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Knapp 1 Milliarde Euro Umsatz mit mobilen Navis
01.05.2008
Deutschland ist der größte Markt für mobile Navigationsgeräte in Westeuropa. Absatz und Umsatz der praktischen Endgeräte erreichen 2008 ein Rekordniveau: Voraussichtlich werden dieses Jahr bei uns 3,2 Millionen mobile Navis für das Auto verkauft, die Einnahmen klettern auf 992 Millionen Euro. Diese Zahlen gab der Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) bekannt, sie basieren auf einer aktuellen Erhebung des Marktforschungsinstitutes GfK.
Nirgendwo sonst werden so viele mobile Navigationsgeräte verkauft wie hier zu Lande. Großbritannien und Frankreich folgen erst mit deutlichem Abstand. Deutschlands Autofahrer dürften demnach erfreut sein darüber, dass die mobilen Navis in diesem Jahr erneut deutlich günstiger werden: Der BITKOM prognostiziert einem Durchschnittspreis von 310 Euro. 2005 waren es noch 475 Euro, ein Jahr später immerhin noch 351 Euro. Darüber hinaus verfügen die modernen Geräte über viele Zusatzfunktionen wie etwa einen MP3-Player. In 2006 hatte bereits jedes dritte, in Deutschland verkaufte Navigationsgerät einen integrierten Musikplayer.
Mobile Navigationsgeräte bieten aktuelle Verkehrsmeldungen
Die mobilen Geräte werden außerdem immer klüger: Viele Modelle empfangen inzwischen aktuelle Verkehrs-Daten über so genannte TMC-Dienste („Traffic Message Channel“). Diese Informationen helfen, Behinderungen wie beispielsweise Staus in die Routenplanung mit einzubeziehen und automatisch zu umfahren. 2005 konnten 42 Prozent der deutschen Navigationsgeräte aktuelle Verkehrsinformationen verarbeiten, 2006 waren es bereits 74 Prozent.
Staus schaden der Umwelt und der Wirtschaft
Allein ein funktionierender TMC-Dienst ist jedoch noch keine Garantie für eine präzise Wegbeschreibung. Nötig ist vor allem aktualisiertes Kartenmaterial. Etwa 15 Prozent der Straßeninformationen verändern sich innerhalb eines Jahres. Daher äußerte der BITKOM gegenüber Bund, Ländern und Gemeinden die Forderung, ihre Geodaten einfacher als bisher zur Verfügung zu stellen. Unterschiedliche Gebührenmodelle und Datenstandards würden derzeit häufig den Zugang erschweren.
„Mit aktuellem Kartenmaterial lassen sich Staus besser verhindern“, sagte BITKOM-Vizepräsident Jörg M. Harms. Das sei schließlich im Interesse aller. Staus schadeten der Umwelt, hinzu kämen volkswirtschaftliche Verluste: „Sie belaufen sich allein in Deutschland auf etwa 100 Milliarden Euro pro Jahr – auf Grund von Zeitverlust, zusätzlichen Schadstoffemissionen und Unfällen“, warnte Harms.
Autor: FN
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