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GPS-Ortung war gestern

16.01.2008

Derzeit greifen Navigationslösungen auf GPS zurück. In Nürnberg wird jedoch vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) zurzeit ein Navigationssystem für Fußgänger getestet, dass auf WLAN statt GPS zurückgreift. Das großflächige Pilotprojekt soll die Grundlagen für eine Ortung mit WLAN-Hilfe in Städten liefern.

Die WLAN-Ortung soll in Zukunft eine Alternative zum satellitengestützten Global Positioning System (GPS) darstellen, das nach Institutsangaben zu ungenau ist, um Fußgänger durch enge Innenstädte, Gebäude oder U-Bahn-Stationen zu navigieren. Das Projekt soll im März 2008 auf der Computermesse CeBIT in Hannover vorgestellt werden.

Navi über WLAN nur mit spezieller Software möglich

Um das System zu nutzen, muss auf WLAN-Smartphones oder PDAs eine Software installiert werden. Mit Hilfe dieser Software sollen Fußgänger ihre Position auf wenige Meter genau bestimmen können.

Die installierte Software greift aber nicht auf die Hotspots zu, sondern lokalisiert diese nur. So sollen auch private WLAN-Netzwerke zur Standortbestimmung genutzt werden können, ohne die Privatsphäre der Besitzer zu gefährden.

WLAN-Ortung gefährdet nicht private Netzwerke

"Dabei machen wir es uns zunutze, dass Städte sehr gut mit WLAN-Netzen ausgestattet sind und dass immer mehr Handys WLAN-fähig sind", erklärt der Leiter der Abteilung Kommunikationsnetze am IIS, Jürgen Hupp, die Technik. So befänden sich in der Nürnberger Innenstadt durchschnittlich 2000 WLAN-Sender pro Quadratkilometer. Dies ermögliche in Gebäuden eine Ortung mit einer durchschnittlichen Genauigkeit von drei Metern und im Freien von sieben bis zehn Metern, erläutert Hupp in einer Mitteilung.

Um das System in der Praxis zu testen, stellt das IIS den Angaben zufolge in Nürnberg die Technik zur Lokalisierung auf einer Fläche von 25 Quadratkilometern zur Verfügung. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft würden ortsabhängige Dienste entwickelt und unter realen Bedingungen untersucht.

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