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Datentarife für Anfänger

Ratgeber: Alles über Datentarife, Surftypen und versteckte Kosten

Sie gehen zum ersten Mal mit ihrem Laptop mobil ins Internet? Sie haben keine Ahnung, was für einen Tarif bei welchem Anbieter Sie wählen sollen?

Hier wird Ihnen geholfen: Der Ratgeber Datentarife für Anfänger sagt Ihnen, worauf Sie achten müssen und erklärt die unverständlichen Abkürzungen, denen Sie auf Schritt und Tritt begegnen.   

Die Surftypen und ihre Tarife

Als erstes sollten Sie sich fragen, was für ein Surf-Typ Sie sind. Denn danach können Sie den für Sie günstigsten Tarif auswählen.

Da sind erstens die Wenig-Surfer: Sie gehen zwei bis dreimal im Monat mobil ins Internet, wenn sie gerade unterwegs sind. Da schicken sie ein paar Emails mit Textanhang  ab, schauen sich die eine oder andere Webseite an, stellen in einem Forum einen Beitrag ein. Für solche Nutzer sind – gerade wenn sie zum ersten Mal mobil online gehen, die sogenannten Prepaid-Tarife ideal. Bei einem Prepaid-Tarif zahlen Sie im Voraus und können nur so viel surfen, wie sie gezahlt haben. Sie haben also die volle Kostenkontrolle, unangenehme Überraschungen bei der Endrechnung gibt es nicht. Es gibt unterschiedliche Zeitmengen, die sie kaufen können: Ein paar Minuten, ein Tag, mehrere Tage, einen Monat, drei Monate. Sie binden sich nicht an einen Anbieter, sondern können bei Bedarf wechseln.

Worauf Sie achten sollten bei der Auswahl eines solchen Tarifs: Bei diesen Angeboten gibt es eine Datenhöchstmenge, die Sie wegsurfen können. Ist diese erreicht, gibt es zwei Möglichkeiten: Der Anbieter kappt die Verbindung komplett oder er setzt das Tempo der Verbindung soweit herunter, dass sie nur noch ganz, ganz langsam voran kommen und allenfalls noch eine Webseite betrachten oder eine kurze Mail verschicken können. Wenn Sie sich für einen Tagestarif entscheiden, gibt es einen zweiten Punkt: Manche nehmen den Kalendertag als Berechnungsgrundlage. Wenn Sie als Spätaufsteher irgendwann am frühen Abend anfangen zu surfen, ist um 24 Uhr Schluss. Andere geben 24 Stunden, egal wann Sie anfangen. Auch dieses kleine Detail kann bei der Auswahl wichtig sein.

Der zweite Typ ist der regelmäßige Surfer. Sie sind nicht Tag und Nacht online, aber Sie gehen Tag für Tag regelmäßig ins Netz, und wollen alles, was man so im Internet machen kann mobil erledigen. Hier kann man schon über einen Laufzeitvertrag nachdenken. Sie zahlen dabei einen festen Betrag pro Monat und binden sich für eine bestimmte Zeit – zwischen sechs Monaten und zwei Jahren – an einen Anbieter. Auch hier erhalten Sie eine bestimmte Datenmenge pro Monat, die Sie flott wegsurfen können, danach wird das Tempo gedrosselt. Wie Sie sehen, ist die Datenmenge, die Sie verbrauchen sowohl bei der Auswahl von Prepaid-Tarifen als auch bei der Auswahl eines Laufzeitvertrages ein entscheidendes Kriterium.     

Wenn Sie ein sehr datenhungriger Typ sind – also beispielsweise ständig Bilddateien per Internet verschicken und/oder ständig Musiktitel oder gar Filme aus dem Netz herunterladen – dann sollten Sie in jedem Fall einen Laufzeitvertrag mit einer sehr großen Datenmenge für schnelles Surfen nehmen – derzeit sind zehn Gigabyte im Bereich mobiles Surfen die Obergrenze.

