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Sicher surfen und Laptop vor Hackern schützen
Das Thema unterwegs sicher surfen findet immer mehr Beachtung. Die Nutzung mobiler Breitbandnetze zum Telefonieren, zum Austausch von Multimedia-Informationen und für den Internetzugang hat in letzter Zeit dramatisch zugenommen.
Da ist es nicht verwunderlich, dass sich Diskursthemen und eine öffentliche Meinung rund um Sicherheitsaspekte und andere emotional aufgeladene Gesichtspunkte der UMTS-Technologie herausbilden. Speziell der Aspekt der Vertraulichkeit (Datensicherheit) im Mobilfunkbereich werden dabei oft thematisiert. Jeder will sicher mobil surfen können ohne seine vertraulichen Daten an Unbefugte preiszugeben!
Sicher surfen: Datensicherheit bei UMTS
Eines vorweg: als Mobilfunktechnik der dritten Generation verfügt UMTS (und das schnellere HSDPA) über deutlich bessere Sicherheitsmerkmale als die Vorgänger der zweiten Generation wie GSM, GPRS etc.

Standardmäßig wird eine Verschlüsselung aller übertragenen UMTS-Daten eingesetzt, was an sich schon als großer Fortschritt gilt. Dabei werden zum Kodieren der Daten relativ moderne Methoden (Algorithmen) verwendet, die es potentiellen Bösewichten schwerer machen, Daten auszuspionieren, zu manipulieren oder sich Zugang zu den kostenpflichtigen Diensten eines anderen zu erschleichen.
Trotzdem bleibt ein – wenn auch überschaubares – Restrisiko. Dazu Stefan Heng, Analyst von DB Research: „Bereits heute nutzen private Hacker im Mobilfunk immer wieder Sicherheitslücken. Zumeist zielen sie darauf, Mailboxen abzuhören oder auch auf Rechnung Dritter zu telefonieren.“
Ein grundsätzlicheres Problem stellt aber die Tatsache dar, „dass der Marktführer bei den mobilen E-Mail-Diensten das weltweite Datenaufkommen über ein einziges Rechenzentrum leitet. Da die für dieses zentrale Rechenzentrum zuständigen staatlichen Behörden unter sehr großzügig ausgelegten Bedingungen (auch „zum Wohle der heimischen Wirtschaft“) Zugang zu den Daten einfordern, erweist sich dieses Geschäftsmodell für vertrauliche Informationen als besonders problematisch.“
Künftig werden sich laut Heng die mobilen Diensteanbieter insbesondere im geschäftlichen Umfeld immer mehr am Grad der gebotenen Vertraulichkeit der Datenübertragung messen lassen müssen.
Im Gegensatz zu UMTS ist die Situation bezüglich der Datensicherheit im WLAN grundsätzlich problematischer. Da es sich bei WLAN um keinen Standard mit vorgeschriebener Verschlüsselung der Protokolle handelt ist im Prinzip jeder Nutzer selbst für die Datensicherheit bei seinen Übertragungen verantwortlich. Aber keine Panik: Wer beispielsweise die WLAN Hotspots von T-Mobile für mobiles Internet nutzt, wird durch die aufgesetzten Protokolle des Netzanbieters vor unberechtigtem Zugriff auf seine Daten geschützt. Besondere Vorsicht ist allerdings bei jeder Art der nicht durch einen großen Anbieter standardisierten WLAN-Übertragung (bspw. in Heimnetzwerken und oft auch in Firmen-WLANs) geboten.
Ausführlichere Informationen zur sicheren WLAN-Nutzung können Sie in unseren WLAN-Sicherheits-Tipps nachlesen. Die gesundheitlichen Aspekte der Nutzung haben wir in unserem Artikel zur UMTS Sicherheit für Sie vorbereitet.
Mehr zum Thema im Internet
Drahtlose Kommunikationssysteme und ihre Sicherheitsaspekte beim Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BMI).
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Stand: 04/2006
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