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Telekom und Vodafone kooperieren beim VDSL-Ausbau

05.01.2009

VDSL steht für einen besonders schnellen Internet-Zugang (Very fast DSL) – derzeit verfügen 31 deutsche Städte über ein VDSL-Netz. Es bietet Übertragungskapazitäten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde. Nun hat die Deutsche Telekom angekündigt, beim Ausbau des Breitbandnetzes erstmals mit einem Konkurrenten zusammen arbeiten zu wollen.

Für das kommende Jahr plane man zwei Pilotprojekte in Kooperation mit Vodafone, verkündete der Telekom-Festnetzchef Timotheus Höttges gegenüber der Nachrichtenagentur AFP vorletzte Woche. Die Telekom wird dem Wettbewerber Teile ihrer Infrastruktur zur Verfügung stellen, so dass Vodafone damit ein eigenes Glasfasernetz aufbauen kann.

Telekom stellt Rohre und Verteilerkästen zur Verfügung

Im unterfränkischen Würzburg will die Telekom Vodafone Leerrohre und Verteilerkästen überlassen, in Heilbronn möchten die beiden Unternehmen ihre VDSL-Netze parallel ausbauen. Geplant ist ein gemeinsamer Schacht für neue Glasfaserkabel und die entsprechende Technik.

"Wir probieren technisch aus, wie diese Zusammenarbeit funktionieren kann", sagte T-Home-Vorstand Höttges. "Wir zeigen mit dieser Kooperation, dass wir die neuen schnellen Netze nicht monopolisieren wollen. Mit dem Ausbau können rund 100.000 Haushalte in den beiden Städten mit schnellem Internet versorgt werden", so der Telekom-Manager. Weitere Kooperationen in drei anderen deutschen Städten seien in Planung.

Telekom will Netzaufbau nicht alleine stemmen 

Beim Aufbau der VDSL-Infrastruktur seien alle Wettbewerber gefragt, betonte Höttges. Die Konkurrenten der Telekom müssten sich fair an den Kosten des Netzausbaus beteiligen. Vor allem dürfe die Bundesnetzagentur die Preisvorgaben für die Deutsche Telekom nicht weiter senken, forderte der Festnetzchef mit Nachdruck: "Wir brauchen die Datenautobahn. Diese hohen Investitionen schafft die Branche aber nicht in der bisherigen Regulierungslogik. Wir brauchen in Deutschland eine breite Diskussion, wie die Hochgeschwindigkeits-Infrastruktur entstehen kann", so Höttges. 

Bislang legt die Bundesnetzagentur alle zwei Jahre neu fest, wie viel die Konkurrenten für die Nutzung der Anschlüsse an die Telekom zahlen müssen. Zuletzt hatte die Regulierungsbehörde die Gebühren immer weiter gesenkt. Aktuell hält die deutsche Telekom 47 Prozent der Marktanteile im Breitbandgeschäft. "Wie sollen wir dann alleine 100 Prozent des neuen Netzes aufbauen, wenn gleichzeitig die Vorleistungspreise immer weiter sinken?", kritisierte der T-Home-Vorstand die Situation.

Autor: FN

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