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Österreicher bevorzugen mobiles Internet

24.1.2008

Mobiles Breitband ist in Österreich wesentlich beliebter als andere Zugänge. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Arthur D. Little Austria (ADL), die den österreichischen Markt für Breitband-Zugänge untersucht hat.

Karim Taga von ADL geht davon aus, dass im Jahr 2007 in Österreich 527.000 Breitband-Anschlüsse neu bereitgestellt wurden. Ganze 57 Prozent davon entfielen demnach auf mobiles Breitband, also auf den Internetzugang via UMTS-Netze der Mobilfunker. Alternative Anbieter hätten 19 Prozent auf sich vereinen können, während der Ex-Monopolist Telekom Austria 17 Prozent der Neuzugänge für sich verbuchen konnte. Den Internetzugang über Kabel wählten im gleichen Zeitraum lediglich sieben Prozent. Somit verzeichneten die Kabelanbieter das geringste Wachstum im Neukundengeschäft. "Die Entwicklung des Marktes für mobile Breitbanddienste ist in Österreich europaweit einzigartig", urteilte dementsprechend die Unternehmensberatung ADL.

Europaweit einzigartige Stellung beim Thema Mobiles Internet

Auch die Gesamtstatistik bezüglich der österreichischen Breitbandanschluss nimmt in der europäischen Telekommunikationsstellung eine Sonderposition ein: Von den insgesamt 2,23 Millionen Internetanschlüssen handelt es sich laut ADL bei 621.000, also ganzen 28 Prozent um mobiles Breitband. In Deutschland seien es gerade einmal zwei Prozent von 19,1 Millionen Anschlüssen, und auch in der Schweiz begeistern sich mit nur sechs Prozent von 2,7 Millionen Anschlüssen deutlich weniger Kunden für mobiles Internet.

Was die Gesamtversorgung der Bevölkerung mit Breitbandanschlüssen anbelangt hat jedoch die Schweiz die Nase vorn: Mit 33 Prozent liegen die Schweizer vor Österreich das 27 Prozent der Bevölkerung mit Breitband-Zugängen versorgt. Deutschland liegt mit 23 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Rang.

Mobiles Breitband auf Prepaid-Basis kommt gut an

"Das bemerkenswert starke Wachstum von mobilem Breitband in Österreich resultierte produktseitig aus den Eigenschaften Mobilität und unmittelbare Verfügbarkeit der Anschlüsse", beurteilen die Unternehmensberater von ADL die Situation. „Hinzu kommen von der Marktseite ein intensiver Preiswettbewerb unter den Mobilfunkunternehmen und die Tatsache, dass die Mobilfunkunternehmen im Jahr 2007 kontinuierlich in der Lage waren, innovative Produktbündel und Nischenprodukte erfolgreich einzuführen." Die Festnetzbetreiber hätten bis zum Ende des Jahres den Tarif-Modellen der Mobilfunkanbieter nicht Paroli bieten können.

Außerdem haben drei Anbieter mobiles Breitband auf Vorauszahlungsbasis (Prepaid) eingeführt. "Die hohe Flexibilität, volle Kostenkontrolle und Mobilität dieser Breitbandalternative führte zu einer hohen Nachfrage. Darüber hinaus wird mobiles Prepaid-Breitband von den Kunden als Komplement zu fixen Breitbandanschlüssen genutzt und so auch von den Anbietern in entsprechenden Produktbündeln vermarktet", urteilt der ADL.

Verteilung der Breitbandanschlüsse
(Schätzung von Arthur D. Little Austria)
  DSL
Ex-Monopolist
DSL
Alternative
Kabel Mobiles
Breitband
Deutschland 64% 31% 3% 2%
Österreich 33% 13% 26% 28%
Schweiz 46% 18% 30% 6%

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