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HSDPA: UMTS-Erweiterung bietet schnelle Downloads

HSDPA: Alles über den Datenturbo für UMTS-Netze (Update: 2. Quartal 2009)

HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) steht für ein Übertragungsverfahren in UMTS-Netzen, das Download-Geschwindigkeiten von derzeit bis zu 3,6 MBit/s ermöglicht. An einigen Stellen sind in Deutschland mit HSDPA sogar Übertragungs-Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s möglich.

HSDPA, das auch als Express-UMTS, Breitband-UMTS oder UMTS Broadband bezeichnet wird, ist sozusagen eine Erweiterung mit der bestehende UMTS-Netze besser genutzt und Datenpakete schneller übertragen werden können.

Wie schnell surft es sich mit HSDPA?

Standard-UMTS ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 384 KBit/s. Mit HSDPA sind dagegen wesentlich höhere Download-Geschwindigkeiten von derzeit durchschnittlich 1,8 MBit/s bis 3,6 MBit/s möglich. Seit Ende 2007 wird in Deutschland HSDPA auch mit 7,2 MBit/s angeboten, allerdings noch nicht flächendeckend.

HSDPA-Surfer

Die Netzbetreiber und UMTS-Flatrate-Anbieter werben zwar gerne heute schon mit der maximalen Downloadgeschwindigkeit von 7,2 MBit/s , aber diesen Turbo-Speed können Kunden nur an wenigen "Hotspots" (bitte nicht verwechseln mit "WLAN Hotspots"), also stark frequentierten Orten, wie Messen oder Flughäfen in Anspruch nehmen. Die tatsächlichen HSDPA-Surfgeschwindigkeiten bewegen sich in Deutschland meist zwischen 1,8 und 3,6 MBit/s .

Wofür stehen die Abkürzungen HSPA und HSUPA?

Der mit HSDPA im Zusammenhang stehende Oberbegriff für schnelles Surfen in UMTS-Netzen heißt HSPA (High Speed Packet Access). Während der Begriff HSDPA ausschließlich für den Daten-Download verwendet wird, definiert sich der Daten-Upload, also der Versand von Daten, über das Kürzel HSUPA (High Speed Uplink Packet Access).

Die Tatsache dass bei den meisten Anbietern statt dem Oberbegriff HSPA eher die Abkürzungen HSDPA und HSUPA im Vordergrund stehen, ist darauf zurückzuführen, dass aus technischer Sicht HSDPA und HSUPA gesondert umgesetzt werden müssen. Das bedeutet, dass sowohl die Mobilfunk-Basistationen der Netzbetreiber als auch die mobilen Endgeräte zweifach aufgerüstet werden müssen. Da bei mobilen Surfern typischerweise der Datenempfang - also in erster Linie das Surfen im Netz - eine größere Rolle spielt als der Versand der Daten, steht bei den Mobilfunk-Anbietern und Geräteherstellern seit mehreren Jahren HSDPA im Vordergrund. Beim Thema HSUPA bewegt man sich mit kleineren Schritten vorwärts.

Wie schnell ist HSDPA im Vergleich zu WLAN, DSL und VDSL?

Bereits heute kann in den UMTS-Netzen der Mobilfunkunternehmen mit Geschwindigkeiten gesurft werden, wie man sie aus dem DSL-Bereich kennt. Die aus heutiger Sicht maximale HSDPA-Bandbreite von 7,2 MBit/s kann durchaus einem 6000er DSL-Anschluss konkurrieren.

Download-Geschwindigkeiten
Mobile Technik max. Downloadrate 1 MByte-Download
GSM 14,4 KBit/s 570 Sekunden
GPRS 54 KBit/s 152 Sekunden
EDGE 217 KBit/s 38 Sekunden
UMTS 384 KBit/s 21 Sekunden
HSDPA seit Q2/2007 3.600 KBit/s 2 Sekunden
HSDPA ab Q4/2007 7.200 KBit/s 1 Sekunde
WLAN (Hotspots) 11.000 KBit/s 0,5 Sekunden
     
Festnetz-Technik max. Downloadrate 1 MByte-Download
Analog-Modem 56 KBit/s 146 Sekunden
ISDN mit Kanalbündelung 128 KBit/s 64 Sekunden
DSL 1000 1.000 Kbit/s 8 Sekunden
DSL 2000 2.000 Kbit/s 4 Sekunden
DSL 6000 6.000 Kbit/s 1 Sekunde
ADSL 2+ 24.000 Kbit/s 0,2 Sekunden
VDSL 55.000 Kbit/s 0,1 Sekunden

