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Satelliten-Internet für die Dritte Welt

11.09.2008

Gut drei Milliarden Menschen aus der Dritten Welt können sich keinen Internet-Zugang leisten. Diese Situation will das Projekt "Ob3 Networks" ("Other 3 Billion – die anderen drei Milliarden") ändern: Mittels Satelliten sollen günstige und schnelle Internetverbindungen in Drittweltländern aufgebaut werden. Maßgeblich finanziert wird das Projekt vom Internetkonzern Google und der britischen Bank HSBC.

Ende 2010 soll der Dienst in Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten startbereit sein. Laut eigenen Angaben hat Ob3 Networks bereits 16 Satelliten beim französischen Konzern Thales Alenia Aerospace bestellt. Schätzungen zufolge wird das Projekt zwischen 650 und 750 Millionen US-Dollar kosten, die Anfangsfinanzierung liegt bei 65 Millionen US-Dollar. Auch der Kabelnetzbetreiber Liberty Global von John Malone und das Investmenthaus Allen & Company werden sich an den Projektkosten beteiligen.

Ob3-Projekt soll Wirtschaft ankurbeln und digitale Kluft überbrücken

Während die Industrieländer des Nordens gut mit Glasfaserkabeln versorgt und miteinander verknüpft sind, ist die Entwicklung eines Glasfasernetzes in unterentwickelten Ländern finanziell nicht machbar. Ob3 Networks setzt daher auf die Satellitentechnik. Über den Einsatz von 2300 Transponder seien mit den Satelliten Daten-Bandbreiten von bis zu zehn GBit/s möglich, heißt es in der Projektbeschreibung. Via Satellit werden Internet-Verbindungen aufgebaut, die wiederum WiMAX- und 3G-Mobilfunkmasten versorgen.

"Das Projekt wird die Wirtschaft der Telekommunikations-Infrastruktur in den betroffenen Ländern grundlegend ändern", glaubt man bei Ob3. Die Nachfrage von Unternehmen in den unterentwickelten Ländern sei groß, auch müsse man den sozialen Aspekt berücksichtigen: "Kostengünstige Internet- und Mobilfunkverbindungen helfen, die digitale Kluft zwischen unterentwickelten Ländern und Industrienationen zu überbrücken", so die Einschätzung von Ob3 Networks.

Autor: FN

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