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UMTS-Tarife: Mehr Nutzer, billigere Preise
Ratgeber: Alle UMTS-Tarifarten im Überblick
Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen mobiles Internet: In den letzten Jahren hat sich die Datenmenge, die so übertragen wird von Jahr zu Jahr mindestens verdreifacht. Gleichzeitig sanken die Preise auf unter zehn Cent pro Megabyte, vor ein paar Jahren waren es noch 40 Cent.
Der wachsende Datenhunger von immer mehr mobilen Nutzern ließ auch die Zahl der Anbieter von Tarifen wachsen, es gibt eine ganze Flut von UMTS-Tarifen. Wir stellen die wichtigsten Tairfarten vor.
Flatrates
Der Begriff Flatrates wird heute bei allen möglichen UMTS-Tarifen verwendet und soll wohl suggerieren, dass man hier für wenig Geld unbegrenzt surfen kann. Das ist falsch: Anders als bei DSL-Anschlüssen ist im Mobilfunk auch bei den so genannten Flatrates ab einer bestimmten Menge an verbrauchten Daten Schluss.
Dann gibt es drei Möglichkeiten: Erstens die Verbindung wird im Tempo auf maximal 64 Kilobit pro Sekunde heruntergesetzt, das reicht gerade noch, um kleinere Emails zu verschicken – dies ist bei den meisten Tarifen der Fall. Oder die Verbindung wird jäh gekappt, diese Möglichkeit gibt es bei einigen – aber nicht allen – Prepaid-Tarifen. Oder man zahlt für jedes weitere Megabyte eine ordentliche Zusatzgebühr, diese Möglichkeit gibt es bei Laufzeitverträgen. Wer also einen Tarif bucht sollte genau schauen, was die Datenobergrenze ist und was nach Überschreitung dieser Grenze mit seiner Verbindung gemacht wird.
Prepaid-Tarife
Prepaid-Tarife werden im Voraus bezahlt, kann nur so viel surfen, wie man bezahlt hat. Das schützt vor unangenehmen Überraschungen am Monatsende. Der zweite Vorteil: Man bindet sich nicht für einen längeren Zeitraum an einen Anbieter, sondern kann jederzeit wechseln. Gebucht werden bestimmte Zeiträume: ein paar Minuten, ein Tag, mehrere Tage, ein Monat oder drei Monate.
Bei diesen Angeboten gibt es eine Datenhöchstmenge. Hat der Kunde diese erreicht, kappt der Anbieter entweder die Verbindung komplett, oder er setzt das Tempo soweit herunter, dass man nur noch sehr langsam surfen kann. Der branchenübliche Ausdruck dafür heißt: Zurücksetzen auf GPRS-Niveau. In der Praxis kann man damit allenfalls noch kleinere Mails verschicken.
Laufzeit-Tarife
Bei Laufzeitverträgen bindet sich der Kunde dagegen für einen bestimmten Zeitraum – von einem halben Jahr bis zu zwei Jahren – an einen Anbieter. Er zahlt pro Monat eine feste Summe und erhält dafür eine bestimmte Datenmenge für schnelles Surfen. Die Preise hängen dabei von dieser Datenmenge ab.
Wird die Datenmenge erreicht, wird entweder das Tempo gedrosselt, in aller Regel wie bei den Prepaid-Tarifen auf GPRS-Niveau. Bei einigen Tarifen wird das Tempo nicht gedrosselt, stattdessen wird pro Megabyte mehr verbrauchte Daten eine Zusatzgebühr verlangt.
Tempo-Tarife
Eine neue Tarifvariante hat der Anbieter Vodafone geschaffen: Bei ihm gibt es Tarife, die nach dem maximal erreichbaren Tempo der Datenübertragung gestaffelt sind.
Dies sind ebenfalls Laufzeit-Tarife, doch hier wählt man nach dem Tempo plus der Datenmenge aus: Je höher das maximale Tempo, desto größer die Datenmenge, die man mit diesem Tempo verbrauchen kann. Ist die maximale Datenmenge erreicht, wird das Tempo auf 64 Kilobit pro Sekunde heruntergefahren.
Autor: ET
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