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Das i-phone unterm Weihnachtsbaum

16.12.2009

Seinen Lieben ein iphone unter den Weihnachtsbaum zu legen, wäre womöglich eine feine Sache. Doch zu den preiswerteren Geschenken gehört das kultige Smartphone von Apple – eine Mischung aus Mobiltelefon, Taschencomputer und einer auf Internetnutzung ausgelegten Amüsiermaschine – nicht gerade.  Da lohnt sich genaues Rechnen, welche der Kaufoptionen einerseits am günstigsten ist und andererseits mit den eigenen Möglichkeiten am besten im Einklang steht.

Es gibt prinzipiell drei Möglichkeiten: Man kann das Gerät bei einem freien Anbieter in Deutschland in einem Internetladen kaufen, man kann es bei einer Reise ins europäische Ausland erstehen – und man kann es zu guter letzt beim deutschen i-phone-Monopolisten T-Mobile kaufen.   

Der Kauf in Internetläden

Wer im Internet unter iphone googelt, wird schnell fündig – da gibt es Verkaufsstellen wie www.iphoneohnevertrag.com, oder 3Gstore.de bei denen schon die Webseite klar sagt, was hier angeboten wird. Und es gibt zahlreiche andere Anbieter, welche das Apple-Maschinchen ebenfalls zum Kauf feilbieten wie etwa blau.de oder symio.de.

Die seriöseren Anbieter geben auf der Webseite immerhin einen versteckten Hinweis auf den möglichen Nachteil des Angebots: „Die Geräte sind mit Zustimmung von Apple in den europäischen Wirtschaftsraum gebracht worden und dürfen somit im gesamten europäischen Wirtschaftsraum ohne Vertrag legal vertrieben werden. Die Advance Systems GmbH hat die vertriebenen Geräte innerhalb der EU von einem Apple Vertragspartner zum Zwecke der gewerblichen Weiterveräußerung in Deutschland erworben. Zur Nutzung der Geräte mit der Karte eines beliebigen Mobilfunkanbieters ist weder eine Manipulation, noch ein Eingriff in das Gerät erforderlich“ heißt es beispielsweise. Doch was bedeutet das für den Kunden?

Da das Handy rechtstechnisch gesehen im Ausland gekauft wurde, kann der Käufer bei Problemen mit dem Gerät sich nicht an die deutsche Apple-Hotline oder an deutsche Apple-Verkaufsstellen wenden. Wenn etwas nicht funktioniert, muss das iPhone in das Land geschickt werden, aus dem es juristisch gesehen kommt – wurde es beispielsweise juristisch betrachtet in Italien gekauft, läuft alles über Apple Italien. Wer also das iphone ohne Vertrag online kauft, muss im Reparaturfall mit einem höheren Aufwand und deutlich längerer Wartezeit rechnen.

In jedem Fall sollte man sich auf der Webseite des Anbieters schlau machen, wie im Garantiefall vorzugehen ist. Bei www.retailkey-shop.com etwa liest sich das so: „Im Garantiefall sind wir gerne Ihr Ansprechpartner. Bitte melden Sie sich telefonisch oder per Email bei uns, damit wir Ihnen ggf. direkt helfen können. Oftmals lassen sich Fehler mit kleinen Tipps sofort beseitigen. Falls es sich um einen Garantiefall handelt werden wir Ihnen unser RMA-Formular zuschicken, welches Sie bitte ausgefüllt Ihrem Rücksendepaket an uns beilegen. Auf dem Formular stehen alle wichtigen Informationen für Sie. Die komplette Garantieabwicklung gegenüber Apple können Sie dann uns überlassen. Wir kontaktieren Sie, sobald Ihr Austauschgerät bei uns eingetroffen ist.“

Es kann auf keinen Fall verkehrt sein, vor dem Kauf zu schauen, ob der Anbieter schon länger am Markt ist – das erhöht die Chancen, dass es ihn auch in Zukunft noch gibt. Denn gibt es den Händler nicht mehr und der Garantiefall tritt ein - dann muss der Kunde alles selbst mit der betreffenden ausländischen Apple-Niederlassung abwickeln.   

Der Kauf im Ausland

Wer viel im Ausland unterwegs ist, der kann das Gerät auch direkt dort kaufen. Das macht im Reparaturfall aber nur dann Sinn, wenn man das betreffende Land, in dem das iphone gekauft wurde, regelmäßig aufsucht und genügend Zeit – oder einheimisches Personal - hat, um sich gegebenenfalls selbst um die Reparatur zu kümmern.

Doch Achtung: Beim Kauf muss sichergestellt sein, dass es sich um ein iPhone ohne Simlock handelt – damit der Beschenkte es in Deutschland mit jeder Simkarte nutzen kann. Auch hier lauert die ein oder andere Falle: Wer beispielsweise bei T-Mobile in Österreich ein iphone kauft, das einen T-Mobile-Netlock hat, wird bei der Rückkehr nach Deutschland eine unangenehme Überraschung erleben: Mit einer deutschen T-Mobile-Karte geht das Ding nicht! Es ist nur im österreichischen Netz von T-Mobile nutzbar. 

Das T-Mobile-Angebot

Wem das alles zu kompliziert ist und wer möglichen Schwierigkeiten aus dem Weg gehen will, der tritt den Gang zum deutschen iphone-Monopolisten T-Mobile an. Dort gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann einen Vorauszahlungs-Tarif nehmen (das sogenannte iPhone-Prepaid-Verfahren) - den kriegt man unter dem Namen Xtra Pac allerdings nur für ein Modell: Die Acht-Gigabyte-Version des iPhone 3G.

Wer eine breitere Auswahl haben will, wird wohl einen original iPhone Tarif über zwei Jahre abschließen müssen. Da Telefonieren und Surfen mit dem Gerät ordentlich ins Geld gehen, sollte man am besten eine Option mit Freiminuten und einem pauschalen Datentarif wählen.

Autor: ET

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