In jedem Fall sollten Sie bei einem Laufzeitvertrag auf einige Details im Kleingedruckten achten: Manche Anbieter offerieren für die Dauer der Mindestlaufzeit einen günstigen Tarif, ist diese Mindestlaufzeit um, zahlt der Kunde pro Monat deutlich mehr. In diesem Fall müssen Sie auch auf die Kündigungszeiten achten.   

Versteckte Kosten und die Wahl des Netzes 

Neben der Vertragsart – Prepaid oder Laufzeitvertrag – müssen Sie sich für einen bestimmten Anbieter entscheiden. Um es gleich vorwegzunehmen: Nicht immer ist das scheinbar billigste Angebot für Sie auch das Beste. Sie müssen  alles zusammenrechnen – beispielsweise die Anschlussgebühren oder die Versandkosten. Dann kann ein Anbieter, der einen scheinbar teureren Monatstarif hat auf einmal günstiger sein.      

Es hat sehr viele Angebote unter sehr vielen Markennamen im Internet. Doch tatsächlich gibt es nur vier Mobilfunknetze und in einem dieser vier Netze werden Sie unterwegs sein. Bevor man einen Tarif bei einem Anbieter nimmt, sollte man fragen, in welchem Mobilfunknetz man unterwegs ist; wenn dies auf der Webseite des Angebots nicht vermerkt ist, hilft die telefonische Auskunft des Anbieters weiter. 

Die drei besten Netze haben derzeit die Deutsche Telekom, O2 und Vodafone. Die Tarife im E-Plus-Netz sind meist deutlich billiger, doch ist es das mit Abstand langsamste und am wenigsten ausgebaute Netz. Womit wir bei den zwei Hauptkriterien bei der Netzauswahl sind: Schnelligkeit und Verfügbarkeit. Derzeit dürfte Vodafone das schnellste Netz haben, dicht dahinter liegen Telekom und O2.

Diese allgemeine Auskunft hilft ihnen nicht sonderlich weiter, denn Sie müssen wissen, welche Mobilfunknetze an den Orten, an denen Sie bevorzugt mobil online gehen, schnell und gut ausgebaut sind.

Hier haben die vier Betreiber Karten ins Internet gestellt, mit denen man prüfen kann, wo es schnelles Internet gibt.

Vodafone Funkabdeckung
Telekom Funkabdeckung
o2 UMTS Verfügbarkeits-Check
E-Plus (BASE) Funkabdeckung 

Von GSM mit HSPA+: Die leidigen Kürzel und was sie bedeuten

Auf diesen Karten lesen Sie erst mal einige unverständliche Kürzel wie GSM, GPRS, EDGE, UMTS, HPSA, HSDPA, HSUPA und HSPA+.             

Wenn Sie die Karten zur Netzabdeckung verstehen wollen, genügen folgende Grundkenntnisse: GSM, GPRS und EDGE sind Bezeichnungen für unterschiedliche Techniken der Datenübertragung per Funk. Sie gehören alle drei zur Gruppe der zweiten Mobilfunkgeneration (2G). Diese Techniken liefern eine vergleichsweise langsame Datenübertragung, die sich keinesfalls mit dem heimischen DSL-Anschluss messen kann. Für Emails ohne große Anhänge (wie beispielsweise Bilddateien) oder kurzes Surfen reicht es.

UMTS, HPSA, HSUPA und HSPA+ sind Techniken der Datenübertragung per Funk, die zur Gruppe der dritten Mobilfunkgeneration gehören. Was das Herunterladen und Senden von Dateien angeht, können sie mit einem langsameren heimischen DSL-Anschluss mithalten. Das Herunterladen von Webseiten dauert aber auch mit diesen derzeit schnellsten Techniken spürbar länger – in den schnellsten Netzen brauchen Sie derzeit im Schnitt pro Webseite zwischen drei und sechs Sekunden.         

Die neueste Technik zur mobilen Datenübertragung per Funk ist LTE - doch das wird einstweilen nur an bestimmten Orten stationär als DSL-Ersatz angeboten, mobile Datentarife mit dieser Technik werden im ersten Halbjahr 2011 erwartet.      

Autor: ET

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