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Telekom bringt LTE in die Städte
Ratgeber: LTE bei der Telekom – LTE-Ausbau & LTE-Tarife
Die Deutsche Telekom bringt die schnelle Datenfunktechnik LTE in die Städte: In Köln können die Kunden das neue LTE-Netz ab 1. Juli als mobilen Zugang zum Internet nutzen. Seit Juni gibt es außerdem in München, Frankfurt und Münster LTE-Pilotprojekte, sie werden einstweilen von Geschäftskunden genutzt. Die nächsten LTE-Netze werden dann in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt aufgebaut.
Noch in diesem Jahr, so Telekom-Chef René Obermann soll es mobiles Internet per LTE in mehr als 100 Städten geben. Damit wird die Telekom beim LTE-Ausbau die Konkurrenz erst einmal ein Stück weit hinter sich lassen.
LTE Tarife und Preise der Telekom
Das Standard-LTE-Angebot der Telekom kostet monatlich 39,95 Euro und beinhaltet eine Datenflatrate für die Internetnutzung sowie einen Festnetzanschluss mit einer Telefonflatrate für das deutsche Festnetz. Wer sich für den LTE-Tarif Call & Surf Comfort via Funk / Universal entscheidet, erhält zusätzliche Nummern per ISDN und zahlt 43,95 Euro pro Monat. Geschäftskunden kostet das Surfen über LTE monatlich 33,57 Euro beziehungsweise 36,93 Euro netto.
Bestehende Festnetznummern sowie herkömmliche Telefone können auch im Zusammenhang mit den neuen LTE-Tarifen verwendet werden. Bei Beauftragung eines neuen Telefonanschlusses verlangt die Telekom allerdings einmalig 59,95 Euro Bereitstellungsgebühr. Die Mindestvertragslaufzeit von Call & Surf Comfort via Funk beträgt 24 Monate. Wer das Telekom-LTE bis zum 30. Juni bestellt, erhält eine Gutschrift in Höhe von 30 Euro auf einer der nächsten Telefonrechnungen.
Spezieller LTE Router
Ein spezieller LTE-Router (Speedport LTE800 / Speedport HSPA), der auch über HSPA funken kann, wird bei Vertragsabschluss von der Telekom wahlweise zum Mietpreis von 4,95 Euro monatlich oder gegen einmalige Zahlung von 129,99 Euro zur Verfügung gestellt. Wer sich für die Mietvariante entscheidet, erhält bei Vertragsverlängerung nach zwei Jahren 20 Prozent sowie nach 48 Monaten 50 Prozent Rabatt. Andernfalls muss das Gerät an die Telekom zurückgegeben werden. Der Speedport-Router verbindet mobile Datengeräte per LAN oder WLAN über eine vorerst nicht mobil nutzbare, ortsgebundene SIM-Card.
Mobiles Internet per LTE inklusive passender LTE-Surfsticks soll noch im Laufe des Jahres 2011 angeboten werden.
LTE mit Web´n´walk XXL in Köln
Ab 1. Juli wird das Produkt in Köln vermarktet, einstweilen als Sonderangebot für Abonnenten des Tarifs Web´n´walk XXL (hier gibt´s 20 Gigabyte Volumen für schnelles Surfen bei 74,95 Euro monatlich). Bei XXL wird die – theoretische - Grundgeschwindigkeit auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde erhöht, wer den Tarif neu abonniert, bekommt die ersten drei Monate kostenlos.
Wenn weitere Städte angeschlossen sind, will man dann im Herbst einen neuen LTE-Tarif einführen: Das mobile Surfen wird stolze 89,95 Euro im Monat kosten, dafür gibt es dann 50 Gigabyte Datenvolumen; auch hier sind die ersten drei Monate erst mal kostenlos. „Das ist ein Premium-Produkt und auch so bepreist“, sagte Telekom-Chef René Obermann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Dann soll es auch einen neuen LTE-Stick, den sogenannten „Speedstick“ geben. Er wird von der chinesischen Huawei kommen, Einzelheiten zu dem Stick wollte die Telekom noch nicht nennen. Aber heißer Favorit ist das Modell Huawei E398 beziehungsweise eine Variante dieses Modells, die auch auf der 1800-Megahertz-Frequenz funkt. Der E398 erfüllt ansonsten technisch alle Anforderungen, welche die Telekom stellt: Er bietet sowohl in GSM-Netzen als auch in UMTS-Netzen und LTE-Netzen die jeweils maximal verfügbare Geschwindigkeit.
Und so schnell wird das Telekom-LTE sein
Bislang waren manche Kunden in UMTS-Netzen in Sachen Geschwindigkeit enttäuscht: Das in der Werbung groß herausgestrichene Maximaltempo wird von keinem Mobilfunkbetreiber in der Realität erreicht – es ist ein theoretischer Spitzenwert, in der Praxis teilen sich die Nutzer eines Mobilfunkmastes diese Kapazität.
Bei LTE versucht die Telekom von Anfang an realistische Größen zu nennen: Die theoretischen Spitzenwerte liegen bei 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) wenn man Daten aus dem Netz lädt (Download), in der Praxis werden die Kunden bis zu 10 Megabit pro Sekunde nutzen können, so der Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme. Damit werden sie mobil immer noch schneller unterwegs sein, als bei einer Vielzahl von häuslichen DSL-Anschlüssen.
Telekom: Der Konkurrenz davon geeilt
Die Konkurrenz, allen voran Vodafone, muss die Deutsche Telekom beim LTE-Ausbau erst einmal davon ziehen lassen. Die Telekom hat den LTE-Ausbau in den Städten überraschend nicht auf den 2600-Megahertz-Frequenzen begonnen, sondern im 1800-Megahertz-Bereich; entsprechende Funkräume hat sich das Unternehmen bei der Auktion im Mai 2010 gesichert. Diese Wellenlänge sichert bei den Sendern eine bessere Reichweite als die 2600-Megahertz-Frequenz bei guter Empfangs-Qualität.
Autor: ET/MN
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