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Vodafones LTE-Tarif: Schneller surfen, mehr bezahlen

08.09.2010

Surfer, die mit der neuen Mobilfunktechnologie LTE schneller ins Internet wollen, müssen deutlich mehr bezahlen – das macht der Mobilfunkbetreiber Vodafone klar. Wer bei Vodafone per LTE mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) unterwegs ist, zahlt 39,99 Euro pro Monat. Wer mit LTE und bis zu 50 Megabit pro Sekunden ins mobile Internet will, muss 69,99 Euro pro Monat bezahlen.

Das neue Vodafone LTE-Netz wird es zuerst stationär in kleinen Gemeinden ohne schnelles Internet geben. Bei Vodafone selbst sollen ab Dezember 2010 die Einwohner von mehr als 1000 bisher unterversorgten Gemeinden per LTE surfen können, so sagte der Chef des Privatkundengeschäfts, Frank Rosenberger der deutschen Presse Agentur.       

Drei LTE-Tarifgruppen - Jenseits des Limits wird jäh abgebremst

Vodafone präsentierte als erstes Unternehmen in Deutschland auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) die Preise für die superschnelle Datenfunktechnik. Die neuen LTE-Tarife können einstweilen nur auf der IFA gebucht werden. Wer sich schon mal fürs Angebot interessiert, kann es unter http://www.turbo-surfen.de bestaunen. Bucht man auf der IFA einen der LTE-Tarife, bekommt man einen monatlichen Rabatt von 2,50 Euro.

Es wird drei LTE-Tarife geben: Den Internet-Tarif mit bis zu 7,2 Mbit/s und 10 Gigabyte Volumen, er kostet 39,99 Euro im Monat. In der mittleren Preisklasse gibt es 21,6 Mbit/s und 15 Gigabyte an Datenmenge für monatlich 49,99 Euro. Für Nutzer mit großen Datenmengen steht ein Volumen von 30 Gigabyte bei Tempo 50 Mbit/s für 69,99 Euro monatlich bereit.

Die Tempovorgaben sind dabei das theoretisch mögliche Maximum – in Wirklichkeit werden aktuell maximal verfügbaren Geschwindigkeiten bis hin zu dem jeweiligen Höchsttempo angeboten. Jenseits der mitgebuchten Datenmenge wird der Nutzer jäh abgebremst: Danach gibt es für alle maximal 384 Kilobit pro Sekunde. Damit kann man nur noch schlecht Videos und Musik herunterladen. Für einfache Internetseiten reicht diese Geschwindigkeit aber noch. Den dazugehörigen LTE-Stick gibt es bei allen drei Tarifen für einen Euro dazu. 

30 Tage Rückgabe-Recht

Diese Produktgruppe firmiert bei Vodafone unter „LTE-Zuhause Internet-Tarif“. Die Mindestlaufzeit des Vertrags beträgt 24 Monate. Der Kunde darf  - ab der Freischaltung der LTE-SIM-Karte - den Tarif 30 Tage lang kündigen, muss den LTE Surfstick dann aber zurückgeben. Bei Unzufriedenheit steht dem Kunden ein einmaliges Sonderkündigungsrecht zu. Wer das tut, muss den LTE Internet-Stick an Vodafone D2 zurücksicken und bekommt im Gegenzug den Kaufpreis von einem Euro wieder. 

Mobiles LTE kommt Ende 2011 – und es wird teurer

Schon die Produktbezeichnung von Vodafone macht klar – dies ist kein Tarif fürs mobile Internet. Trotzdem macht der Konzern schon jetzt klar, wie das neue Preisgefüge aussieht – je mehr geboten wird, desto mehr muss man zahlen. Bei LTE wird es – anders als bei UMTS – erst mal keine Billigtarife geben – auch wenn Vodafone die neuen Preise als LTE-Flatrates anbietet.   

LTE wird in Deutschland 2010 kommen, doch es wird stationär sein, der LTE Ausbau wird sich zunächst auf kleine Orte beschränken. Mit mobilem LTE wird man erst Ende 2011 rechnen können, so kann man die Informationen aus der Branche zusammenfassen. Dafür gibt es gute Gründe – Endgeräte für den reinen Datenfunk wie LTE-Surfsticks soll es frühestens Ende 2010, womöglich aber auch irgendwann in den ersten Monaten des Jahres 2011 geben. Mit dem ersten LTE-Handy bzw. LTE-Smartphone kann man erst gegen Ende 2011 rechnen.         

Autor: ET

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