In naher Zukunft möchten die Netzbetreiber die Bandbreiten weiter erhöhen. Kurzfristig soll der Datendownload auf 14,4 MBit/s erhöht werden. Mittelfristig soll die Aufrüstung der UMTS-Netze auf der Basis von HSDPA mit 28,8 MBit/s erfolgen. Langfristig kann der Datenuplaod mittels HSDPA sogar auf rund 50 MBit/s gesteigert werden, was die UMTS-Netze auf das Niveau der breitbandigen VDSL-Netze heben würde.    

Mobile Datenübertragung: schnellere Antwortzeiten bei HSDPA

Neben der Erhöhung der Geschwindigkeit bietet HSDPA einen weiteren Vorteil für die mobile Datenübertragung: deutlich verbesserte Antwortzeiten. Mit HSDPA kann alle zwei Millisekunden ein Datenpaket gesendet werden, Standard-UMTS braucht dafür 5-mal länger. Auch die Fehlerkorrektur arbeitet zügiger, verlorene Pakete werden flotter nachgesendet und beschleunigen so den gesamten Datenverkehr. Dazu kommt eine effektivere Organisation der Datenübertragung und Paketvermittlung innerhalb einer Funkzelle. Die Sendeleistung wird besser verteilt und alle zur Verfügung stehenden Kanäle für die Übertragung genutzt (anstatt nur einem Kanal bei Standard-UMTS). In der Praxis können so mehr Teilnehmer mit höheren Datenraten gleichzeitig in einer Funkzelle online gehen als unter Standard-UMTS-Bedinungen.

Antwortzeiten bei mobilen Datendiensten
HSDPA-Antwortzeiten

Trotz der erheblichen Erfolge, die das mobile Internet derzeit verzeichnet, wird man auch in Zukunft nicht auf Festnetz-gebundene Breitband-Anschlüsse verzichten können: Die sogenannten Pingzeiten (Serverantwortzeiten, die in Millisekunden gemessen werden), welche die Zeit zwischen dem Senden eines Datenpakets über das Internet und der Antwort des Servers bezeichnen und für einen schnelleren Bildaufbau verantwortlich sind oder das Online-Gaming wesentlich beeinträchtigen können, sind im Festnetz-Bereich noch um einiges besser als bei HSDPA. Dennoch bietet HSDPA gerade auch für die Gaming-Community eine sinnvolle Alternative zu UMTS: Wer zum Beispiel auch mal von unterwegs Browsergames spielen möchte, wird bei einem Anbieter, der sein Netz schon mit HSDPA ausgerüstet hat beim Spielen wesentlich mehr Freude haben als bei einem Mobilfunker, dessen Netz lediglich auf UMTS-Niveau funkt.

HSDPA-Ausbau bei Netzbetreibern unterschiedlich

Wer auf DSL-Niveau mobil surfen möchte, sollte sich im Rahmen der Anbietersuche auch mit der Frage beschäftigen, ob der Datenturbo HSDPA beim gewünschten Anbieter bereits eingesetzt wird. Nicht alle deutschen Netzbetreiber setzen auf HSDPA. Zudem ist der HSDPA-Ausbaugrad unterschiedlich.

Blickt man auf die Geschichte von HSDPA zurück, so stellt man fest, dass die großen D-Netz-Betreiber, sprich Vodafone und T-Mobile, ungefähr zur gleichen Zeit mit der HSDPA-Aufrüstung ihrer Netze begannen. Die Cebit 2006 markierte damals den HSDPA-Startschuss in Deutschland. Ende 2006 zog o2 nach und bot HSDPA zunächst in sechs Städten an. E-Plus, der vierte deutsche Netzbetreiber, agierte bislang in Puncto HSDPA-Aufrüstung recht zögerlich, will jedoch 2009 HSDPA an stark frequentierten Locations einführen.

