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E-Plus: Kein HSDPA deutschlandweit

08.09.2008

Mobiles High-Speed-Internet über HSDPA wird es für E-Plus-Kunden auch in Zukunft nicht geben. Lediglich in einigen deutschen Universitätsstädten will der drittgrößte deutsche Mobilfunkanbieter sein Netz mit dem UMTS-Turbo aufrüsten. (Endlich) deutliche Worte also von Geschäftsführer Thorsten Dirks.

"Die goldene Zukunft der Branche liegt nicht im Datengeschäft", glaubt Dirks. Stattdessen wolle man verstärkt auf Handy-Werbung setzen. Während die beiden größten Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone bereits erhebliche Summen in die Aufrüstung ihrer Infrastruktur mit HSDPA investiert haben, ist E-Plus dazu nicht bereit.

Netzausbau nur in Universitätsstädten

"Der große Fehler unserer Branche bei Daten bestand darin, dass alle von Milliardenumsätzen geträumt haben", sagte E-Plus-Chef Dirks gegenüber dem Handelsblatt. "Aber das wird nicht passieren". Im Gegensatz zum Telefongeschäft steigen die Umsätze im Datenbereich nicht parallel zur Nutzung, die starke Verbreitung von Daten-Flatrates verursacht erhebliche Umsatzeinbußen. Lediglich in Städten mit einem hohen Studentenanteil plane E-Plus die Einführung von HSDPA, erklärte Dirks. Kundendaten hätten gezeigt, dass Studenten weniger reisten als Geschäftsleute und ihr Mobiltelefon am Studienort häufig für Internetanwendungen nutzten.

Wie schon seit einiger Zeit im Gespräch, möchte E-Plus seine Einnahmen nun mit Handy-Werbung aufbessern. Laut Firmenchef seien erste Versuche sehr viel versprechend verlaufen. Derzeit teste man als Werbeträger den Bildschirmschoner, die Mailbox sowie Infonachrichten zum Nutzerguthaben. Im Gegenzug biete man den Nutzern Freiminuten, Gratis-SMS oder Handy-Spiele. E-Plus habe bereits eine halbe Million Werbetexte zusammen mit Info-SMS verschickt, sagte Dirks. " Nur fünf Kunden haben sich im Callcenter darüber beschwert. Das macht uns zuversichtlich", so der Geschäftsführer.

Autor: FN

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