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MicroSD-Karte für kontaktlose Anwendungen

09.12.2008

Der Speicherkarten-Produzent Giesecke&Devrient hat eine microSD-Karte auf den Markt gebracht, die sich nicht nur als klassisches Speichermedium eignet, sondern auch im Zusammenhang mit kontaktlosen Anwendungen eingesetzt werden kann. Die „Mobile Security Card CL“ enthält zusätzlich zum Flash-Speicher ein Verschlüsselungsmodul mit einer NFC-Schnittstelle.

Dr. Kai Grassie, Leiter der Abteilung New Business bei Giesecke&Devrient, macht auf die Vorteile der microSD-karte aufmerksam: „Ein Anwender der Mobile Security Card CL kann sich nun bei allen Diensten, die eine digitale Identität erfordern, sowohl unterwegs per Mobiltelefon als auch am heimischen PC authentisieren. Der Herausgeber hat den Vorteil, nur noch diese Karte verwalten zu müssen, und der Nutzer hat die freie Wahl wie die Karte angewendet wird.“

MicroSD-Karte mit NFC-Schnittstelle

Die neue Mobile Security Card eignet sich sowohl für Mobiltelefone, PCs als auch für Laptops, und kann in allen Geräten, die über einen microSD-Steckplatz verfügen, eingesetzt werden. Damit spart man sich für eine Absicherung den sonst erforderlichen externen Kartenleser.

microSD Karte

Für den Einsatz im Zusammenhang mit kontaktlosen Anwendungen muss das verwendete Endgerät über eine Antenne für die berührungslose Kommunikation (NFC) verfügen. Zu diesem Zweck ist die Karte mit zwei zusätzlichen Kontakten ausgestattet. Die microSD-Karte benötigt zum Betrieb dieser kontaktlosen Schnittstelle keine eigene Batterie. Die benötigte Power wird aus dem Funkfeld eines Lesegerätes entnommen. Wird die Antenne bis auf wenige Zentimeter an den Leser herangeführt, so kommt eine Kommunikation zustande. 

Welche Anwendungen können mit der microSD-Karte realisiert werden?

Was sind denn nun „kontaktlose Anwendungen“? E-Ticketing, also elektronisches Ticketing für Veranstaltungen oder den Nahverkehr gehört zum Beispiel dazu. Aber auch elektronische Zutrittskontrollen zu Gebäuden oder elektronische Ausweise für Unternehmen, Bibliotheken oder Universitäten fallen unter die „kontaktlosen Anwendungen“ und können mit Hilfe der Mobile Security Card realisiert werden.

Auch kontaktloses Bezahlen, besser unter dem Fachbegriff Mobile Payment bekannt, kann mit der neuen microSD-Karte umgesetzt werden. Ebenso kann auch die sichere Speicherung digitaler Zertifikate für Public Key Infrastructure (PKI) Anwendungen mit der microSD-Karte erfolgen. Auch im beruflichen Bereich, zum Beispiel bei der Authentisierung per Single Sign-on für die Einwahl in Firmennetze oder dem digitalen Signieren von Dokumenten kann die kleine Speicherkarte eingesetzt werden.

Autor: MN

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