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Über 100 kostenlose WLAN-Hotspots zur EM
29.05.2008
In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. In Wien ist man bestens auf die Fans vorbereitet: Zahlreiche Anbieter von WLAN-Hotspots werden Einheimischen wie Touristen ermöglichen, jederzeit gratis ins Internet zu gehen.
Auch ohne mobile Datenkarte können Fußballbegeisterte so etwa Live-Ticker mitverfolgen, Hintergrundberichte abrufen oder an Chatforen teilnehmen.
Wien: Kostenlose Hotspots in Cafes und Hotels
Freewave.at bietet knapp hundert WLAN-Hotspots rund um die Wiener Fanmeile an. Insbesondere Hotels und Kaffeehäuser haben den Dienst abonniert und übernehmen für ihre Gäste die Kosten für den Internetzugang. Nutzer können hier also kostenlos und ohne Registrierung via WLAN online gehen.
Dieses Angebot beschränkt sich allerdings auf die Hauptstadt, in den anderen Austragungsorten Klagenfurt und Salzburg gibt es keine Freewave-Hotspots. Anbieter wie A1 und T-Mobile haben zur EM ausschließlich in Mobilfunk-Sendemasten investiert, Hotspot-Kapazitäten seien laut T-Mobile ausreichend vorhanden. Diese WLAN-Zugänge stehen nur den Mobilfunkkunden zur Verfügung.
WLAN: Kostenlos und anonym Surfen
Unter dem Motto „Surfen ohne Big Brother“ stellt die Bürgerrechtsorganisation „quintessenz“ ebenfalls WLAN-Hotspots zur Verfügung: Fünf sogenannte „q/spots“ in Wien, beispielsweise im MuseumsQuartier oder auf dem Karlsplatz, bieten einen kostenlosen und anonymen Internetzugang. Die Organisation möchte nach eigenen Angaben mit dieser Aktion „ein Zeichen gegen die zunehmende Aushöhlung der Privatsphäre setzen“.
Ein weiteres unabhängiges Projekt ist „FunkFeuer“: Gemäß dem Motto „Wir sind das Netz“ wird das experimentelle und nicht kommerzielle Netzwerk aufgebaut und betrieben von einem kleinen Team. FunkFeuer operiert in Wien, Graz, Bad Ischl und Teilen des Weinviertels. Theoretisch steht es jedem offen, allerdings sind die Kosten für die Erstausstattung mit rund 150 Euro recht hoch, außerdem haben nur Community-Mitglieder Zugang zum Netz. Voraussetzung für die Nutzung ist ein WLAN-Router oder ein PC, eine IP Adresse von FunkFeuer und das OLSR-Programm.
Die WLAN-Community „FON”
Der weltweit aktive Hotspot-Anbieter FON mit Sitz in Madrid setzt dagegen auf das System des DSL-Sharing: Das Unternehmen installiert und betreibt die WLAN-Hotspots nicht selbst, sondern greift beim Netzaufbau auf User zurück, die ihren Breitband-Internetzugang anderen FON-Mitgliedern zu Verfügung stellen. In Wien existiert bereits eine relativ große FON-Community, in Klagenfurt und Salzburg gibt es nur vereinzelt „Foneros“ und „Foneras“.
Für die Mitgliedschaft ist eine einmalige Investition in die Hardware (FON-Router für rund 15 Euro) nötig. FON verkauft auch Tickets zur Nutzung dieser Teilnehmer-Hotspots an User, die ihren Zugang nicht allen bereitstellen möchten. Wer sich also nicht extra einen Router anschaffen möchte oder seinen eigenen Zugang privat halten will, kann sich günstige Tagestickets zur Nutzung eines FON-Hotspots kaufen.
Autor: FN
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