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„connect“-Netztest 2011: Telekom siegt souverän
Ratgeber: Netze der Mobilfunkanbieter im Vergleich
Die Deutsche Telekom hat mit deutlichem Abstand das beste Mobilfunknetz. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift „connect“ bei ihrem Netztest 2011. Die Telekom erhielt dafür die Note „sehr gut“, und sie „dominiert den Netztest mit bisher nicht gekannter Souveränität“, so das Fazit von „connect“.
Auf Platz zwei folgt Vodafone mit der Note „gut“, der Betreiber bietet immer noch ein gutes Netz sowohl für Smartphones als auch fürs Surfen mit USB-Stick und Laptop. An Boden verloren hat Telefónica O2, das nur auf die Note ausreichend kam, dicht gefolgt von E-Plus. E-Plus verringerte seinerseits den Abstand zum Drittplatzierten deutlich und erzielte bei der Smartphone-Nutzung in Städten sogar ein besseres Ergebnis als O2. Hier eine Übersicht von Stärken und Schwächen der einzelnen Netze, die der „connect“-Test aufzeigt.
Die Telekom: Sehr gut für Smartphones und Laptops
Wer mit dem Smartphone unterwegs ist, telefoniert und surft. Beim Telefonieren kam die Telekom sowohl bei Zuverlässigkeit der Verbindungen als auch bei der Sprachqualität auf „die mit Abstand besten Werte“, so die Tester. Beim Surfen mit dem Smartphone gibt es im Schnitt in der Stadt 1,7 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen von Daten, außerhalb der Städte sind es noch 1,3 Mbit/s. Das sind die besten Werte.
Einen deutlichen Abstand zum Rest des Feldes gibt es auch beim Surfen mit Notebook und Surfstick. Das oberste Drittel der in der Stadt gemessenen Verbindungen liegt bei über 16 Mbit/s, nur bei einem Drittel wird die Grenze von 10 Mbit/s unterschritten. Eine Facebook-Webseite braucht im Schnitt 3,1 Sekunden, eine Google-Seite 4,2 Sekunden um auf dem Bildschirm vollständig zu erscheinen. Die Erfolgsquote beim Seitenaufruf liegt bei 97,2 Prozent.
Wer eine Datei von 5 Megabyte herunterlädt braucht dafür im Schnitt 5,8 Sekunden, wer eine Datei von 2 Megabyte sendet – etwa eine hochauflösende druckfähige Fotografie – schafft das in elf Sekunden. Selbst auf der Autobahn liegt die mittlere Datenrate bei über 5 Mbit/s, das ist mehr als doppelt so schnell wie beim Zweitplatzierten Vodafone.
Vodafone bietet ein für alle Zwecke gutes Netz
Das Vodafone-Netz ist trotz stärkerer Belastung durch Smartphone-Nutzer im Vergleich zum Vorjahr nicht schlechter geworden, so die „connect“-Tester. Es ist in allen Kategorien ein gutes Netz. Beim Telefonieren mit den Smartphones ist es fast genauso gut wie der Testsieger, beim Surfen gibt es im Schnitt 1,4 Mbit/s in den Städten, draußen auf dem Lande sind es dann noch 1,1 Mbit/s.
Beim Surfen mit Laptop und Surfstick in den Städten liegt das obere Drittel bei über 5,3 Mbit/s, beim unteren Drittel wird der Wert von 3,3 Mbit/s unterschritten. Eine Facebook-Seite braucht im Schnitt 4,0 Sekunden, eine Google-Seite 5,3 Sekunden. Die Erfolgsquote beim Seitenaufruf liegt bei 97,7 Prozent. Wer eine Datei von 5 Megabyte herunterlädt braucht dafür bei Vodafone im Schnitt 15,3 Sekunden, um eine 2 Megabyte große Datei zu senden werden 17,5 Sekunden benötigt. Auf der Autobahn liegt die mittlere Datenrate bei rund 2,3 Mbit/s.
O2: Preiswert aber nicht top
Der Drittplatzierte O2, der diesmal nur knapp vor E-Plus landete, muss sich diesmal mit der sinngemäßen Bewertung „preiswert aber nicht Top“ zufrieden geben.
Beim Telefonieren in der Stadt hatte man – was die Zuverlässigkeit der Verbindung angeht – die schlechtesten Werte, auch die Sprachqualität konnte nicht überzeugen. Beim Surfen mit dem Smartphone gab es hier im Schnitt rund 1,1 Mbit/s, abseits der Städte sind es noch 963 Kilobit pro Sekunde.
