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Gut für Urlauber: Preissturz beim mobilen Internet
12.06.2008
Das Internet hält viele nützliche Informationen für Auslandsreisende bereit: Online-Wetterberichte, Stau-Infos oder Veranstaltungstipps, nicht zu vergessen das eigene E-Mail-Konto.
Dank UMTS-Modems, die an ein Notebook angeschlossen werden können und modernen Handys und Smartphones, die ebenfalls eine Verbindung zum Internet herstellen können, muss man in der heutigen Zeit auch auf Geschäftsreisen und im Urlaub nicht auf die Nutzung des Internets verzichten. Zusätzlich profitieren Kunden in der heutigen Zeit - gegenüber den Vorjahren - von deutlich reduzierten Kosten beim Surfen in ausländischen Netzen.
Datentarif-Preise für Internet im Ausland stark gesunken
War das mobile Internet in der Vergangenheit noch ein teurer Zusatzspaß, sind die Preise inzwischen drastisch gesunken. Wie der Branchenverband BITKOM berichtet, sanken die Tarife 2007 europaweit um zehn Prozent und der Preissturz geht noch weiter.
Grundlage der neuen Zahlen ist eine Studie des EU-Regulierungsgremiums (ERG). Der durchschnittliche Preis für das Daten-Roaming betrug im Herbst letzten Jahres 5,24 Euro pro Megabyte. Inzwischen gibt es bei mehreren deutschen Mobilfunkanbietern neue vergünstigte Auslands-Datentarife: hier kostet das Megabyte nur noch 0,50 bis zwei Euro. Eine aktuelle Übersicht der Preise für Mobiles Internet im Ausland findet man auf der umtsdatentarif.de-Seite.
Internet-Nutzung im Urlaub: Konkurrenz belebt das Geschäft
„In diesen dynamisch wachsenden Markt ist 2008 erneut Bewegung gekommen – die Preise befinden sich im freien Fall“, erklärt der Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), Prof. August-Wilhelm Scheer.
Der Marktexperte wendet sich gegen eine Preisfestsetzung durch die EU-Kommission: „Man muss den Netzbetreibern und Providern die Freiheit lassen, ihren Kunden unterschiedliche maßgeschneiderte Tarifmodelle anzubieten. Die Kosten sinken auch ohne einen Eingriff der EU drastisch“. Laut Prognosen eines Marktforschungsprojektes von EITO (European Informatiton Technology Observatory) wird der europäische Markt für mobile Datendienste (inklusive Roaming) 2008 um elf Prozent zulegen auf 31 Milliarden Euro.
Tipps für mobiles Surfen im Ausland
Wer vor Reisebeginn noch Tipps für die mobile Internetnutzung mit Laptop oder Handy braucht, der Branchenverband BITKOM hat einige nützliche Hinweise für die deutschen User im Ausland zusammen gestellt. Und auch bei der Stiftung Warentest finden sich einige Tipps, die die Urlaubskasse schonen.
Der wichtigste Schritt vor dem Urlaub sollte sein, sich über die Roaming-Tarife im Urlaubsland zu informieren. Viele Anbieter kooperieren mit ausländischen Partnernetzen, grundsätzlich ist es also ratsam, die automatische Netzwahl im Handy abzuschalten und das Netz manuell zu bestimmen. Bei einigen Anbietern gibt es Spezialtarife, die zusätzlich gebucht werden müssen, dann aber besonders günstige Roaming-Konditionen bieten.Vereinzelt haben Netzbetreiber auch Tagespauschalen für mobiles Surfen im Ausland im Angebot.
Eine Alternative für Langzeitreisende sind ausländische Prepaid-Karten. Einzelne Länder bieten sogar Internet-Flatrates für Prepaid-Kunden an. Um eine größere Auswahl zu bekommen, empfiehlt sich der Besuch von Mobilfunk-Shops, die mehrere Netze vermarkten. Vorsicht: manche Prepaid-Handys haben ein SIM-Lock, das heißt, sie sind für die Karten anderer Anbieter gesperrt.
Eine weitere Alternative für das mobile Surfen könnte im Hotel vorhanden sein: Nutzer, die ein Handy oder einen Laptop mit WLAN-Schnittstelle dabei haben, sollten im Urlaubsquartier nachfragen, ob sie in Ihrer Unterkunft gratis oder zum Pauschalpreis ins Internet gehen können.
Wichtig ist auch, vor der Abreise die technischen Voraussetzungen im Urlaubsland zu überprüfen. In mehr als 200 Ländern gibt es Handynetze mit dem europäischen GSM-Standard. Japan, Südkorea, Nord- und Südamerika sowie einige Karibikinseln haben andere Mobilfunk-Standards. Idealerweise sollte der Amerika-Urlauber ein Triband-, Quadband-, oder UMTS-Gerät mitnehmen.
Speziell an Handy-Nutzer richtet sich der Hinweis der Stiftung Warentest, dass die Handy-Mailbox im Urlaub eine Kostenfalle sein kann, da für die Abfrage der Mailbox ebenfalls Gebühren anfallen. Am Besten man schaltet die Mailbox vor Reisebeginn einfach ab.
Und auch der MMS-Versand aus dem Ausland ist nicht gerade billig. Wie viel eine MMS kostet hängt vom Urlaubsland und vom Umfang der versendeten Daten ab. Und auch der MMS-Empfang im Ausland ist kostenpflichtig.
Autor: FN
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