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LTE Verfügbarkeit
Ratgeber: LTE Verfügbarkeit in Deutschland
Immer mehr Deutsche gehen mit der Mobilfunktechnik LTE online. Auf dem flachen Lande wird in dünn besiedelten Regionen LTE als DSL-Ersatz überall dort eingesetzt, wo sich der Netzaufbau für die DSL- oder Fernsehkabelbetreiber nicht rechnet. Hier ist der schnelle Datenfunk für die Bürgerinnen und Bürger der einzige Weg, um das zeitgenössische Internet mit all seinen Multimedia-Inhalten zu nutzen.
Auch die ersten städtischen Netze werden derzeit aufgebaut, hier wird mobiles Internet mit Übertragungs-Geschwindigkeiten und Reaktionszeiten des Netzes (Ping) angeboten, die deutlich besser sind, als in den alten UMTS-Netzen. Mit LTE erlebt der Kunde mobiles Surfen, das sich für ihn genauso anfühlt wie das Surfen per DSL im Festnetz. Wir geben Ihnen einen Überblick, wo Sie mit welchem Anbieter LTE nutzen können.
Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom startete am 30. August 2010 in das LTE-Zeitalter und präsentierte ihren ersten LTE-Sendemast in der brandenburgischen Hansestadt Kyritz. Seither baut die Telekom LTE in den eher dünn besiedelten Regionen Deutschlands auf und schließt kleine Orte per Datenfunk ans Internet an, die bisher über keine schnelle Verbindung verfügten. Dort wird LTE stationär genutzt.
Am 1. Juni 2011 startete in der rheinischen Metropole Köln der mobile LTE-Betrieb; es war das erste städtische LTE-Netz, das in Deutschland kommerziell in Betrieb genommen wurde. Noch 2011 will das Unternehmen mit dem LTE-Aufbau in hundert deutschen Städten beginnen, Hamburg und Augsburg sollen als nächste Großstädte ein schnelles Datenfunknetz bekommen.
Die Telekom funkt per LTE im ländlichen Bereich auf der 800-Megahertz-Frequenz, in den Städten auf 1800 Megahertz. Ein Blick auf die Netzabdeckungskarte der Telekom zeigt Ihnen, ob LTE von der Telekom LTE an Ihrem Wohn-oder Arbeitsort angeboten wird.
Vodafone
Vodafone nahm am 23.September 2010 im Ostseebad Heiligendamm (Bad Doberan/Mecklenburg-Vorpommern) seinen ersten LTE-Sendemast in Betrieb. Seither baut Vodafone zügig LTE-Sendestationen auf, um die bislang mit schnellem Internet unterversorgten Regionen mit einem flotten Anschluss per Datenfunk zu versorgen. Der Ausbau wird ergänzt durch eine aktive Vermarktung in den entsprechenden Gebieten. In diesen Regionen wird LTE nur stationär genutzt.
Vodafone hat bisher ein Versuchsnetz in Berlin, als erste Städte sollen Düsseldorf und Krefeld mit LTE von Vodafone versorgt werden. Auf dem Lande sendet Vodafone auf 800 Megahertz, in den Städten scheint man auf die 2600-Megehartz-Frequenz zu setzen. Langfristig will Vodafone LTE als vollgültigen Ersatz für DSL-Anschlüsse vermarkten.
Wenn Sie wissen wollen, ob es LTE an ihrem Ort gibt, können Sie dies auf der Netzabdeckungskarte von Vodafone überprüfen, sie unterscheidet zwischen dem Empfang von LTE im Inneren von Gebäuden (LTE Indoor) und dem LTE-Empfang im Freien (LTE Outdoor).
Telefónica O2
Telefónica O2 startete den Betrieb von LTE deutlich später, die ersten LTE-Stationen werden ab 1. Juli 2011 kommerziell genutzt. Zur Einführung wurden sieben Standorte in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und Sachsen Anhalt bekannt, mittlerweile dürfte noch der eine oder andere dazu gekommen sein.
Telefónica O2 will einen dreistelligen Millionenbetrag in den LTE-Netzausbau in Deutschland investieren und bis Ende 2012 LTE in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg und dem Ruhrgebiet anbieten. Auf dem Lande wird die 800-Megahertz-Frequenz genutzt, für Großstädte hat das Unternehmen schon die 2600-Megahertz-Frequenz in München und Halle getestet. Eine Netzabdeckungskarte steht für LTE bei o2 nicht zur Verfügung.
E-Plus
E-Plus konzentriert sich 2011 und 2012 auf den Ausbau seines UMTS-Netzes mit HSPA und HSPA+, so teilte das Unternehmen der Redaktion dieser Webseite mit. Mit dem Ausbau von LTE bei E-Plus wolle man sich bis 2013 Zeit lassen: „Die kommerzielle Einführung von LTE in unserem Netz der 4. Generation wird im Wesentlichen von der Verfügbarkeit von LTE-Smartphones in massenmarktfähigen Mengen und zu massenmarktfähigen Preisen abhängen, die E-Plus wie viele Experten kaum vor 2013 erwartet“ so erklärte ein E-Plus-Sprecher.
Seit Anfang März erprobt E-Plus zwei Varianten von LTE: FDD, bei dem jeweils ein Funkkanal fürs Senden und einer fürs Empfangen genutzt wird und TDD, bei dem auf einem Kanal gleichzeitig gesendet und empfangen wird. Getestet werden die Frequenzen 1800, 2100 und 2600 Megahertz. E-Plus arbeitet dabei mit dem chinesischen Ausrüster ZTE zusammen.
Autor: ET
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