eines Betreibers auch User, die sich keiner „übermäßigen“ geschweige denn rechtlich unerlaubten Nutzung bewusst sind und sich ungerecht behandelt fühlen.
Bereits im Herbst 2007 wurde die echte Internet Flatrate für die mobile Internetnutzung in Frage gestellt. Radicens, dem Anbieter der Moobicent-Flatrate, wurde vorgeworfen Powersurfer auf eine niedrige Übertragungsgeschwindigkeit zu drosseln. Radicens hat den Vorwürfen zwar stets widersprochen, jedoch wurden die AGB entsprechend verschärft, so dass ein zukünftiger Ausschluss „übermäßiger Surfer“ eine rechtliche Legitimation erhielt.
Läutet E-Plus den Abschied von der echten Internet Flatrate ein?
Die aktuelle Situation deutet einerseits darauf hin, dass E-Plus um die Stabilität seines Funknetzes besorgt ist. Andererseits liegt die Vermutung nahe, dass sich eine „echte Flatrate“ in den Mobilfunknetzen rein wirtschaftlich nicht lohnt, da man immer davon ausgehen muss, dass es User geben wird, die eine „echte Flatrate“ eben voll ausschöpfen wollen, die Gesamtnetzauslastung damit deutlich höher und das Modell somit unrentabel wird.
Nachdem die großen Mobilfunker T-Mobile und Vodafone auch im Zuge der kompletten Überarbeitung ihrer UMTS-Flatrate-Angebote im April 2008 (wir berichteten) nicht daran denken eine Full-Flat auf den Markt zu bringen, scheint die Fair-Flat das zukunftsträchtigere Konzept für die mobile Internetnutzung zu sein.
Kunden die nicht nach ein paar Monaten für „übermäßiges Surfen“ – aus heiterem Himmel – gedrosselt oder aus einem laufenden Vertrag gekündigt werden wollen, haben mit dem Fair-Flat-Konzept eine sinnvolle Alternative für mobiles Internet. Die Bedingungen sind klar geregelt: Fair-Flatrate bedeutet, dass man stets jeden Monat das gleiche zahlt, jeden Monat unbegrenzt surfen kann, sich jedoch an der Fair-Use-Marke von 5 GB orientieren sollte. Wer mal über das Ziel hinausschießt und im Laufe eines Monats mehr im Internet unterwegs ist und mehr Inhalte downloadet, kann weiterhin das Internet nutzen – allerdings mit einer niedrigeren Übertragungsgeschwindigkeit. Ein ehrliches Konzept also, das für Endkunden eine bessere Kalkulationsgrundlage darstellt.
Autor: MN
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