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Internet auf dem Lande: Satellit oder Mobilfunk?

Ratgeber: Stiftung Warentest testet DSL-Alternativen

Weit draußen auf dem flachen Lande, wo der Bauer die Frau sucht, ist auch das Breitband-Internet-Angebot mitunter drastisch eingeschränkt: In 2,4 Millionen Haushalten, so eine Schätzung des Bundeswirtschaftsministeriums, gibt es keinen Internetanschluss, der eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 1 Megabit pro Sekunde garantiert. 

Was bleibt denjenigen, die in den „weißen Flecken“ – genauer gesagt in den schwarzen Löchern - der IT-Landkarte hausen? Entweder sie sorgen für einen Anschluss übers Mobilfunknetz (mobiles Internet)oder sie mieten sich einen Satellitenanschluss. Eine Test der „Stiftung Warentest“ hat nun ergeben: Die Angebote der Mobilfunk-Anbieter sind konkurrenzlos günstig – dafür muss man aber eine weniger stabile Empfangsqualität als bei den Satelliten in Kauf nehmen.  

Mobilfunk: Die preiswerte Variante

Was den Preis anbelangt so schneidet mobiles Internet gegenüber Sat-Internet bei den Testern von Stiftung Warentest deutlich besser ab: Zwischen zwanzig und vierzig Euro im Monat, dazu ein Anschlusspreis (mit notwendigem Gerät) zwischen 26 und 95 Euro, das offerieren die Mobilfunkbetreiber.

Und da können die Anbieter von Internet über den Satelliten nicht mithalten: Bei ihnen kosten Anschluss und Ausrüstung allein schon zwischen 230 und 490 Euro. Dazu kommen, laut „Stiftung Warentest“ nochmals einmalig Montagekosten zwischen 180 und 220 Euro. Und der laufende Betrieb schlägt dann mit monatlich 70 bis 90 Euro zu Buche.  

Satellit: Stabiler Empfang

Auch bei der Übertragungsgeschwindigkeit können die drei Top-Anbieter im Mobilfunkbereich – T-Mobile, o2 und Vodafone -  mithalten, hier erzielen sie durchaus vergleichbare Werte wie die Anbieter einer Satelliten-Verbindung.

In den Kategorien „Gleichmäßigkeit der Übertragungsgeschwindigkeit“ und „Stabilität der Verbindung“ gab es für die Mobilfunker nur mittelmäßige Ergebnisse, während die Satellitenanschluss-Betreiber hier erwartungsgemäß Top-Werte verzeichnen können.

Tipp: Das beste Netz vor Ort suchen 

Wer beim ständigen Zugang zum Internet nicht auf die Kosten schauen muss und auf Nummer sicher gehen will – der kann sich einen Satelliten-Anschluss genehmigen. Und an einigen wenigen Standorten wird nur Satelliten-Empfang möglich sein.

Wer sparen will und auf dem flachen Land eher sporadisch online geht, sollte den Mobilfunk wählen. Allerdings empfiehlt es sich zuerst Erkundigungen einziehen, welches Netz an dem bevorzugten Standort den besten Empfang garantiert -  also sollte man Verwandte, Bekannte und Freunde konsultieren, was für Erfahrungen sie mit verschiedenen Netzen an diesem Standort gemacht haben. Wie gut das Internet per Mobilfunk ist, hängt nämlich von etlichen Faktoren ab – der Zahl der regelmäßigen Nutzer pro Funkzelle, der UMTS Netzabdeckung und der Entfernung zur Sendestation beispielsweise. Da lohnt sich ein bisschen Recherche. Die Einzelheiten des Tests und einen Tarifvergleich für mobiles Internet  findet man in der Novemberausgabe der Zeitschrift „test“.    

Autor: ET

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