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ExpressCard Technik und Technologie-Entwicklung von PCMCIA bis UMTS
Im Jahr 1989 wurde die Personal Computer Memory Card International Association (kurz PCMCIA) eingerichtet, welche die Standards für mobile Erweiterungskarten festlegt. Die wichtigsten Anforderungen an die damaligen PCCard und heutigen ExpressCard Erweiterungskarten waren immer schon Robustheit, geringer Stromverbrauch sowie möglichst kleine Bauform.
Im Jahr 2000 waren bereits 95 Prozent aller Mobilcomputer mit einem Erweiterungssteckplatz für PCMCIA-Karten ausgestattet. Dabei war es bereits 1995 zu einer Weiterentwicklung zum PC-Card-Standard gekommen, der vor allem eine Verbesserung der Übertragungskapazität mit sich brachte.
Mit den Vorgaben des ExpressCard-Slots hat die PCMCIA-Vereinigung wieder eine fällige Generalüberholung der Technologie vorgenommen und einen zeitgemäßen Standard eingeführt. Die ExpressCard-Spezifikationen wurden unter dem Arbeitstitel Newcard im September 2003 vorgestellt. Seit Ende 2004/Anfang 2005 haben die Hersteller angefangen, ihre Modelle auf ExpressCard-Erweiterungs-Slots umzustellen.
Besser, aber nicht uneingeschränkt kompatibel
Die neue Technologie verfügt über höhere Bandbreite, kleineren Formfaktor und verbesserte Architektur, was die Einsatzgebiete der Erweiterungskarten künftig ausweiten soll.
Allerdings sind ExpressCard-Slots nicht zum Vorgänger kompatibel, so daß nur Besitzer von Notebooks neueren Baujahrs in den Genuss der verbesserten Möglichkeiten kommen können.

Einsatzgebiete
Mit Hilfe von ExpressCard-Erweiterungen sollen Laptop-Nutzer ihre Geräte in Zukunft um Speicherkarten, moderne (drahtlose) Kommunikationsschnittstellen, Multimedia-Funktionen, Sicherheits-Features und weitere Anwendungen erweitern können.
Bereits heute gibt es ExpressCard-Karten für Wireless Internet (WAN), Firewire (1394), TV-Tuner, Serial ATA (SATA), Speicherkartenleser sowie Gigabit-Ethernet-, SmartCard- und Serial-Port-Anbindungen.
Dabei steht eine Verlängerung der Notebook-Lebenszeit im Vordergrund, da durch die Zusatzfunktionen eine Anschaffung teuerer Neugeräte mit entsprechend integrierter Funktionalität vermieden oder hinausgezögert werden kann.
Geplant sind mit der fortschreitenden Technologie-Entwicklung auch ExpressCard-Anwendungen für Wimax und HDTV.
Mobiles Internet mit UMTS ExpressCard
Eine bereits heute verfügbare „Killeranwendung“ für ExpressCard-Slots ist der Einsatz von UMTS- und HSDPA-Datenkarten für den mobilen Breitband-Internetzugang (siehe auch Informationen zu Vodafone und zur HSDPA Technik). Mit einer UMTS ExpressCard können Notebook-Besitzer in DSL-ähnlicher Geschwindigkeit von Unterwegs surfen.
ExpressCard Slot zuverlässig identifizieren
Je nach Hersteller werden ExpressCard-Slots auf dem Notebook unterschiedlich gekennzeichnet. Manchmal findet man das ExpressCard-Kaninchen-Logo oder die Bezeichnung „EX“ oder „EC“ beim Einschubschacht. Falls Ihr Slot keine solche Kennzeichnung trägt, können sie ihn über den Gerätestecker auf der Schacht-Innenseite identifizieren. Die PC-Card-Version unterscheidet sich durch die Anzahl der Pin-Konnektoren (zwei Reihen mit je 34 Pins) von der standard ExpressCard-Variante (26 Kontakte, einreihig angeordnet). Allerdings sind beide gleich breit (54mm), was schon einmal zu einer Verwechslung führen kann. Als weiteres Unterscheidungsmerkmal hat der ExpressCard-Slot auf der rechten Seite eine Führungsschiene, die eine ExpressCard/54-Karte ungehindert passieren lässt, während die kleinere ExpressCard/34 sanft zur linken Seite geführt wird, um ein korrektes Einsetzen zu gewährleisten. Dem PC-Card-Slot fehlt diese Führungsschiene gänzlich.
ExpressCard Geräte einstecken
Eine Erweiterungskarte im ExpressCard-Format kann unkompliziert und sicher in den entsprechenden Schacht eingesetzt werden.
Ein 54mm breites ExpressCard/54-Modul wird gerade eingesteckt und passt genau in den Schacht. Ein 34mm breites ExpressCard/34-Modul kann auf der gesamten Breite des 54mm-Schachtes eingesetzt werden, da die bei einem ExpressCard-Slot immer vorhandene Führungsschiene die kleinere Karte an den richtigen Steckplatz leitet.
Die Führungsschiene blockiert außerdem ein versehentliches Einsetzen einer Erweiterungskarte im PC-Card-Format und verhindert so jeglichen Schaden durch inkompatible Module. Wird im umgekehrten Fall ein ExpressCard-Modul irrtümlich in einen PC-Card-Schacht eingeführt entsteht ebenfalls kein Schaden. Konstruktionsbedingt reicht das ExpressCard-Gerät selbst vollständig eingesteckt nicht an die Steckverbinder (Pins) des PC-Card-Slots heran.
Logo garantiert problemlose Handhabung
Module im ExpressCard-Format, die dieses Logo tragen, halten die strengen Vorgaben für den ExpressCard-Standard der PCMCIA Organisation ein. Das garantiert problemlosen Betrieb als Plug’n’Play-Gerät, HotPlug-Fähigkeit, automatische (treiberlose) Konfiguration sowie die Kompatibilität mit anderen ExpressCard-Produkten.
Weitere Informationen zum ExpressCard Standard
Aktuelle Nachrichten und Ereignisse:
ExpressCard: Aktualisierung auf Version 2.0 steht bevor - 10.3.2008
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