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Das iPhone wird vier: Happy birthday!

Vier Jahre ist es her, dass Zaubermeister Steve Jobs mit dem iPhone ein neues Apple-Produkt aus dem Hut holte und damit einen Enthusiasmus auslöste, der jenseits der Normalität liegt. „Das iPhone ist ein wegweisendes und magisches Produkt, das jedem anderen Mobiltelefon um buchstäblich fünf Jahre voraus ist“, sagte Steve Jobs, Geschäftsführer von Apple, mit der ihm eigenen Bescheidenheit im Jahr 2007.

Vier Jahre später ist das iPhone der Konkurrenz zwar nicht fünf Jahre voraus. Aber es scheint noch immer etwas Magisches zu haben, mit dem es Millionen von Menschen in seinen Bann zieht.

Zeigt her eure Finger

2007 ist es eine kleine Revolution - ein Mobiltelefon, mit dem Anrufe getätigt werden, ohne Tasten zu drücken. Der Touchscreen macht es möglich: Mit Fingertippen auf den Bildschirm steuert man das Gerät. Die Bedienung ist intuitiv und selbst für technisch Unbegabte einfach.  

UMTS iPhone: In Deutschland ab 2008

"Wir sind alle mit dem ultimativen Zeigegerät geboren worden - unseren Fingern - und iPhone nutzt sie, um die revolutionärste Benutzeroberfläche seit der Maus zu schaffen", so wirbt Steve Jobs Anfang 2007 für Apples neuestes Produkt. 

Mit dem iPhone ist es erstmalig einem Hersteller gelungen, Telefonie, Multimedia-Unterhaltung und mobiles Internet in einem Gerät zu vereinen. Hinzu kommt das Apple-typische Aussehen, welches das iPhone bereits kurz nach Veröffentlichung zum Designklassiker macht.

2007: Die Geburtsstunde des iPhones

Am 29. Juni 2007 hat das Warten für viele Amerikaner ein Ende: Der Verkauf des iPhones in den USA beginnt. „Die lange Zeit war fast wie eine Schwangerschaft“, wird einer der ersten iPhone-Besitzer zitiert, als er seine neueste Errungenschaft aus dem Apple-Store in der Fifth Avenue  in New York trägt.

Von April bis Oktober 2007 kann Apple rund 1,4 Millionen Geräte absetzen. Der Verkaufsstart in Europa erfolgt im November 2007. In Deutschland wird das iPhone ausschließlich über die Telekom Deutschland vertrieben. Der Preis für ein Gerät beträgt 399 Euro – gekoppelt an einen Mobilfunkvertrag mit 24-monatiger Laufzeit.

Die erste Generation des iPhones ist technisch noch nicht so ausgereift wie seine Nachfolger. Das Gerät ist aber mit einem Annäherungs-, Beschleunigungs- und Gravitationssensor ausgestattet und kann damit die Konkurrenz hinter sich lassen. Telefonie und Internet erfolgen ausschließlich über die Funktechniken GSM und EDGE.

2008: Zum ersten Geburtstag gab es ein UMTS-Modul

Im Juli 2008 kommt bereits der Nachfolger – das iPhone 3G – auf den Markt. Neben der Mobilfunktechnik EDGE unterstützt das 3G-Modell die schnelleren Standards UMTS und HSDPA. Damit können Spitzen-Geschwindigkeiten bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erreicht werden. Zudem ist es möglich, mittels A-GPS seinen Standort zu bestimmen. Das iPhone 3G verfügt wahlweise über einen 8-Gigabyte- oder einen 16-GB-Speicher.

Mit dem Verkaufsstart des neuen iPhones wird auch der sogenannte App-Store eröffnet. In diesem Internet-Laden können iPhone-Nutzer kleine Programme (Apps) fürs iPhone kaufen – darunter Spiele oder Musikdienste. Mittlerweile werden über 350.000 verschiedene Apps angeboten (Alle Angaben Stand Juli 2011).

