SIM-Karte: Der Personalausweis fürs Mobilfunknetz

Das Herzstück eines jeden Handys oder Surfsticks ist die SIM-Karte. SIM steht für das englische „Subscriber Identity Module“, auf Deutsch: Modul zur Identifizierung des Abonnenten.

Die SIM-Karte ist also eine Art Personalausweis, mit dem man ins Mobilfunknetz kommt. Auf ihr sind die Daten zum Nutzer und die Zugangsberechtigung zum Mobilfunknetz festgelegt, sie stellt die Verbindung zum Mobilfunknetz her. Es gibt SIM-Karten, die für die reine Daten-Nutzung vorgesehen sind sowie SIM-Karten, die sowohl in Sprach- als auch in Datennetzen funktionieren. manche Datensimkarten werden mittlerweile auch gratis offeriert. So bietet z. B. Internetsim.de eine kostenlose Tablet Sim Karte.

Außerdem gibt es noch die kleinere Variante der SIM-Karte, die Micro-SIM für Ipad und Iphone 4. Sie unterscheidet sich im Aufbau nicht von anderen SIM-Karten, sie ist nur kleiner – deswegen kann man mit etwas Geschick auch eine normale SIM-Karte in eine Micro-SIM umbauen. 

Daten-Karten und Hybrid-Karten

Manche SIM-Karten sind so eingestellt, dass sie sowohl für die Telefonie als auch für den Datenverkehr taugen. Sie sind wie alle SIM-Karten mit einer PIN-Nummer geschützt und verschlüsseln ein- wie abgehende Sprachnachrichten. Befindet sich solch eine Hybrid-SIM-Karte in einem USB-Surfstick, kann man die Telefonie-Dienstleistungen dennoch nutzen. Über die Zugangssoftware kann man zum Beispiel SMS-Nachrichten empfangen und versenden.

Anders sieht das aus bei den reinen Daten-SIM-Karten. Diese kann man in einem Handy nicht für die Telefonie nutzen, da der Zugang gesperrt ist, wenn sich das Gerät als Telefon einwählt. Man kann das Telefon dann aber immer noch als Internetgerät nutzen. Entsprechend sind für diese SIM-Karten keine Preise für SMS oder Telefonie angegeben, denn diese Dienste sind für die SIM-Karte gesperrt.

Prepaid-Karten und Micro-SIM-Karten

Eine weitere Kategorie sind SIM-Karten, die man als Prepaid-Variante kauft. Im Gegensatz zu SIM-Karten, die man bei Vertragstarifen erwirbt, muss man Prepaid-SIM-Karten mit Guthaben aufladen, um sie nutzen zu können. Prepaid-SIM-Karten sind in der Regel auch nicht verwendbar, wenn man beim gleichen Partner zu einem Vertragstarif wechseln möchte – in diesem Fall wird eine Neuanschaffung notwendig.

Bei reinen Prepaid-Daten-SIM-Karten sind Telefonie-Dienstleistungen gesperrt und man bucht entweder Prepaid-Flatrates oder verbraucht sein Guthaben im Minuten- oder Megabyte-Takt. Bei Prepaid-SIM-Karten, die sowohl für Telefonie als auch für die Datennutzung gedacht sind, kann man das Guthaben auch durch SMS oder durch Telefonieren verbrauchen. Ist das Guthaben verbraucht, fallen keine Zusatzkosten an, eine Nutzung ist nur einfach nicht mehr möglich, bis man wieder das Benutzerkonto aufgeladen hat. Dies geschieht beispielsweise durch Codes, die man auf den Wertkarten findet, die man im Handel kaufen kann.

Micro-SIM-Karten sind erstens kleiner als die herkömmliche SIM-Karte, die wir ins Handy oder den Surfstick einlegen - die misst 25 mal 12 Millimeter, eine Micro-SIM kommt auf gerade einmal 15 mal 12 Millimeter. Technisch gesehen unterscheiden sie sich zweitens dadurch, dass  der interne Speicher der Micro-SIM-Karte um etwa 50 Prozent vergrößert wurde.

Die Anschlüsse sind die gleichen; dadurch kann man eine SIM-Karte auch zu einer Micro-SIM umbauen, indem man die Plastikform mit einer Schere beschneidet. Dies setzt aber ein gewisses Geschick voraus, denn wenn der Chip beschädigt wird, ist die Karte unbrauchbar. Die ersten Geräte, welche eine Micro-SIM-Karte verlangten, waren das Ipad und das Iphone 4.

Autor: MN