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Motorola: 2009 kommt der Durchbruch der Femtozellen

26.06.2008

Guter Empfang in Innenräumen, verbesserte Sprachqualität und niedrige Gesprächskosten – Femtozellen, also kleine private UMTS-Funkzellen, haben viel zu bieten. Bei den europäischen Mobilfunkkunden ist das Interesse an der neuen Technologie groß, wie eine aktuelle Studie im Auftrag von Motorola ergeben hat.

40 Prozent der 1.800 befragten Handy- und Internetnutzer wollen sich in den nächsten zwölf Monaten eine Femtozelle zulegen. 75 Prozent der Befragten möchten mehr Informationen bekommen über die kleinen Funkzellen. Diese Zahlen veröffentlichten die Marktanalysten von ABI Research, welche die Studie in sechs europäischen Ländern durchgeführt hatten.

Großes Interesse in Polen, Spanien und Italien

Motorolas Prognose, dass im kommenden Jahr der Durchbruch der Femtozellen bevorstehe, hat sich durch die Ergebnisse der Untersuchung bestätigt. Starkes Interesse an der privaten Funkzelle haben vor allem die Polen (67 Prozent), dicht gefolgt von den Spaniern (62 Prozent) und Italienern (61 Prozent). In Frankreich und Großbritannien (beide jeweils 34 Prozent) sowie in Deutschland (33 Prozent) interessiert sich etwa ein Drittel der Bevölkerung für die neue Technologie. Motorola testet seine HSPA-Femtozellen-Lösung derzeit mit verschiedenen europäischen Netzbetreibern.

Eine Femtozelle ist eine kleine UMTS-Basisstation für den privaten Haushalt. Sie erweitert das Mobilfunknetz beispielsweise in der eigenen Wohnung. Die Nutzung ist mit jedem UMTS-fähigen Telefon möglich. Die Anbindung an das Netzwerk des Mobilfunkbetreibers erfolgt über den privaten DSL-Anschluss, wobei die Daten für die Übertragung verschlüsselt werden. Mittels einer Femtozelle kann der Verbraucher unter optimalen Gesprächsverbindungen günstig über das Internet telefonieren. 

Verbraucher wollen „einen Dienst für alles“

Bisher dürfen die UMTS-Funkzellen nur von Dienstleistern mit lizensierten Bandbreiten angeboten werden. 54 Prozent der von ABI Research befragten Nutzer wollen demnach eine Femtozelle von ihrem derzeitigen Breitbandanbieter beziehen. Die kleinen Funkzellen könnten die Produktpalette von vorhandnen Breitbanddiensten erweitern, folgern die Marktanalysten. Über ein Drittel der Umfrageteilnehmer sind außerdem an einem gebündelten Kommunikationsdienst interessiert. Davon würden vor allem integrierte Netzbetreiber profitieren, die sowohl Handy- wie auch Breitband-Services anbieten, heißt es weiter in der Studie. Dementsprechend lautet ein häufiger Einwand gegen diese Praxis, dass die Mobilfunkbetreiber ihre Kunden mit Hilfe der Femtozellen noch stärker an sich binden könnten.

Großen Wert legen die Verbraucher auf die Benutzerfreundlichkeit der neuen Technologie. Die Befragten gaben an, ihre Zeit nicht mit dem Einrichten der Technik verbringen zu wollen. Selbstkonfigurierende Systeme werden klar bevorzugt, der Nutzer erwartet, dass die Ausrüstung „out-of-the-box“ funktioniert.

Autor: FN

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