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Die Micro-Sim für Bastler

12.05.2010

Der europäische Verkaufsstart des iPad 3G naht und da der neueste Streich von Apple ohne Sim- oder Netlock ausgeliefert wird, lohnt es sich für potentielle Käufer schon jetzt, einige Gedanken auf den gewünschten Netzbetreiber zu verwenden. Dabei ergibt sich aber ein Problem, denn das iPad ist nur mit einem Micro-Sim-Slot ausgestattet. Die weitgehend gebräuchlichen Mini-Sim-Karten sind für diesen Steckplatz zu groß.

Zwar bieten nun schon einige Netzbetreiber und auch Discounter Micro-Sim-Karten an, doch längst nicht alle folgen dem Trend. Aber auch, wenn der Wunschanbieter keine Micro-Sim-Karte verkauft, muss man nicht verzagen, denn man kann die Sim-Karte auch einfach zurechtstutzen. Die Seite teltarif.de hat sogar einen Händler für Schablonen gefunden, mithilfe derer man seine Mini-Sim zu einer Micro-Sim machen kann.

Hierzulande erst ab dem 28. Mai

Die großen Anbieter in Deutschland werden ab dem europäischen iPad-Verkaufsstart am 28. Mai auch Micro-Sims anbieten. Bestandskunden von Vodafone etwa bekommen zusätzlich die Möglichkeit, für eine Gebühr von 25 Euro ihre Mini-Sim gegen eine Micro-Sim zu tauschen.

Neben den Mobilfunkriesen werden auch Discounter wie Simyo oder Blau Micro-Sim-Karten und entsprechende iPad-Tarife verkaufen. In Österreich, wo Apple bisher nicht mit dem dortigen Marktführer A1 zusammenarbeitete, will dieser nun auch iPad-Kunden gewinnen, indem er bereits seit April Micro-Sims anbietet.

Auch der Griff zur Schere ist möglich

Wer den europäischen Verkaufsstart des iPads nicht abwarten kann oder sich die etwaigen Gebühren für den Wechsel auf die Micro-Sim sparen will, der wird im Internet fündig. Hier kursieren Anleitungen zum exakten Zuschnitt einer Mini-Sim, um diese von ihren 15x25mm auf die erforderlichen 12x15mm zurechtzuschneiden. Hierbei ist aber Vorsicht geboten, denn wenn der Chip verletzt wird, ist die Sim-Karte zerstört und man muss eine Neue erwerben. Eine Garantie wird für solche Aktionen wohl eher nicht übernommen.

Um sicher zu gehen, kann man entweder die dem amerikanischen iPad beiliegende AT&T-Sim-Karte als Vorlage nehmen oder man kauft eine spezielle Schablone. Die Website Teltarif hat einen Händler aufgetan – Road Works – der für fünf Euro zwei Schablonen anbietet. Diese bestehen aus jeweils einer Folie, auf der die Schnittkante markiert ist. Diese Folie wird auf die Mini-Sim geklebt.

Technisch kein Unterschied

Hat man nun eine Micro-Sim – selbst gebastelt oder gekauft – steht man vor der Schwierigkeit, dass das iPad in Europa de facto das einzige Gerät ist, welches Micro-Sims verwendet. In anderen Endgeräten kann eine Micro-Sim nicht eingesetzt werden. Als Lösung für dieses Problem liefert der österreichische Anbieter A1 mit den neuen Micro-Sims auch Kunststoffrahmen aus, die als Adapter dienen mittels derer eine Micro-Sim wieder auf die Maße einer Mini-Sim gebracht werden kann.

Eine Frage stellt sich aber doch, nämlich warum Apple sich für die Micro-Sim entschieden hat. Rein technisch bestehen zwischen der Micro- und der Mini-Version keine Unterschiede, der verbaute Chip ist der Gleiche. Lediglich die Größe der Plastikhülle variiert, weswegen der Zuschnitt per Hand überhaupt erst möglich ist. Die offiziellen Gründe liegen in der Platzersparnis, die beim iPad und anderen, zukünftigen Geräten mit Micro-Sim-Slot mehr Raum für den Akku bieten soll. Dadurch sollen die Akkulaufzeiten solcher Geräte verbessert werden. Inwiefern dies zutrifft, bleibt abzuwarten, waren die großen Hersteller in den letzten sieben Jahren eher unbeeindruckt von den angeblichen Vorteilen der Micro-Sim, welche als möglicher Standard bereits seit 2003 bekannt und abgesegnet ist.

Autor: JM

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