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Aktion des Bundes soll Bürgern in DSLfreien Zonen helfen
22.04.2008
Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtete will die Bundesregierung engagierter DSL-Alternativen auf dem Land vorantreiben und hat zu diesem Zweck eine Initiative ins Leben gerufen. Nach Schätzungen des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) können nach wie vor eine Million Haushalte nicht mit einer vernünftigen Geschwindigkeit im Internet surfen.
Mittelfristig sollen aber 99 Prozent aller deutschen Haushalte über schnelles Breitband-Internet verfügen. Aus diesem Grund will das Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit den Ländern in den kommenden drei Jahren den Ausbau der Breitband-Versorgung mit rund 50 Millionen Euro fördern.
DSL-Alternativen nicht wesentlich teurer als Breitband in der Stadt
Wer in einer großen deutschen Stadt wohnt, kann sich meist nicht vorstellen, dass hunderttausende Bundesbürger was schnelle Internetzugänge anbelangt quasi in der Steinzeit leben. Betroffene, die in so genannten DSLfreien-Zonen wohnen, warten meist vergebens auf eine Bereitstellung von DSL-Anschlüssen durch die Telekommunikationsanbieter.
Da sich für die großen Anbieter wie Telekom oder Arcor ein Ausbau der DSL-Netze in ländlichen Gebieten meist finanziell nicht lohnt, stehen die Bürger in den unterversorgten Gebieten meist vor einem Dilemma. Nicht nur die Bürgermeister, sondern auch die verantwortlichen in den Stadt- und Gemeinderäten sind oft überfordert, geeignete DSL-Alternativen wie WiMAX, UMTS, Satellit oder das TV-Kabel zu realisieren.
Genau an diesem Punkt möchte die Bundesregierung ansetzen und den betroffenen Gemeinden unter die Arme greifen. Im Rahmen einer bundesweiten Befragung in den betroffenen Gemeinden sollen die Voraussetzungen für die beste DSL-Alternative vor Ort erfragt werden.
DSL-Alternativen nicht wesentlich teurer als Breitband in der Stadt
Der Branchenverband VATM geht davon aus, dass sich die Breitbandversorgung in DSLfreien Zonen erheblich verbessern könnte, wenn die richtige DSL-Alternative eingesetzt wird. Nach Angaben des VATM könnten die Kosten für schnelles Internet auf dem Land durchaus auf ein nahezu marktübliches Niveau gebracht werden.
Laut VATM dürften die DSL-Alternativen nicht mehr als fünf Euro zusätzlich im Vergleich zu den Preisen in den Ballungsgebieten kosten. In den meisten Städten und großen Ballungsgebieten hat sich der Preis für schnelles Internet als Flatrate-Kombination von Internet und Telefonie bei rund 30 Euro eingependelt.
Autor: MN
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