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T-Mobile setzt auf das mobile Internet
17.10.2008
Der größte deutsche Mobilfunkanbieter T-Mobile hat eine neue Strategie angekündigt: Die Telekom-Tochter möchte ins Laptop-Geschäft einsteigen und so den Bereich Mobiles-Breitband vorantreiben. Das iPhone 3G soll ab Oktober erstmals ohne Vertragsbindung angeboten werden. Und schließlich bringt T-Mobile das erste Android-Handy heraus, auch dies ein weiterer Schritt in Richtung mobile Internet-Nutzung.
Bereits heute würden 4,2 Millionen T-Mobile-Kunden in Europa mobil auf das Internet zugreifen, sagte Christopher Schläffer, Produktchef der Telekom vor kurzem in Berlin. Das sind immerhin doppelt so viele Nutzer wie im Vorjahr. Nun möchte der Mobilfunkprovider Kunden mit einer Daten-Flatrate Notebooks zum Preis von einem Euro anbieten. Dabei handelt es sich um so genannte Netbooks, die kaum mehr als ein Kilogramm wiegen und mit einem integrierten UMTS-Anschluss ausgestattet sind.
Netbooks für einen Euro und Android-Handy
Man arbeite eng mit führenden Laptop-Herstellern zusammen, hieß es bei der Telekom weiter. Das Unternehmen wachse deutlich schneller als der Markt, so Schläffer: T-Mobile hat im zweiten Quartal 2008 seine Umsätze im Datengeschäft europaweit um 47 Prozent gesteigert auf 350 Millionen Euro. Der Konkurrent Vodafone konnte im gleichen Zeitraum ein Plus von 25 Prozent auf 220 Millionen Euro verzeichnen. Dass das mobile Internet auf dem Weg zum Massenmarkt ist, glaubt auch T-Mobile-Chef Philip Humm: Er gehe von einem Marktvolumen von etwa 2,4 Milliarden Euro aus, derzeit stehe die mobile Datenkommunikation aber noch am Anfang.
T-Mobile hat außerdem vor kurzem in New York das erste Handy mit dem Betriebssystem „Android“ vorgestellt. Das von Google initiierte „Android“-System ist quelloffen, es kann also von einer weltweiten Entwicklergemeinde beeinflusst werden. Hinter dem neuen Betriebssystem stehen mehr als 30 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen des Telekommunikationsmarktes. Derzeit dominiert Nokia das Marktsegment der Smartphones, weitere Konkurrenten sind Apple und RIM mit ihren mobilen Endgeräten iPhone und BlackBerry. Mit dem Launch des Android-Handys durch T-Mobile kommt nun ein neuer mächtiger Player auf den Markt des „Mobile Internet“.
iPhone erstmals ohne Vertragsbindung
Die Treiber des mobilen Internets seien netzfähige Notebooks und intelligente UMTS-Handys bzw. Smartphones, sagte Produktchef Schläffer. Damit meint er auch das Musik- und Daten-Handy iPhone. Seit knapp einem Jahr vertreibt T-Mobile das Endgerät von Apple exklusiv, seit gut drei Monaten in der UMTS-fähigen Variante. Das iPhone 3G hat europaweit bereits 120.000 Abnehmer gefunden, 75.000 davon in Deutschland.
Ab Oktober soll das UMTS-iPhone mit acht Gigabyte Speicherplatz erstmals ohne Vertragsbindung angeboten werden. Der Preis soll bei knapp 570 Euro liegen, inklusive 100 Gesprächsminuten. "Unser Ziel war es von Beginn an, mit dem iPhone das Mobile Internet zu treiben – dieses Ziel haben wir erreicht", freute sich T-Mobile-Chef Humm.
Autor: FN
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