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Datenspeicher-Überproduktion sorgt für fallende Preise
04.12.2008
Der Speichermarkt kommt nicht zur Ruhe. Die Preise für Flash-Speicher wie USB-Sticks und SD-Karten befinden sich seit geraumer Zeit im freien Fall. Das in der IT-Welt hoch angesehene Marktforschungsinstitut iSuppli hat die Prognosen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Den Hauptgrund für den Preisverfall bei Flash-Speichern sehen die Analysten von iSuppli in einer massiven Überproduktion.
Wurden letztes Jahr noch Flash-Speicher im Wert von 13,9 Milliarden US-Dollar verkauft, sollen es heuer nur rund zwölf Milliarden US-Dollar werden. Das sind 14 Prozent weniger als geplant. Für kommendes Jahr sieht die Situation nicht besser aus. Die Marktforscher von iSuppli erwarten einen weiteren Umsatzeinbruch von 15 Prozent.
Preise bei Nand-Flash-Chips sind um 20 Prozent gefallen
Die Produktionszahlen schießen zwar nach wie vor in die Höhe, dies kann den Preisverfall allerdings nicht kompensieren. iSuppli geht für das laufende Jahr von einem Plus von 126 Prozent aus sowie von 71 Prozent in 2009.
Der durchschnittliche Verkaufspreis pro GByte soll dieses Jahr um 62 Prozent fallen. Für das kommende Jahr rechnen die Analysten mit einem weiteren Niedergang von zusätzlichen 50 Prozent. Die Kurse der Nand-Flash-Chips sind seit Anfang November um über 20 Prozent gefallen.
Bei DRAM sieht es nicht viel besser aus
Neben NAND-Flash- betrifft der Preisverfall auch DDR2-Chips. Kingston und Transcend forderten in diesem Zusammenhang vor allem taiwanesische DRAM-Hersteller zu einem Umdenken auf. Wie aus einem Bericht von digitimes hervorgeht beschwört Peter Su, Chairman bei Transcend, die Chip-Produzenten zu einer Waffenruhe. Man dürfe sich nicht länger nur auf die Politik verlassen, sondern müsse anfangen sich selbst zu helfen. Das heißt, die Produktion reduzieren, mehr in Forschung, Entwicklung und kosteneffiziente Lösungen zu investieren. Nur so werde sich langfristig wieder ein Erfolg einstellen. Die DRAM-Preise bieten keine Luft mehr für weitere Senkungen. Daher muss die Branche gegensteuern, vor allem weil im ersten Halbjahr 2009 keine wirtschaftliche Besserung in Aussicht sei.
David Sun, Mitbegründer von Kingston Technology, stößt in dasselbe Horn: Jetzt sei die richtige Zeit für eine Konsolidierung und neue Strukturen. Je länger man Maßnahmen gegen die aktuelle Rezession hinauszögere, desto länger werde die Erholungsphase dauern, wird Sun in Internetberichten zitiert.
Autor: MN
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