Tablet-PC: Alles über die neuen Trend-Computer

Ein Tablet-PC ist eine Mischung aus Notebook und Smartphone, technisch wie auch in der Größe. Kernstück eines jeden Tablets ist der berührungsempfindliche Bildschirm.

Bildschirm ist nicht gleich Bildschirm

Tablet-PCs gibt es schon lange in allen möglichen Formen. Entweder mit dem Stift oder dem Finger oder gar einer ausklappbaren Tastatur können sie bedient werden. Doch erst mit dem iPad von Apple hat diese Geräteklasse den Weg in das öffentliche Bewusstsein gefunden.

Das Display eines Tablet-PCs misst in der Regel zwischen 7 und 10,1 Zoll. Damit füllt die Bildschirmgröße die Lücke zwischen Handys und Laptops. Die Rechenkraft vieler Tablets liegt ebenfalls zwischen den Geräten, doch verschwimmen hier die Grenzen immer mehr, wobei Smartphones und  Tablets immer leistungsstärker werden.

Die Bildschirme von Tablets sind berührungsempfindlich, jedoch gibt es auch hier Unterschiede. Resistive Touchscreens können entweder mit einem speziellen Stift oder Fingern bedient werden und reagieren auf Druck. Sie reagieren meist weniger schnell als etwa kapazitative Bildschirme, jedoch sind sie auch weniger empfindlich gegenüber Beschädigungen, vor allem durch Flüssigkeiten. Kapazitative Bildschirme reagieren nicht auf Druck, sondern auf die elektrische Spannung der Haut. Wischt man mit etwas anderem als dem Finger über solch einen Bildschirm, passiert gar nichts. Kapazitative Bildschirme reagieren sehr genau und schnell, sind allerdings auch empfindlich gegenüber Feuchtigkeit.

Mini-Sim oder Micro-Sim

Für die mobile Nutzung konzipiert, können Tablets auf die eine oder andere Weise Verbindung mit dem Internet aufnehmen. Eine Reihe von Geräten hat nur einen integrierten WLAN-Empfänger. Diese Tablets können sich nur dort mit dem Internet verbinden, wo ein lokales Funknetzwerk zur Verfügung steht. Wirklich mobil ist man nur mit Tablets, in denen ein Mobilfunkmodem verbaut ist.

Um solche Tablets online zu bringen, benötigt man eine Sim-Karte, wie sie auch in Handys, Surfsticks und Laptops benötigt wird. Auf der Sim-Karte sind Informationen zum Nutzer und seinem Tarif abgespeichert, über die Sim-Karte wird der Netzteilnehmer eindeutig zugeordnet wodurch Kosten erfasst und abgerechnet werden können. Je nach Hersteller und Modell verlangt ein Tablet nach einer herkömmlichen Mini-Sim mit den Maßen 25 mal 15 Millimeter, wie sie auch in Handys und Surfsticks zu finden ist oder nach einer Micro-Sim mit den Maßen 15 mal 12 Millimeter. Technisch sind diese Sim-Karten identisch, nur die Größe des Plastikträgers unterscheidet sich. Daher ist es möglich, aus einer Mini-Sim-Karte eine Micro-Sim-Karte zu basteln mit einer Schere und etwas Geschick. Zum Beispiel Apples iPad und das Galaxy Tab von Samsung verwenden Micro-Sim-Karten.

Diese Betriebssysteme gibt es für Tablets

Auf Tablet-PCs laufen meist nicht die gleichen Betriebssysteme wie auf Notebooks, sondern mobile Betriebssysteme, die auf berührungsempfindliche Bildschirme und die Erfordernisse mobiler Geräte abgestimmt sind. Wie bei Smartphones gibt es eine Reihe von mobilen Betriebssystemen, die entweder auf einen Hersteller beschränkt sind oder mehreren Herstellern offenstehen.

Apples iOS etwa ist nur Apple-Geräten vorbehalten, ebenso das Blackberry OS von Research in Motion. Googles Android hingegen findet sich auf den Tablets unterschiedlichster Hersteller.

Vor allem Apples iOS und Googles Android können mit einer Vielzahl von Apps aufwarten, während sich das Blackberry OS vor allem an Geschäftsleute richtet und für diese viele praktische Anwendungen für das mobile Büro bietet.

Apps bieten weitere Funktionen

Die Benutzeroberfläche ist bei Tablets ähnlich der von Smartphones. Programme finden als Apps ihren Weg auf die Geräte. Eine Installation wie bei einem herkömmlichen PC kennt ein Tablet nicht. Über Apps lassen sich viele Funktionen auf Tablets bringen. Neben Office-Programmen und Spielen lassen sich Videos abspielen, Musik-Player installieren und auch Navigationssoftware findet ihren Platz auf Tablets.

Je nach Betriebssystem gibt es spezielle App-Stores – Online-Shops für die kleinen Anwendungen – in denen man die meist kostenlosen Programme herunterlädt. Sind sie nicht gratis, kosten sie meist nur wenige Euro, außer man wünscht zum Beispiel professionelle Office-Software. Apps sind jedoch nicht immer für Tablets optimiert, sodass die Auflösung manchmal etwas zu wünschen übrig lässt, wurden viele Programme doch ursprünglich für Displays zwischen 3 und 5 Zoll ausgelegt. Bei Apple zum Beispiel kann man aus speziellen iPad-Apps auswählen, die in Größe und Bedienoberfläche für den 10-Zoll-Bildschirm programmiert wurden.

Tablets gibt es oft günstiger mit einem Tarif

Tablets gibt es bereits zu verhältnismäßig günstigen Preisen zwischen 100 und 300 Euro, High-End-Produkte kosten jedoch deutlich mehr, zwischen 500 und 800 Euro müssen sie hier rechnen. Diese Preise sind Listenpreise beim Kauf ohne einen Mobilfunkvertrag.

Wie bei Smartphones gibt es bei Tablets die Möglichkeit, sie in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag zu kaufen. Da man den Vertrag dann meist für zwei Jahre abschließt, gibt es das Tablet für einen deutlich günstigeren Preis dazu. Sollten Sie eine Neuanschaffung planen und haben noch keinen Mobilfunkvertrag, könnte sich diese Option durchaus lohnen – vorausgesetzt, Sie wollen regelmäßig unterwegs mit dem Tablet online gehen.

Autor: MN