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Viele unterschiedliche Flatrate-Angebote
Flatrate-Tarife sind en vogue und aus der Telekommunikationslandschaft nicht mehr wegzudenken. Doch mittlerweile hat sich der Begriff Flatrate quasi verselbständigt und wird allzu oft für Marketing-Zwecke missbraucht. Einige Angebote haben mit Flatrates wenig gemeinsam.
Ein weiteres Problem stellt für viele Menschen das Flatrate-Überangebot dar. Mittlereile existieren nicht nur Flatrates für die Internetnutzung via DSL, sondern auch für Telefonate über das Festnetz, es gibt Handy-Flatrates und man kann in der heutigen Zeit sogar eine Internet-Flatrate buchen, die mobil über das UMTS-Netz eingesetzt werden kann.
Flatrate: Der Versuch einer Begriffsdefinition
Das Wort „Flatrate“ ist aus dem Englischen entlehnt, wo „Flat Fee“ ausdrückt, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung unabhängig von der Abnahmemenge zu einem Pauschalpreis verfügbar ist. Der Begriff „Flatrate“ setzt sich zusammen aus „flat“ (flach, eben) und „rate“ (Gebühr).

Im Rahmen der Telekommunikation bezeichnet der Begriff „Flatrate“ grundsätzlich einen Pauschaltarif. Der Nutzer zahlt einen bestimmten monatlichen Grundbetrag und kann daraufhin eine spezielle Dienstleistung – zum Beispiel das Telefonieren oder das Surfen im Internet – so oft und so intensiv in Anspruch nehmen, wie er will.
Festnetz: Telefon-Flatrate und DSL-Flatrate
In den USA ist es schon lange üblich, dass Telefongespräche im Festnetz zu einem niedrigen Grundpreis pauschal abgerechnet werden. Das Tarifmodell ist so weit verbreitet, dass sich US-Amerikaner kaum vorstellen können, dass in anderen Teilen der Welt Telefongespräche aus dem Festnetz über einen zeitabhängigen Tarif abgerechnet werden.
In Deutschland hat es verhältnismäßig lange gedauert bis man sich zu einer Telefon-Flatrate für das Festnetz durchgerungen hat. Erst Ende 2004 wurde von der Firma Arcor ein Pauschaltarif für Gespräche in das deutsche Festnetz eingeführt. Da inzwischen Flatrates für Telefonate vom Festnetzanschluss zum guten Ton der Telefonanbieter gehören zogen die meisten Festnetzanbieter im Laufe der letzten Jahre nach und nahmen ebenfalls Telefon-Flatrates ins Programm. Die heutige Telefon-Flatrate für den Festnetzanschluss deckt pauschal alle Orts- und Ferngespräche ins Festnetz ab, nur wer eine Handy- oder Sondernummer anwählt, oder ins Ausland telefonieren möchte, zahlt extra.
Im Gegensatz dazu wurden bereits in den frühen 2000er-Jahren erste DSL-Flatrates auf den Markt gebracht und von den Nutzern dankbar angenommen. Wurden in den Anfangsjahren DSL-Flatrates üblicherweise von Powersurfern als Tarifmodell gewählt, so ist das Internet-Surfen zum Pauschalpreis mittlerweile auch für User interessant, die sich keine Gedanken über eventuelle Kostenfallen machen und kalkulierbare Tarifarten wollen.
Mobilfunk: Handy-Flatrate und mobile Internet-Flatrate
Im Mobilfunk-Bereich war E-Plus der Vorreiter bei Handy-Flatrates. Bereits Mitte 2005 führten die Potsdamer über ihre Submarke BASE die erste deutsche Handy-Flat ein, die unabhängig vom Wochentag für netzinterne Handygespräche und Telefonate ins Festnetz genutzt werden konnte. Mittlerweile bieten alle großen Mobilfunker eigene Handy-Flatrates an. Es existieren sogar die ersten Handy-Flatrates mit denen man nicht nur netzintern und ins Festnetz, sondern auch in andere Mobilfunknetze zum Pauschalpreis telefonieren kann.
Die mobile Internet-Flatrate, also ein Datentarif für den Internetzugang über ein Mobilfunk-Netz, wurde ebenfalls im Jahr 2005 von E-Plus in Deutschland eingeführt. Seitdem steigt die Zahl der Nutzer mobiler Daten-Flatrates stetig an.
Dafür gibt es verschiedene Gründe: Zum einen haben mittlerweile alle Mobilfunker eigene Internet-Flatrate-Angebote im Programm, zum anderen sind die Preise für mobile Internet-Flatrates deutlich gesunken. Heutige Datenflat-Angebote können nicht nur preislich mit DSL-Flatrates mithalten, sondern auch bezüglich der tatsächlichen Übertragungsgeschwindigkeit.
Mobile DSL Flatrate
Wer von unterwegs im Internet surfen möchte und eine UMTS-Flatrate wählt, surft mit sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit. Wem das nicht reicht, der wählt einen Anbieter aus, der sein Netz bereits mit dem HSDPA-Turbo ausgerüstet hat und geht mit 3,6 Mbit/s online, was einer DSL 2000-Geschwindigkeit entspricht. In naher Zukunft (Anfang 2008) sollen sogar 7,2 Mbit/s möglich sein.
Es sind nicht nur mobile Stadtnomaden, die sich bei derartigen Preisen und Übertragungsgeschwindigkeiten überlegen, einem mobilen Internetzugang - den man sowohl von unterwegs als auch in den eigenen vier Wänden nutzen kann – den Vorzug zu geben. Experten gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren weitaus mehr Notebooks als Desktop-PCs verkauft werden. Trendforscher beobachten einen Wandel: Die Gesellschaft wird mobil.
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