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Live-Demo-Einsatz von LTE-Endgeräten auf CeBIT

06.03.2008

Der deutsche Mobilfunkanbieter T-Mobile und der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson geben auf der CeBIT mit einer LTE Live Demonstration einen Vorgeschmack auf die mobile Breitband-Welt der kommenden Jahre.

 

LTE (Long Term Evolution) wurde als zukünftiger Netzstandard von der 3GPP-Gruppe definiert und als Nachfolger der heute im Einsatz befindlichen HSPA-Technologie designiert.

LTE Leistungsdaten

Als Teil der NGMN (Next Generation Mobile Networks) Initiative verfügt LTE über eine Bandbreite, die zuvor von keiner für den Massenmarkt bestimmten Übertragungstechnologie erreicht wurde. Mit Downloadraten von bis zu 170 Mbit/s und Uploadraten von bis zu 50 Mbit/s stellt die LTE-Geschwindigkeit auch die heute gängigen DSL-Anschlüsse in den Schatten. Dort ist in der Regel ab 25 Mbit/s Schluss. Dafür müssen sich unter Umständen mehrere Teilnehmer die LTE Bandbreite teilen. Die Technologie ist rückwärtskompatibel zu UMTS und stellt somit die Bandbreite pro Zelle bereit. Bei den angegebenen Übertragungsraten handelt es sich folglich um Multi-User-Datenraten, d.h. je mehr Nutzer sich in einer LTE-Zelle befinden, desto weniger Bandbreite bleibt für jeden einzelnen übrig.

Der prinzipielle Vorsprung bei der Bandbreite ist nicht der einzige Vorteil von LTE. Gerade mobile Gamer dürften sich über die bis zu viermal geringeren Latenzzeiten freuen, da ein kleinerer Ping nicht nur den Aufruf von Webseiten beschleunigt, sondern auch verbesserte Reaktionszeiten bei diversen Multiplayer-Online-Spielen ermöglicht.

Anbieter und Anwender profitieren von LTE

Für die Netzbetreiber ist LTE aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen und im Hinblick auf das angestrebte Wachstum der Branche im Bereich des mobilen Internets interessant. Torbjörn Possne, Vice President Sales & Marketing bei Ericsson, dazu: "Mit dem nächsten Evolutionsschritt LTE werden ab 2009 noch wesentlich höhere Datendurchsatzraten zu gerigneren Kosten pro Megabyte möglich. Das wird eine Vielzahl neuer Multimediaangebote hervorbringen, die der Verbraucher nahtlos überall, wo er eine Verbindung hat, wann immer er will auf beinahe jedem Endgerät nutzen kann. Mobilfunkbetreiber können Teile ihrer bestehenden Netze weiterverwenden, da LTE als 3GPP-Standard rückwärtskompatibel zu WCDMA/HSPA und GSM ist."

Im Hinblick auf die massive Ausweitung des Datenvolumens, das durch immer aufwändigere Web 2.0-Anwendungen gegenwärtig exponentiell anwächst, kann LTE dabei helfen, den Bandbreiten-Flaschenhals beim Endkunden zu beseitigen oder zumindest auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Schon heute kündigen Betreiber von Web-2.0-Portalen gerne vollmundig an, von Anwendern generierte Inhalte in HD-Qualität übertragen zu wollen. Ohne LTE lassen sich solche Datenmengen von unterwegs aber nur schwer bewältigen. Wenn die Prognosen über die Leistungsfähigkeit der neuen Technologie zutreffen kann man wohl davon ausgehen, daß LTE ein neues Zeitalter bei der Nutzung des mobilen Internets einläuten wird.

Autor: PN

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