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Zahl der UMTS-Anschlüsse in Westeuropa steigt

27.06.2008

Kommerzielle UMTS-Betreiber und passende 3G-Endgeräte gibt es erst seit 2003. Fünf Jahre später werden in Europa bereits über 100 Millionen UMTS-Anschlüsse verzeichnet. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Marktforschungsunternehmens Informa Telecoms & Media hervor.

Ende Mai 2008 existierten 910,8 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Europa, heißt es in dem Bericht weiter. 101,5 Millionen dieser Anschlüsse wurden für die Sprach- oder Datenübertragung in einem UMTS-Netz genutzt, das entspricht 11,1 Prozent. In sieben europäischen Ländern funktioniert bereits mehr als jeder vierte Mobilfunkanschluss über UMTS: namentlich sind das Finnland, Italien, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien. In Großbritannien, Irland und der Schweiz sind es knapp unter 20 Prozent der Anschlüsse. Deutschland liegt etwas dahinter mit 14 Prozent.

Über 100 Millionen UMTS-fähige Anschlüsse

Wie die Zahlen von Informa zeigen, ist UMTS in jenen Ländern besonders stark verbreitet, in denen die 3G-Technologie früh eingeführt wurde. In Italien wurde UMTS zuerst im März 2003 vom Provider „3“ eingeführt, kurz darauf folgten die Länder Großbritannien, Österreich und Schweden. Dementsprechend weist Italien mit 28, 7 Prozent die höchste Marktdurchdringung auf. Außerdem hat sich UMTS dort am meisten durchgesetzt, wo ein reiner UMTS-Anbieter auf dem Markt ist.

Dagegen ist die Verbreitung von UMTS in Zentral- und Osteuropa wesentlich geringer: Insgesamt gibt es in dieser Region lediglich 7,8 Millionen UMTS-Anschlüsse, das entspricht 1,9 Prozent aller Mobilfunkanschlüsse. Allerdings erwarten die Marktanalysten von Informa, dass bis zum Jahr 2011 jeder zehnte Anschluss in Zentral- und Osteuropa UMTS-fähig sein wird. Diesen Verbreitungsgrad der 3G-Technologie haben im Osten bislang nur Slowenien und Georgien erreicht. Grund für die erwartete Zunahme seien die fallenden Preise für UMTS-Geräte, schreiben die Autoren der Informa-Studie. In Westeuropa haben die Wachstumsraten von 3G-Endgeräten im ersten Quartal 2008 leicht nachgelassen. Laut Informa wurden diese Verluste aber durch eine steigende Nachfrage im Bereich der UMTS/ HSPA-Datenkarten und -Modems aufgefangen.

Autor: FN

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