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Surfen mit dem Laptop – Trends 2011

17.01.2011

Das Jahr 2010 hat für Laptop-Surfer einige Weichen gestellt. Der Ausbau der mobilen Breitbandnetze hat schnelles Internet an mehr Orten ermöglicht, gleichzeitig hat sich bei den Tarifen vieles bewegt. Zum Einen sind günstige Tages-Flatrates zu einer regelmäßigen Erscheinung geworden. Andererseits zeichnet sich ab, dass man für mehr Geschwindigkeit extra bezahlen wird.

 

Vodafone hat als erster Anbieter für mobile Internet-Tarife Preisabstufungen nach Datenrate eingeführt. Für HSPA+-Geschwindigkeiten von bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde zahlt man bei Vodafone pro Monat 49,99 Euro.

Laptop-Surfen mit bis zu 21,6 Mbit/s

Zwar sind die UMTS-Netze vielerorts auf HSPA aufgerüstet und auch die Zahl der Städte mit HSPA+ steigt, doch sind die maximalen Datenraten bei den Vodafone-Tarifen weder realistisch noch gibt es eine Garantie. Selbst mit dem teuersten Tarif erreicht man nur äußerst selten Geschwindigkeiten, die auch nur in die Nähe der beworbenen 21,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) kommen. Grund hierfür ist die Funktionsweise des mobilen Breitband-Internets. Neben der Entfernung vom Sendemast spielt vor allem die Zahl der Nutzer in einer Funkzelle eine große Rolle bei der tatsächlichen Datenrate. Da es bei den Datentarifen keine garantierte Mindestgeschwindigkeit gibt, surft ein Nutzer mit einem 3,6-Mbit/s-Tarif teilweise genauso schnell wie ein Nutzer mit einem 21,6-Mbit/s-Tarif.
Ein Argument für die teureren Datentarife dürfte eher das jeweils höhere Datenvolumen sein, das man monatlich mit Highspeed verbrauchen kann, bis eine Drosselung eintritt. Der 21,6-Mbit/s-Tarif von Vodafone bietet zehn Gigabyte Inklusivvolumen. Für Nutzer mit großem Datendurchsatz ist das unter Umständen lohnenswert.

Andere Anbieter haben bisher ihre Tarife nicht auf die gleiche Weise organisiert wie Vodafone. Bei der Telekom zeichnet sich aber eine ähnliche Strategie ab. Dort gibt es bislang nur eine Tarifoption für die Tarife Complete Mobil L sowie XL. Mit der sogenannten „Speed Option“ kann man mit bis zu 14,4 Mbit/s surfen. Mit der Speed-Option stehen fünf Gigabyte Volumen pro Monat zur Verfügung, bis die Datenrate auf 64 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) gebremst wird.

Tagesflatrates als Alternative für Gelegenheitssurfer

Laptop-Nutzer mit weniger Datenhunger, die zudem das mobile Internet eher gelegentlich nutzen, können sich über die Vielzahl von Tages-Flatrates freuen, die sich mittlerweile im Tarifdschungel tummeln. Die Tagesflats passen durch ihre Prepaidbasis zum Portfolio vieler Discount-Anbieter.

Für Nutzer haben sich bei einigen Anbietern die Konditionen verbessert. So werden mittlerweile bessere Surfsticks angeboten und die Preise orientieren sich nach unten. Statt bisher Sticks zu den Prepaid-Tarifen zu verkaufen, die mit maximal 3,6 Mbit/s Daten empfangen können, ist beispielsweise Fonic dazu übergegangen, ein USB-Modem zu verkaufen, das bis zu 7,2 Mbit/s erreicht. Zwar klettern die tatsächlichen Datenraten selten einmal über die 3,6 Mbit/s, doch ist man mit einem 7,2-Mbit/s-Stick für Geschwindigkeitsspitzen und zukünftige Netzausbauten gewappnet.

Die Preise der Tagesflatrates haben sich zwischen 2,50 Euro und fünf Euro pro Tag eingependelt. Vor allem die Datenvolumina der Tarife wirken im Vergleich zu Monats-Flatrates großzügig. Bis zu ein Gigabyte pro Tag bieten die Tages-Flatrates, bevor die Geschwindigkeit auf 64 Kbit/s gedrosselt wird. Die Tarife gelten aber nur für einen Kalendertag. Wer also einen Tag lang mobil surfen möchte, der sollte sich möglichst bald am Tag dafür entscheiden, denn um 24 Uhr wird die Verbindung getrennt.

Autor: JG

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