2009: Weiterentwicklung des iPhone 3G

Im Sommer 2009 folgt das iPhone 3GS, das mit einer Speicherkapazität von acht Gigabyte (GB) aufwartet. Die dritte Generation des Geräts wird von Apple als verbesserte Weiterentwicklung des 3G-Modells verkauft. Das „S“ im neuen Namen steht für „Speed“. Dieses Versprechen hat Apple eingehalten: Mit HSDPA unterstützt das iPhone 3GS Surf-Geschwindigkeiten bis zu 7,2 Mbit/s.

Zudem wird das iPhone 3GS mit doppelt so viel Arbeitsspeicher ausgestattet wie das Vorgänger-Modell. Zusätzlich bekommt das Gerät eine bessere Kamera und eine längere Akkulaufzeit sowie einige Verbesserungen beim Betriebssystem. Für Kritiker sind diese Änderungen zu wenig. Doch den Verkaufszahlen tut dies keinen Abbruch.  

2010: iPhone 4 - schärfer, schneller, erfolgreicher

Das iPhone 4, das im Juni 2010 auf den Markt kommt, bringt deutlich mehr Neuerungen mit sich. Neben nunmehr zwei Kameras, einem noch schnelleren Prozessor und 512 Megabyte (MB) Arbeitsspeicher – die erste und zweite Generation boten 128 MB – glänzt das iPhone 4 vor allem mit einem neuen Bildschirm. Die Auflösung des sogenannten Retina Displays ist dreimal höher als bei den gängigen Bildschirmen. Bilder und Texte werden damit gestochen scharf dargestellt.

Zudem wird die Funktion „Multitasking“ eingeführt, mit der man mehrere Apps gleichzeitig verwenden kann – ohne dass die Akkulaufzeit beeinträchtigt wird. Darüber hinaus können mit dem iPhone 4 hochauflösende Videos aufgenommen und bearbeitet werden.

Die Neuerungen kommen beim Kunden gut an. In den ersten drei Verkaufstagen setzt Apple das iPhone 4 nach eigenen Angaben rund 1,7 Millionen Mal ab – 700.000 Geräte mehr als beim iPhone 3GS im Vorjahr. Das iPhone 4 wird mit Speicherkapazitäten von 16 GB und 32 GB angeboten.

Für die deutschen iPhone-Kunden gibt es mit dem iPhone 4 eine weitere Neuerung: Im Oktober 2010 gibt die Telekom Deutschland ihre Exklusivrechte am iPhone ab. Seither kann man das Gerät in Deutschland mit einem Mobilfunkvertrag nach Wahl oder ungebunden kaufen.

2011: Veröffentlichung von iPhone 5 noch unklar

Die fünfte Generation des iPhones steht bereits in den Startlöchern. Ein genauer Veröffentlichungstermin wurde aber noch nicht festgelegt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg will aus verlässlichen Quellen erfahren haben, dass das neue iPhone im September 2011 seine Premiere hat.

Das iPhone 5 soll mit dem neuen Betriebssystem iOS5 ausgeliefert werden. Zudem soll das Apple-Smartphone von einem A5-Prozessor angetrieben werden und mit einer 8-Megapixel-Kamera ausgestattet sein. Manche hoffen, dass das iPhone 5 den schnellen Funkstandard LTE unterstützt. Apple kommentiert das nicht – wie immer.

Happy Birthday iPhone!

Das iPhone gibt es gerade einmal vier Jahre und doch wird es bereits als Designklassiker und Kultgerät gehandelt. Klingt für manche ein wenig übertrieben. Doch die Verkaufszahlen sprechen für sich: Insgesamt gingen bis März 2011 rund 108 Millionen iPhones über den Ladentisch.

Dafür kann man schon mal die Korken knallen lassen. Alles Gute, liebes iPhone, auf weitere neue Modelle!  Und darauf, dass du auch weiterhin Millionen von Menschen in deinen Bann ziehst und die Kassen von Steve Jobs klingeln lässt. In diesem Sinne: Cheers!

Autor: ES

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