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ZTE beginnt Aufholjagd am Mobilfunkmarkt

15.10.2009

Große Pläne hegt derzeit der chinesische Ausrüster ZTE: Bis Ende 2009 will das Unternehmen zum drittgrößten Netzlieferanten für den 2G-Standard GSM weltweit aufsteigen. Man wolle Nokia Siemens Networks (NSN) überholen und mehr Basisstationen verkaufen als das deutsch-finnische Joint Venture, betonte Vizepräsident Donglin Shen gegenüber dem Nachrichtenportal heise online.

Der Netzwerk-Spezialist Zhong Xing Telecommunication Equipment (ZTE) ist nach Aussage von Shen in den Entwicklungsländern bereits sehr erfolgreich. Ein Grund hierfür mag auch sein, dass die Volksrepublik China bereitwillig Kredite an Käufer von chinesischem Equipment vergibt. Dieses Verkaufsargument zieht in den Industrieländern allerdings nicht. Dennoch will ZTE sich auch auf den westlichen Märkten etablieren.

ZTE hält 15 Prozent am GSM-Markt

Marktführer bei den GSM-Basisstationen ist mit 31 Prozent der Ausrüster Ericsson. Platz zwei belegt das chinesische Unternehmen Huawei mit 27 Prozent. An dritter Stelle kommt das Gemeinschaftsunternehmen NSN mit 16 Prozent Marktanteilen, wie eine aktuelle Analyse der Marktforscher von Frost & Sullivan zeigt. ZTE ist dem deutsch-finnischen Ausrüster mit 15 Prozent dicht auf den Fersen. Alcatel-Lucent kommt auf Platz fünf mit neun Prozent Anteilen im GSM-Segment.

Konkurrenzstandard TD-LTE

Die Nase vorn hat der chinesische Netzausrüster jedoch beim Breitband-Standard TD-SCDMA. Diese 3G-Technologie wird speziell in China genutzt. Eine Evolution zu TD-LTE sei vorgesehen, erklärte ZTE-Manager Shen im Gespräch mit heise online. Die Mobilfunkanbieter China Mobile, Verizon und Vodafone hätten laut Shen bereits beschlossen, dass sämtliche LTE-Endgeräte künftig auch den chinesischen Standard TD-LTE unterstützen sollen. Für die Kunden würde das erhebliche Vorteile beim Roaming bieten. TD-LTE könnte so auch zu einer Alternative für den Konkurrenzstandard WiMAX werden.

Während der herkömmliche Standard Long Term Evolution (LTE) auf dem Frequenzduplex-Verfahren beruht, funktioniert Time Division (TD)-LTE über die Zeitduplex-Variante.

Autor: FN

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