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Ratgeber: So nutzen Sie Tests und Bestenlisten

Ratgeber: Mobiles Internet - Testsieger-Urteile in der Praxis

Wer einen Tarif fürs Surfen im mobilen Web sucht, der greift gerne auf Testberichte zurück wie sie die Stiftung Warentest anbietet. Oder er sucht im Internet nach Bestenlisten, wie die besten Surftarife oder die besten Laptop-Flats.

Doch der Aussagewert solcher Ranglisten ist zumindest fraglich: Sie sind oft nicht aktuell und werden auch nicht aktualisiert. Und sie beachten das Preis-Leistungsverhältnis nicht – ganz oben stehen immer die billigsten Anbieter.

Die Wertungen der Stiftung Warentest

Das gilt auch für die Liste der Stiftung Warentest. Sie hat im Mai 2010 folgende Liste der günstigsten Anbieter von mobilem Internet aufgestellt:

  1. In der  Kategorie Wenigsurfer mit dem Notebook lagen auf den ersten fünf Plätzen (das Netz jeweils in Klammern): Seven (E-Plus), blau.de (e-Plus), Discoplus (O2), Expressmobil (E-Plus) Express-mobil (E-Plus) und Klarmobil (O2).
  2. In der Kategorie Vielsurfer mit dem Notebook sah die Reihenfolge so aus: Discoplus (O2), Klarmobil (O2), O2, Alice (O2) sowie Moobiair (O2).
  3. Bei Wenigsurfern mit dem Handy landeten auf den ersten fünf Plätzen: Blau.de (E-Plus), Alice (O2), Sven (E-Plus), 1&1 (Vodafone), Base (E-Plus).
  4. Bei Vielsurfern mit dem Handy gibt es folgende Rangfolge: 1&1 (Vodafone), Base (E-Plus), Conrad (E-Plus), Discoplus (O2) Klarmobil (O2).                

Schon auf den ersten Blick sieht man, dass bei diesen Ranglisten ausschließlich nach dem Monatspreis geurteilt wird. Das Preis-Leistungsverhältnis als Kriterium zieht diese Liste erst gar nicht in Erwägung.

Das ist misslich. E-Plus hat nach Meinung von Experten ein sehr schwach ausgebautes mobiles Datenfunknetz hat, in dem man nicht gut surfen kann. Bei Warentest taucht das E-Plus-Netz achtmal unter den fünf günstigsten Anbietern auf - was nicht verwundert, denn Tarife in diesem  Netz muss man – wegen der vergleichsweise schwächeren Leistung – mit Billigtarifen vermarkten.  Vodafone dagegen hat das schnellste und am besten ausgebaute Netz – und bringt es auf zwei Nennungen unter den ersten fünf.

Unser Tipp:

Denken Sie bei der Auswertung solcher Listen immer daran, dass sie für ihr Geld ja auch eine ordentliche Leistung wollen. Und ziehen sie parallel die aktuellsten Netztests von „connect“ und „Chip Online“ zu Rate. Dann können Sie abschätzen, wo für vergleichsweise wenig Geld die vergleichsweise beste Leistung geboten wird. Wenn Sie in ein Restaurant gehen, ist der Preis für Sie auch nicht das einzig ausschlaggebende Kriterium.  

Die Besten-Listen im Internet

Auch im Internet kursieren zahlreiche Besten-Listen. Sie alle haben die gleiche Schwäche wie die Liste der Stiftung Warentest: Sie urteilen ausschließlich nach dem Preis und nicht nach der dafür gebotenen Leistung.  Und selbst der Preisvergleich ist nur bedingt aussagekräftig: Genau wie bei Stiftung Warentest wird nur der Grundpreis pro Monat bewertet.

Was an Nebengeräuschen fällig wird, geht erst gar nicht in die Rechnung ein: Die meisten Anbieter beispielsweise verlangen eine Anmeldegebühr. Bei anderen werden happige Gebühren fällig, wenn man einmal telefonisch Rat sucht. Bei manchen gilt das günstige Angebot nur für die Mindestlaufzeit des Vertrages, danach gibt es einen happigen Aufschlag.

Unser Tipp:

Schauen Sie bei den günstigen Angeboten auch auf die Nebenkosten, die Ihnen entstehen oder entstehen können. Der wichtigste Posten sind hier die Anschlussgebühren. Dazu kommen eventuell noch Kosten für Beratung per Telefon, falls Sie diese ab und an brauchen. Die schließlich sollten Sie im Kleingedruckten nachschauen, ob der Preis nach der Mindestlaufzeit des Vertrages bleibt oder angehoben wird. 

Autor: ET

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