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Extremnutzer revolutionieren Arbeitsalltag
30.05.2008
Sie benutzen mindestens sieben verschiedene vernetzte Endgeräte und kommunizieren intensiv über mindestens neun Applikationen (z.B. Instant Messaging, SMS, Web-Conferencing): das sind die so genannten Extremnutzer (engl. „Hyperconnected“). Bereits heute gehören 16 Prozent der Beschäftigten weltweit zu dieser Kategorie, in fünf Jahren kann der Anteil der Extremnutzer laut Branchenexperten auf bis zu 40 Prozent steigen.
36 Prozent der Beschäftigten sind so genannte Intensivnutzer. Diese verwenden mindestens vier Endgeräte für ihre Arbeit und kommunizieren über sechs oder mehr Anwendungen mit ihrer Umwelt. Das Nutzungsverhalten dieser technikbegeisterten Beschäftigten ist Inhalt einer neuen Studie von IDC, die im Auftrag des kanadischen Netzausrüsters Nortel Networks durchgeführt wurde. Befragt wurden 2400 Menschen in 17 Ländern.
Arbeitgeber müssen Infrastrukturen modernisieren
„Die Ergebnisse dieser Studie senden eine deutliche Botschaft an die Unternehmen – die Extremnutzer unter den Beschäftigten werden kommen, und die Unternehmen sollten sich gut auf sie vorbereiten“, kommentiert John Gantz, Leiter der Forschungsabteilung und Senior Vice President bei IDC, die neuen Zahlen. Ein regelrechter Ansturm auf die neuen Möglichkeiten der Hyperconnectivity sei zu erwarten.
Sein Kollege Steve Bandrowzak fügt hinzu, dass die Herausforderungen und Möglichkeiten, die Hyperconnectivity den Unternehmen bietet, mit keiner bisherigen technischen Umwälzung zu vergleichen seien. „Das Management und die IT der Firmen müssen zeitnah ihre IT-Investitionen überprüfen, um Anwendungen wirksam einzusetzen und gleichzeitig ihre Personalpolitik, Sicherheitsauflagen und Geschäftsprozesse darauf auszurichten“, betont der Leiter der Technologieabteilung von Nortel Networks. Sonst verlören sie an Attraktivität für die jüngeren, technikbegeisterten Arbeitnehmer.
Handy und Laptop sind wichtiger als Brieftasche
Das Nutzungsverhalten variiert mit der Branche: neun Prozent der Befragten im Gesundheitswesen sind Hyperconnected, im Finanzsektor sind es 21 Prozent, in der High-Tech-Branche 25 Prozent. Der größte Prozentsatz der Extremnutzer lebt im asiatisch-pazifischen Raum, China und die USA führen die Tabelle an. Schlusslichter in Sachen Extremnutzung sind Kanada und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Nimmt man die beiden Gruppen der extremen und intensiven Nutzer zusammen, dann hat Lateinamerika die Nase vorn mit 64 Prozent der Beschäftigten. Dabei spielen die sozialen Netzwerke eine große Rolle: mehr als einer von drei Befragten nutzt Social Networks und Online-Communities wie Blogs, Wikis und Foren für die Unternehmenskommunikation. Auch hier führen die Beschäftigten aus Lateinamerika die Tabelle an.
In Europa werden vor allem SMS und Instant Messaging im Arbeitsalltag genutzt: über 50 Prozent der Beschäftigten, das sind doppelt so viele wie in Nordamerika, kommunizieren so mit ihrem Arbeitsumfeld.
Auf die Frage, welchen Gegenstand sie mitnehmen würden, wenn sie ihr Zuhause für 24 Stunden verlassen müssten, antworteten 38 Prozent der Beschäftigten weltweit mit „Mobiltelefon“. In Lateinamerika sind es sogar 50 Prozent. Die Gruppe der Extremnutzer würde ihren Laptop mitnehmen. Schon heute sind mehrere Endgeräte der Normalfall: 70 Prozent der Befragten gehen zu Hause mit mehr als einem Gerät ins Internet, im asiatisch-pazifischen Raum sind es sogar 80 Prozent.
Autor: FN
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