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DSL-Ersatz-Lösungen für den Osten

Rostock, 17.05.2007

Politiker und Vertreter aus der Wirtschaft aus Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern beklagen zunehmend Nachteile ihrer Bundesländer bei der Versorgung mit Breitbandanschlüssen.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im sächsischen Landtag, Karl-Heinz Gerstenberg, warnte vor kurzem sogar vor einem Rückfall in alte DDR-Zeiten.

Sollte  Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) die Versorgung mit Breitbandtechnologien vollständig dem Markt überlassen, würden "ganze Täler von Ahnungslosen" entstehen, sagte der studierte Informationstechniker in Dresden. Mit dieser Anspielung Gerstenbergs war der Ruf Dresdens in der ehemaligen DDR gemeint. Weil die Bewohner des Elbtales kein terrestrisches Westfernsehen empfangen konnte, wurde die Region als "Tal der Ahnungslosen" verspottet. Den Grünen zufolge lehnt Jurks Ministerium eine öffentliche Förderung für Breitbandtechnik ab. Deshalb soll das Thema nun im Landtag diskutiert werden.

IHK-Beratungen zu UMTS

Eine Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rostock, die vor kurzem in Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht wurde, zeigt eindeutig, dass bei Breitbandtechnologien im Osten nach wie vor Nachholbedarf besteht.

Wie aus der aktuellen Studie hervorgeht verfügt etwa ein Viertel der Gewerbegebiete in Mecklenburg-Vorpommern über keinen schnellen Internetanschluss. Vor allem in ländlichen Regionen, aber auch in Randlagen von Zentren gebe es vielerorts keine DSL-Anschlüsse. Dies sei ein Wettbewerbsnachteil für die Standorte, die dadurch an Attraktivität für Gewerbetreibende verlieren würden. Auch Wohngebiete ohne Breitbandanschlüsse litten zunehmend. Kammergeschäftsführer Rolf Paarmann forderte gemeinsame Anstrengungen von Unternehmen, Kommunen und Land zur Verbesserung der Situation. Da insbesondere in Regionen mit geringen Nutzerzahlen auch künftig nicht mit einer Vollversorgung zu rechnen sei, bietet die IHK seit Kurzem entsprechende Beratungen zu alternativen Internetzugängen via UMTS an.

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