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So schnell ist das mobile Internet in Deutschland

Ratgeber:  HSDPA-Netzabdeckung und –Verfügbarkeit der Netzbetreiber

Das mobile Internet in Deutschland wird immer schneller; die Mobilfunkbetreiber bauen ihre UMTS-Netze weiter aus: Erstens in der Fläche um mehr Menschen mit Geschwindigkeiten von über einem Megabyte pro Sekunde zu versorgen, zweitens in der Spitze, um insgesamt immer schnellere Anschlüsse zu bieten.

Wer eine Chance haben will, das neue Tempo voll auszukosten, braucht freilich die entsprechende Hardware. Derzeit sind in Deutschland vier HSDPA-Sticks am Markt, die beim Empfangen von Daten (Download oder Downstream) Geschwindigkeiten von über 20 Megabit pro Sekunde umsetzen können. Bei den Smartphones gibt es noch keine Geräte, die solch ein Tempo halten.  

Vodafone macht Tempo

Vodafone hat derzeit mit Abstand das schnellste Netz; diese Spitzenposition will man halten: An rund 50 Prozent aller Vodafone-Standorte werden theoretische Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde angeboten, so teilt das Unternehmen mit. An mehr als 90 Prozent seiner UMTS-Standorte seien derzeit theoretische Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde im Download möglich. Die restlichen zehn Prozent bringen es immerhin auf 7,2 Mbit/s.

Technisch gesehen heißt dies, dass in der Hälfte des UMTS-Netzes von Vodafone die Datenfunktechnik HSPA+ mit einem entsprechenden Surfstick genutzt werden kann. In 90 Prozent des Netzes steht HSDPA mit seiner Höchstgeschwindigkeit zur Verfügung.

Auch die Telekom setzt auf HSPA+

Die Deutsche Telekom „investiert bis 2012 insgesamt 10 Milliarden Euro in den Netzausbau“ so erklärte Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG gegenüber Chip Online. Man werde das UMTS Netz noch 2010 um circa 30 Prozent erweitern und alle UMTS-Standorte breitbandig aufrüsten: „Wir werden noch dieses Jahr HSPA+ einführen.

Der nächste Schritt ist die Implementierung von Download-Geschwindigkeiten von bis zu 21 Mbit/s und Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 5,8 Mbit/s in 2010“. Nach Informationen des Internetportals Teltarif soll das gesamte UMTS-Netz noch in diesem Jahr auf die theoretische Höchstgeschwindigkeit von 21 Mbit/s hochgerüstet werden.  

O2 und E-Plus

O2 erreicht eigenen Angaben zufolge rund 99 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, mit den Datentechnologien HSDPA und HSUPA fürs mobile Internet-Surfen im Mobilfunknetz der dritten Generation bereits mehr als 65 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen.

Seit November 2009 gibt es in Teilen Münchens HSPA+ mit theoretischen Höchstgeschwindigkeiten von 28 Mbit/s.

E-Plus: Langsam kommt auch HSDPA

Völlig auf den Ausbau von UMTS setzt der kleinste Mobilfunkanbieter E-Plus. Sein Netz ist bislang nur fürs Telefonieren optimiert, in Sachen schneller Datenübertragung will man nun aufholen.

Schrittweise will E-Plus HSDPA einführen und den Empfang von Daten schneller machen.

HSPA+ und die Hardware

Inzwischen gibt es einige Geräte, die offensichtlich schon HSPA+ beherrschen, auch wenn die Mobilfunkbetreiber dafür nicht sonderlich Werbung machen.

Die deutsche Telekom hat den „Web´n´Walk Stick Business“ für Geschäftskunden im Angebot, er kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 28,8 Mbit/s Daten herunterladen, beim Senden kommt er auf 5,76 Mbit/s. Damit ist er einstweilen der schnellste seiner Klasse in Deutschland. Bei Vodafone gibt es für Geschäftskunden den „Mobile Connect USB-Stick K4505-Z (HSPA+) Enterprise Edition“, er bietet Übertragungsraten bis zu 21,6 Mbit/s im Download und bis zu 5,6 Mbit/s im Upload.

Surfsticks für HSPA+

Auch auf dem freien-Stickmarkt sind anbieterunabhängig zwei schnelle Surfsticks zu kaufen: Der Nokia CS 19 bringt es immerhin auf 21,1 Mbit/s im Download; auch dies sind klarerweise HSPA+-Geschwindigkeiten, beim Senden von Daten wird hier ein Maximaltempo von 5,76 Mbit/s angeboten. Man kann ihn ebenso im Internet kaufen wie den  Huawei E 1820. Der flotte Chinese lädt Daten mit 21,6 Mbit/s herunter und sendet mit bis 5,76 Mbit/s.

T-Mobile USA setzt auf HSPA+-Ausbau

In den USA baut die deutsche Telekomtochter T-Mobile HSPA+ aus und vermarktet schon zwei Smartphones, welche HSPA+ beherrschen: Das myTouch 4G vom taiwanesischen Hersteller HTC und das T-Mobile G2, ebenfalls von HTC.

Bislang hat noch kein Smartpohne mit HSPA+ seinen Weg zu deutschen Mobilfunkbetreibern gefunden; obwohl die entsprechenden Modelle offensichtlich schon am Markt sind. Das mag daran liegen, dass die vielgepriesenen Höchstgeschwindigkeiten in der Praxis nie erreicht werden – und da tut es dann auch ein HSPA-Smartphone.    

Autor: ET

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