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Netz und Netzausbau bei O2
Ratgeber: Mobilfunknetz von o2
O2 hat ein gutes Netz und große Pläne: In den letzten vier Jahren hat die Münchener Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns rund 4 Milliarden Euro in den Netzausbau investiert und sieht sich nun auf Augenhöhe mit Vodafone und T-Mobile. Diese Selbsteinschätzung wurde von den Netztestern der Zeitschrift connect im Connect-Netz-Test 2009 und im Connect Netztest 2010 bestätigt.
Und der Netzausbau soll weitergehen, O2 rüstet sich für den Wettkampf ums mobile Internet. Für 1,38 Milliarden Euro wurden 2010 insgesamt sieben neue Mobilfunkfrequenzen ersteigert, darunter zwei Blöcke im 800-Megahertz-Bereich, die technische Grundlage für ein bundesweites LTE-Netz, das Daten künftig noch schneller übertragen soll. In München und Halle werden seit 2010 die ersten städtischen LTE-Netze getestet. Parallel dazu läuft in München seit Ende 2009 noch ein Großversuch mit der Datenbeschleunigungs-Technologie HSPA+, an dem die O2-Kunden teilnehmen.
2011: Das o2 Netz wird kontinuierlich ausgebaut
Bis Ende des Jahres 2011 will Telefónica O2 mit der Datenfunktechnik HSPA in UMTS-Netzen statt wie bisher 65 Prozent nun 70 Prozent der Bevölkerung erreichen. Mit UMTS und EDGE in den GSM-Netzen erreicht man derzeit 99 Prozent der Bevölkerung. Beim LTE-Ausbau hält sich Telefónica O2 derzeit erkennbar zurück. Es gibt ein paar LTE-Standorte im ländlichen Bereich, zum LTE-Ausbau in Städten wurde bisher nichts mitgeteilt.
Beim Netztest der Stiftung Warentest vom August 2011 wurde das mobile Datenfunknetz mit der Note „befriedigend“ (2,6) bewertet und erreichte den dritten Platz. „Die Ladezeiten beim Surfen sind vergleichbar mit denen im Telekom-Netz“ so die Tester. Beim Herunterladen von großen Dateien blieb man zwar merklich zurück hinter Vodafone und Telekom, lag aber deutlich vor E-Plus.
2010: Netzabdeckung und UMTS Verfügbarkeit bei o2
Mit seinem mobilen Datennetz erreicht O2 im Jahr 2010, eigenen Angaben zufolge, rund 99 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, mit den schnellen Datentechnologien HSDPA und HSUPA fürs mobile Internet-Surfen im Mobilfunknetz der dritten Generation bereits mehr als 65 Prozent. Als Ergänzung gibt es im übrigen Gebiet den Datenbeschleuniger EDGE im Mobilfunknetz der zweiten Generation. Bei Plänen zum o2-LTE-Ausbau hält man sich noch bedeckt.

Damit hat O2 in weiten Bereichen erfolgreich zu den früheren Spitzenreitern Vodafone und T-Mobile aufgeschlossen und alle Voraussetzungen geschaffen, bei der flächendeckenden Verbreitung neuer und noch schnellerer Datenübertragung per Mobilfunk ganz vorne dabei zu sein.
Beim Connect Netztest 2010 kommt o2 mit der Gesamtnote gut zum ersten Mal auf den zweiten Platz – vor Telekom und hinter Vodafone. In der Stadt kann man bei 83,5 Prozent der Verbindungen Geschwindigkeiten von über einem Megabit erreichen, auf dem Land bei 52, 7 Prozent. Besonders der letzte Wert zeigt, dass das Mobilfunknetz von O2 nun auch in der Fläche gut ausgebaut ist. Für das Herunterladen von drei Webseiten in der Stadt braucht man 18,1 Sekunden, beim schnellen Surfen ist noch Luft nach oben.
2009: Telefonieren sehr gut, Datenübertragung gut
Beim Connect-Netztest 2009 belegte O2 in städtischen Regionen zusammen mit dem Konkurrenten Vodafone den ersten Platz in Sachen Telefonieren. Auf dem Lande reicht es dagegen nur zu Platz drei - dennoch gab es ein „sehr gut“ im Bereich Sprachtelefonie.