Wer mit Laptop und Surfstick im O2-Netz surft kann in den Städten wenn es gut mehr als 2,9 Mbit/s erwarten, das ist das Tempo, das im oberen Drittel beim Download regelmäßig überschritten wurde. Im unteren Drittel hat man, wenn es schlecht läuft weniger als 2 Mbit/s beim Herunterladen von Daten zur Verfügung. Eine Facebook-Seite wird im Schnitt in 4,6 Sekunden geladen, eine Google-Seite braucht 8,6 Sekunden. Die Erfolgsquote beim Seitenaufruf beträgt 93,6 Prozent.
Wer eine Datei von 5 Megabyte herunterlädt, braucht dafür bei O2 im Schnitt 22,6 Sekunden, um eine 2 Megabyte große Datei zu senden werden 25,9 Sekunden benötigt. Auf der Autobahn liegt die mittlere Datenrate bei rund 1,3 Mbit/s.
E-Plus hat Boden gut gemacht
Der Viertplatzierte E-Plus hat dagegen an Boden gewonnen und beim Rennen um die Bronzemedaille ein gutes Stück aufgeholt. Bei Smartphones liefert sich E-Plus ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit O2 und verliert nur deshalb knapp, weil man außerhalb der Städte bei der Datenübertragung schwächer ist. Bei der Smartphone-Nutzung in den Städten ist E-Plus sogar vorne, dank fast gleichwertiger Datenübertragung und besserem Telefonieren.
In der Stadt gab es beim Smartphone-Surfen im Schnitt über 1 Mbit/s, außerhalb der Städte langte es nur für 744 Kilobit pro Sekunde. Beim Surfen mit Laptop in der Stadt brachte es das oberste Drittel auf ein Tempo von über 2,4 Mbit/s im Download, das langsamste Drittel war mit Werten von unter 1,2 Mbit/s deutlich am langsamsten. So braucht man etwas Geduld, um mit E-Plus zu surfen: Eine Facebook-Seite braucht 6,7 Sekunden, eine Google-Seite im Schnitt 10,6 Sekunden. Die Erfolgsrate ist mit 90 Prozent geladene Internetseiten ebenfalls die schlechteste.
Wird eine Datei von 5 Megabyte aus dem Netz geladen, muss man mit durchschnittlich 36,8 Sekunden rechnen. Will man eine Datei von 2 Megabyte selbst verschicken – also ein gut auflösendes Foto – muss man mit 22,7 Sekunden rechnen. Auf den Autobahnen kann man eine mittlere Datenübertragungs-Geschwindigkeit von 827 Kilobit pro Sekunde erwarten.
Die Tests und die verwendeten Geräte
Bei den Tests wurden offensichtlich vor allem die UMTS-Datennetze geprüft, diese sind bei der deutschen Telekom anscheinend gut mit der neuesten Datenfunktechnik HSPA+ ausgebaut. HSPA+ ermöglicht bis zu 43,2 Mbit/s beim Herunterladen von Daten aus dem Netz.
Um dieses Tempo zu nutzen, braucht man allerdings neben dem entsprechenden Datentarif auch einen Surfstick, der HSPA+ beherrscht und damit auf zwei Funkkanälen gleichzeitig empfängt, sowie einen schnellen Rechner, der das Funknetz nicht ausbremst. Nicht getestet wurden die neuen LTE-Netze, die derzeit von den Betreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 aufgebaut werden.
Für die Tests mit dem Smartphone wurde in allen Netzen der vier Betreiber das Modell „Wave II“ des südkoreanischen Herstellers Samsung eingesetzt. Für das Surfen per Laptop und UMTS-Stick wurden als Rechner einheitlich Industrie-PCs mit höchster Rechenleistung eingesetzt – damit die eingesetzten Rechner das Mobilfunknetz optimal nutzen.
Als USB-Surfsticks wurden die jeweils besten, aktuell im Online-Shop der Betreiber verfügbaren Sticks gewählt, sie kamen alle vom chinesischen Hersteller Huawei. Bei der Deutschen Telekom war es der Huawei E 372, bei Vodafone der Huawei K4605, bei O2 der Huawei E 367 und bei E-Plus der Huawei E173.
Autor: ET
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