Was den unterschiedlichen Ausbaugrad anbelangt, so versorgt T-Mobile nach eigenen Angaben bereits alle deutschen Orte mit mehr als 50 000 Einwohnern mit UMTS, wobei die betreffenden Mobilfunk-Basisstationen auch HSDPA unterstützen sollen. Die maximalen HSDPA-Geschwindigkeiten liegen im T-Mobile-Netz in der Regel bei 3,6 MBit/s , vereinzelt kann man schon mit 7,2 MBit/s im T-Mobile-Netz surfen. Bei Vodafone sind es rund 2 200 Orte in Deutschland, die mit UMTS und HSDPA versorgt werden. Auch bei Vodafone können maximale HSDPA-Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s erreicht werden. Im Normalfall sind es jedoch maximal 3,6 MBit/s .

In Puncto Turbo-Speed hat vor allen Dingen der Münchner Anbieter o2 aufgeholt: HSDPA ist bei o2 mittlerweile in vielen Ortschaften Standard. Gesurft wird mit einer maximalen Bandbreite von 3,6 MBit/s .

Hardware: Viele Datenkarten und Surfsticks sind HSDPA-tauglich

Neben der Netzqualität spielt auch das verwendete Endgerät eine Rolle bei der tatsächlich erreichbaren Download-Geschwindigkeit. Viele der heute verfügbaren Datengeräte (also Laptopkarten, Surfsticks, USB-Boxen, Handys, Netbooks, PDAs, etc.) sind HSDPA-tauglich.

HSDPA-Stick

Bevor man sich für einen UMTS-Stick entscheidet, sollte man einen Blick auf die HSDPA-Daten des Gerätes werfen. Unterschieden wird meist zwischen verschiedenen HSDPA-Kategorien: Während die älteren Sticks (meist Baujahr 2006 und 2007) meist nur die HSDPA-Category 12 (maximal 1,8 MBit/s ) und die HSDPDA-Category 6 (maximal 3,6 MBit/s ) unterstützten, gehören die heutigen Surfsticks zur HSDPA-Category 8 (maximal 7,2 MBit/s ).

Weiterführende Informationen zu HSDPA auf laptopkarten.de

Hier gehen wir auf weitere Fragen im Zusammenhang mit der HSDPA Technologie ein.

Informationen zu HSDPA:

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Anbieter für Internet via UMTS und HSDPA

HSDPA und UMTS AnbieterAlle Anbieter für mobiles Surfen

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T-Mobile: Beste Technik. Sehr gute Netzabdeckung. Netbook-Angebote. Vodafone: Hervorragende Netz-
Qualität. Tagestarif für Ausland.
O2: Gute Preise bei Datentarifen und Flatrates. HSDPA im Einsatz. E-Plus: UMTS verfügbar. Edge wird 2009 aufgerüstet. Tests mit HSDPA.
BASE: Der Flatrate-Spezialist. Gute Preise für mobiles Surfen. 1&1: Günstige Tarife für Internet im Vodafone-Netz. Attraktive Boni.
MoobiCent: Mobile DSL-Flat im gut ausgebauten Vodafone-Netz. MoobiAir: Fair-Flatrate für schnelles T-Mobile Netz.
Quickster: Mobile Internet Flat für das Surfen im Vodafone-Netz. Funkster: Fair-Flatrate für schnelles T-Mobile Netz.
Surfred: HSDPA-Flat für Vodafone-
Netz in Kooperation mit Drillisch.
Surfpink: Günstige Flatrate für T-Mobile-Netz.
Direct Mobile: Ableger von Bertelsmann bietet Flat für D2-Netz. Mobook: Flatrate für Vodafone-Netz. Viele Notebook-Bundles im Angebot.
Surf&Go: Billige mobile Flatrate von Mobilfunk-Provider Drillisch. Moblack: Anbieter für mobile Flatrate und Hotspot-Software.
Simplydata: Discounter-Flat für das D1-Netz. Keine Vertragslaufzeit.

Alle Datentarife und UMTS Flatrates für Mobiles Internet

HSDPA und UMTS TarifeUMTS Tarife und Flatrates im Vergleich

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Prepaid Datentarife: Spontane Stunden- und Tagesnutzung möglich. Auslandstarife: Auf Reisen über Mobilfunk im Internet surfen.
UMTS Zuhause Tarife: UMTS als DSL-Ersatz nutzen.

Laptopkarten, USB-Boxen, UMTS-Sticks und -Router

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Laptopkarten für die Nutzung des mobilen Internets werden derzeit von vier verschiedenen Netzbetreibern angeboten. Zudem haben einige Reseller UMTS Datenkarten im Programm.

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