In der Stadt wurde beim mobilen Surfen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund zwei Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen, in punkto Datennetz reicht das in städtischen Gebieten für einen zweiten Platz hinter Vodafone. Auf dem Land liegt man mit diesem Konkurrenten praktisch gleichauf – vor den übrigen Mitbewerbern. Insgesamt gab es die Gesamtnote gut und Platz drei, knapp hinter T-Mobile doch um Längen vor E-Plus. Das Fazit der Tester: Für mobile Geschäftsleute ist O2 mittlerweile eine gute Alternative.
2008: UMTS wird mit schnellen Datentechnologien aufgerüstet
Im Jahr 2008 rüsten die Münchener ihr bestehendes UMTS-Netz komplett mit der Datenbeschleunigungs-Technologie HSDPA aus, wo es kein UMTS gibt, sorgt EDGE für eine schnelle Datenübertragung.
Die Netztester von „connect“ bemängeln in ihrem Jahresbericht vor allem die Telefonie-Qualität auf dem flachen Land oder in ICEs. Gelobt wird O2 dagegen für die flotte Internetnutzung – hier geht es im städtischen Raum schon sehr zügig voran, im ländlichen Raum hat man gegenüber den Mitkonkurrenten noch einiges aufzuholen.
2007: O2 setzt zur Aufholjagd an
Im Jahr 2007 setzt O2, das 1998 – damals noch unter dem Namen Viag Interkom - als letzter Mobilfunkbetreiber startete, zur großen Aufholjagd an. Noch leidet man an den Mängeln des späten Starts, noch immer werden Kunden überall da, wo es kein eigenes O2-Netz gibt auf das Netz des Konkurrenten T-Mobile geschaltet – wofür das Unternehmen ordentlich zahlen muss. Deshalb konzentriert man erst jetzt auf den flächendeckenden Ausbau mit GSM-Basisstationen der zweiten Mobilfunkgeneration. Doch es soll es noch bis 2010 dauern, bis man ein komplettes eigenes Netz hat: Erst ab 5. Januar 2010 laufen alle Mobilfunkgespräche sowie der gesamte mobile Datenverkehr über das eigene O2-Mobilfunknetz.
Vor 2007 wurde der UMTS-Ausbau betrieben und das mit ordentlichen Ergebnissen: In den Städten hat man zum großen Teil die Abdeckung mit dem Mobilfunknetz der dritten Generation erreicht, doch klaffen erhebliche Lücken auf dem flachen Land zwischen großen Städten. Über schnelle Datenübertragung mit HSDPA (damals mit bis zu 1,8 Megabit pro Sekunde) können sich nur O2 Kunden in den Großstädten Berlin, Hamburg, München. Köln, Düsseldorf und Frankfurt freuen.
Beim Netztest der Zeitschrift connect landet man auf dem dritten Platz – nur hauchdünn vor E-Plus, das Gesamturteil ist ein „befriedigend“.
2006: Übernahme durch Telefónica
Ab 1. Februar 2006 übernahm der spanische Konzern Telefónica S.A. das Münchener Mobilfunkunternehmen O2. Ab 1. Dezember wird in einigen Ballungszentren im UMTS-Netz die HSDPA-Technologie zur schnelleren Datenübertragung eingerichtet, das UMTS-Netz hatte man seit 2004 aufgebaut.
Da man noch kein flächendeckendes Netz hat, muss man das Netz des Mitbewerbers T-Mobile nutzen. Das hat Vor- und Nachteile: Einerseits profitiert man von diesem gut ausgebauten Netz, andererseits kommt es beim Telefonieren oder Datensenden in der Bahn zu Problemen, so monieren die Tester der Zeitschrift „connect“. Die gute Sprachqualität beim Telefonieren und höhere Datenraten beim Mailversand bescheren O2 jedoch einen dritten Platz mit dem Gesamturteil befriedigend.
Autor: ET
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