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Datendienste bescheren Mobilfunkern hohe Umsätze

01.12.2008

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., kurz BITKOM, geht in seiner jüngsten Veröffentlichung davon aus, dass der Umsatz mit mobilen Breitbanddiensten für die Netzbetreiber in Deutschland im laufenden Jahr 2008 auf rund 5,1 Milliarden Euro klettern und somit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 7,1 erreichen werde. Somit tragen mobile Datendienste mittlerweile wesentlich zu steigenden Einnahmen der Mobilfunker bei.

Mobiles Surfen per Handy oder Laptop wird in Deutschland allem Anschein nach immer beliebter. Vielfältige Dienste wie Verkehrsmeldungen, Wettervorhersagen, Nachrichten oder E-Mails werden immer häufig von unterwegs abgerufen. Die wichtigste Grundlage dafür sieht der Branchenverband im Ausbau des breitbandigen Mobilfunkstandards UMTS. Nach BITKOM-Berechnungen werden in Deutschland bis zum Jahresende rund 16 Millionen Menschen über einen UMTS-Anschluss verfügen. Das sind beachtliche 60 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Mobile Breitbanddienste sorgen für Milliardenumsätze

„Mobile Datendienste sind zu einem Milliardenmarkt und Wachstumstreiber der Telekommunikation geworden“, bekräftigt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Wer noch nicht mit den mobilen Breitbanddiensten in Berührung gekommen ist, dem gibt der Branchenverband im Rahmen der aktuellen Pressemitteilung verschiedene Tipps, die den Einstieg in die UMTS-Welt erleichtern sollen.

UMTS-Geräte verwenden

Demnach sei das mobile Surfen mittlerweile mit fast allen neuen Handys möglich. Dennoch gibt es auch da zahlreiche Unterschiede. So handelt es sich nach wie vor nicht bei jedem Gerät um ein UMTS-Handy. Günstige Modelle funken nach wie vor nur mit GPRS oder EDGE. Dagegen erleichtern Mobilfunkgeräte mit UMTS-Standard, einem großen Bildschirm sowie entweder einer vollständigen alphanumerischen Tastatur ohne mehrfach belegten Tasten oder einer Bildschirmtastatur die Fortbewegung im Internet ganz wesentlich.

Wer lieber mit einem Notebook mobil surfen möchte, braucht dafür eine UMTS-Karte oder einen UMTS-USB-Stick. Ab 2009 dürfte es auch immer mehr Notebooks mit integriertem UMTS-Modul geben. Bereits heute sind solche "embedded Notebooks" bei einigen Anbietern im Rahmen von Notebook Bundles zu subventionierten Preisen zu haben.  

Welcher UMTS-Tarif ist der richtige?

Bevor man mobil online geht, rät der Branchenverband, sollte man sich mit den Angeboten der Netzbetreiber auseinandersetzen und diese verglichen. Denn Datentarif ist nicht gleich Datentarif. Je nach den eigenen Surfgewohnheiten verbraucht der eine Nutzer mehr Datenvolumen, der andere weniger. Mobiles Surfen im Internet wird in den meisten Fällen über das versurfte Datenvolumen abgerechnet. Datentarif-Verträge mit Datenmengen zwischen 50 und 200 Megabyte sind bereits ab 10 Euro pro Monat zu haben. Für Vielsurfer bieten die Netzbetreiber spezielle mobile Flats an, und zwar sowohl als Notebook-Flatrates als auch als Handy-Flatrates.

Vor einer Auslandsreise empfiehlt es sich den eigenen Mobilfunk-Vertrag hinsichtlich des  Daten-Roamings im Ausland zu studieren oder beim Netbetreiber anzufragen. Die Preise für das mobile Surfen im Ausland sind zwar gesunken, dennoch erleben manche Kunden spätestens bei der Ankunft eine böse Überraschung, wenn sie auf ihre Mobilfunkrechnung schauen. Denn egal für welchen Datentarif-Vertrag oder für welche Datenflatrate man sich entschieden hat, die Preise gelten nur für das Inland. Im Ausland muss man für das mobile Surfvergnügen wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Wer keinen speziellen Datentarif für das Ausland hinzugebucht hat, sollte deshalb vor Reiseantritt das Handy so einstellen, dass E-Mails nicht automatisch abgerufen werden.

UMTS: Sichere Datenübertragung 

Im Gegensatz zu WLAN offenbart die UMTS-Technologie für mobile Breitbanddienste keine so hohen Gefahren was die Datensicherheit anbelangt. Beim UMTS-Standard werden die Daten über Funk verschlüsselt übertragen. Sie sind somit vor unberechtigten Zugriffen gut geschützt. Dennoch gilt: Generell sollten beim mobilen Surfen die gleichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden wie beim Surfen am heimischen PC.

So können Handy-Surfer Kosten sparen 

Wer von unterwegs mit dem Handy im Internet surfen möchte und keine Datenflatrate besitzt, kann die Menge der übertragenen Daten verringern und so die Kosten reduzieren. Zum Beispiel sollten E-Mails nicht permanent auf das Handy übertragen sondern manuell abgerufen werden. Zudem ist es günstiger, nur die Kopfzeile oder den Nachrichtentext einer E-Mail zu senden. Auf diese Weise bleiben Dateianhänge auf dem Server und können bei Bedarf nachgeladen werden.

Zudem empfiehlt es sich mit dem Handy solche Internet-Seiten anzusurfen, die es zusätzlich in Versionen gibt, die speziell für den Abruf per Handy ausgelegt sind. Die Darstellung ist dann für die kleineren Bildschirme der Mobiltelefone optimiert und die Navigation auf der Seite vereinfacht. Auf große Grafiken oder aufwändige Werbebanner wird auf solchen PDA-optimierten Seiten verzichtet. Dies verringert die Datenmenge und beschleunigt den Download der Seiten. Das Angebot an optimierten Webseiten reicht von der Bahnauskunft und Routenplanern über Nachrichtenportale oder Suchmaschinen bis zur Online-Enzyklopädie Wikipedia.

Autor: MN

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