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grünen Links?
Wireless USB macht Bluetooth Konkurrenz
22.1.2008
Wireless USB, kurz WUSB genannt, ist in Amerika der neueste Trend, was Übertragungstechnologien anbelangt. Das neue Verfahren ist direkter Konkurrent vom bereits etablierten Bluetooth-System. Wenn es nach den Entwicklern geht, so soll WUSB innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre nicht nur in Deutschland fester Standard in Wohnzimmern und Büros werden.
In den letzten Jahren haben sich drahtlose Verbindungen fest etabliert. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie bieten den Kunden nicht nur bessere Flexibilität in der Kombination einzelner Geräte, drahtlose Verbindungen verleihen jedem Netzwerk darüber hinaus höchste Mobilität. Zudem sind drahtlose Verbindungen billiger als herkömmliche Kabelverbindungen, denen sie auch in Sachen Sicherheit mittlerweile in nichts mehr nachstehen. Insofern verwundert es nicht, dass sich die Anzahl verkaufter WLAN-Empfänger seit 2003 um mehr als 46 Prozent gesteigert hat.
WUSB funkt mit bis zu 480 Mbit/s
Das neue Wireless USB – kurz WUSB – funkt mit Datenraten bis 480 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) in einem breiten Frequenzband von 3,1 und 10,6 GHz. Die Integration von WUSB in die einzelnen länderspezifischen Funkstandards ist dementsprechend nicht immer einfach: Erst letzte Woche hat die Bundesnetzagentur für WUSB den Frequenzbereich von 6,0 – 8,5 GHz freigegeben. In Zukunft sollen länderübergreifende Standards festgesetzt werden, so dass auch im Urlaub ein problemloses Verbinden von Sender und Empfänger gewährleistet werden kann.
Die WUSB-Technologie funkt zudem mit geringer Sendeleistung. Verglichen mit einem Standard-Handy, das es auf ein Watt bringt, sind es bei WUSB gerade einmal 0,6 bis ein Milliwatt.
WUSB-Kommunikation zwischen Tastatur, Drucker, Scanner und Maus
In naher Zukunft soll WUSB nicht nur den PC mit Peripheriegeräten koppeln, sondern auch den Endgeräten untereinander zur gemeinsamen Kommunikation verhelfen. Der taiwanesische Funktechnologiehersteller D-Link, der zugleich Vorreiter bei der WUSB-Technologie ist und die neue Übertragungsart auf der diesjährigen CeBIT vorstellen möchte, sieht die Einsatzgebiete von WUSB bei der Verbindung von Tastatur, Maus, Drucker und Scanner. Aber auch die externe Festplatte, Fernseher, Kameras und Handys sollen zukünftig über WUSB miteinander kommunizieren.
Was die Partnersuche anbelangt, so D-Link in Amerika bereits die Fühler ausgestreckt: Samsung hat vor kurzem einen Fernseher mit Wireless USB vorgestellt und auch Panasonic hat erste Digitalkameras und Camcorder mit dem Funkmodul ausgestattet. Eine gewisse Größe der Endgeräte setzt das WUSB-Verfahren noch voraus, denn der Chip, der die Technologie ermöglicht, leidet derzeit noch an leichtem Übergewicht. Aus diesem Grund werden Handys vermutlich erst zu einem späteren Zeitpunkt mit einem WUSB-Anschluss ausgestattet.
WUSB-Technologie nicht günstig
Wie jede populäre Technik, die aber noch in den Kinderschuhen steckt, ist auch WUSB kein günstiges Produkt. Der WUSB-Hub inklusive des Empfängers, den D-Link derzeit auf dem amerikanischen Markt lanciert, kostet den Endkunden aufgrund der hohen Entwicklungskosten stolze 100 Euro – das Konkurrenzprodukt von Bluetooth gibt es bereits ab 20 Euro. D-Link hat das Problem erkannt: "Wir machen uns nichts vor. Wir werden den Preis auf kurz oder lang nach unten drücken müssen", sagte ein Sprecher des Unternehmens. In naher Zukunft möchte man der Bluetooth-Technologie zumindest mit 50 Euro konkurrieren können.
D-Link wird seine WUSB-Lösungen zunächst auf der CeBIT 2008 vorstellen. Im dritten Quartal 2008 sollen entsprechende WUSB-HUBs und WUSB-Empfänger auch im deutschen Handel verfügbar sein.
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