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Externe PCMCIA TV Karte für mobiles Fernsehen
TV auf dem Notebook wird immer attraktiver. Das digitale „ÜberallFernsehen“ erreicht mittlerweile eine Abdeckung, die es der überwiegenden Mehrheit der Bundesbürger ermöglicht, mit einer externen mobilen TV Karte Fernsehprogramme zu empfangen und so auch von unterwegs keine Sportereignisse, Filme oder Nachrichten mehr zu verpassen.
Die Laptopkarte ist als TV Tuner-Karte für zuverlässigen mobilen Fernsehspaß im Vergleich zu anderen Geräte-Typen die beste Wahl. Obwohl sich die USB TV-Sticks wegen ihrer besonders kompakten Bauweise großer Beliebtheit erfreuen haben TV Karten, die in den PCMCIA-Erweiterungsschacht von Notebooks eingesteckt werden einige klare Vorteile gegenüber USB-Lösungen.
Vorteile von Mobile-TV Karten auf PCMCIA-Basis
Die wichtigsten Vorzüge der PCMCIA-Karten sind konstruktionsbedingt. Die Einschubtiefe im Notebook-Erweiterungsschacht ist mit rund vier Zentimetern um ein Vielfaches höher als bei einem USB-Anschluss. Ein deutlich hervorstehender USB Stick kann im mobilen Einsatz durch seine Hebelwirkung das Notebook beschädigen, während das bei einer Einschubkarte, die stabiler im Laptop verankert ist viel unwahrscheinlicher ist. Außerdem ist der PCMCIA-Schacht auf Notebooks so ausgelegt, das eine eingesetzte mobile TV-Karte in aller Regel keine anderen Schnittstellen beeinträchtigt. Die oft wuchtigen TV-Sticks verdecken gerne einmal den einen oder anderen Anschluss in ihrer unmittelbaren Nähe.
Ebenso kann es bei der Stromversorgung über die USB-Schnittstelle, die maximal 500 mA (Milliampere) zur Verfügung stellt, schnell zu Engpässen kommen, z.B. wenn eine zusätzliche Antenne betrieben werden soll. Über den PCMCIA Slot wird auch eine in empfangsschwachen Regionen benötigte aktive Antenne noch mit ausreichend Strom versorgt.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der Weiterentwicklung des PCMCIA-Schachtes von PC Card auf ExpressCard. Neben einer kompakteren Bauweise und niedrigerem Stromverbrauch steigt auch die Datenrate beim Einsatz von ExpressCard TV-Karten: Während die auf älteren Notebooks vorhandenen PCCard16- oder PCCard32-Slots auf Übertragungsraten von max. 1 GBit/s kommen, erreichen die in aktuellen Laptops verbauten ExpressCard-Slots bereits die 2,5-fache Bandbreite. Die ExpressCard Architektur ist damit auch mehr als fünfmal so schnell wie der USB 2.0 Standard, der theoretisch Datenraten von maximal 480 Mbit/s erreicht. Bei TV-Karten wirkt sich die ExpressCard-Architektur positiv in Bezug auf Akkulaufzeit und ruckelfreie Wiedergabe aus.
Mobile TV-Karten-Modelle für verschiedene Einsatzgebiete
Eine mobile TV-Karte lässt sich in unterschiedlichen Szenarien einsetzen. Beispielsweise kann eine ExpressCard TV Karte während einer Zugfahrt zum Fernsehen benutzt werden, was gerade für Pendler auf dem Weg von und zur Arbeit interessant sein dürfte. Die regelmäßige Nutzung legt den Einsatz einer PCMCIA-Lösung nahe, idealerweise in ExpressCard-Ausführung um wertvolle Akkulaufzeit zu sparen und die höchstmögliche Qualität bei der Anzeige und Aufnahme des TV-Signals zu erreichen.
Für den Fernsehspaß im Urlaub eignen sich ebenfalls mobile TV-Karten, insbesondere aktuelle ExpressCard-Geräte gibt es als Hybrid-Lösungen mit Empfangstunern sowohl für das europaweit eingeführte terrestrische Digitalfernsehen DVB-T als auch für analoge TV-Signale. Daneben beherrschen einige Ausführungen neben dem europäischen PAL-System auch den nordamerikanischen NTSC-Standard für analoge Fernsehübertragungen.
Außerdem gibt es Modelle, die gerade für Hobby-Filmer weitere Einsatzmöglichkeiten mit dem Laptop schaffen. Dank Video-Capture-Funktionalität und zusätzlichen Anschlüssen können solche TV-Karten auch für die Videonachbearbeitung verwendet werden.
Schließlich haben einige wenige mobile TV-Karten nicht nur einen, sondern zwei separate Empfangseinheiten eingebaut. Im Gegensatz zu Single-Tuner-Karten sind die Twin-Tuner-Modelle in der Lage, gleichzeitig ein Programm wiederzugeben und ein anderes aufzuzeichnen.
Festzuhalten ist, dass die überwiegende Mehrzahl der angebotenen PC Card- und ExpressCard-TV-Karten mit einem DVB-T-Receiver ausgestattet ist, während das Angebot an Geräten mit Analog-Tuner eher kleiner wird. Am flexibelsten ist man in der nächsten Zeit auf alle Fälle mit einem Hybrid-Tuner ausgestattet, da z.B. in den USA erst 2009 die offizielle Umstellung des Fernsehsignals von analog auf DVB-T erfolgen soll und auch in Europa der Umstieg von analog auf digital erst 2012 abgeschlossen sein wird.
Kompatibilität mit Betriebssystemen
Während die Verwendung von PCMCIA TV-Karten unter aktuellen Windows Betriebssystemen wie XP oder Vista in aller Regel kein Problem darstellt und auch für Mac bei vielen Modellen kompatible Treiber vorhanden sind bleibt unter Linux der Notebook-Bildschirm nach wie vor oft dunkel.
Eine halbwegs aktuelle Liste mit unterstützten Chipsätzen und Kartenmodellen erhalten Linuxnutzer unter linuxtv.org, man sollte allerdings etwas Geduld mitbringen um PCMCIA-TV-Karten unter Linux zum Laufen zu bringen.
Worauf noch zu achten ist
Die Software spielt mit jeder neuen Kartengeneration eine größere Rolle. Während die Fortschritte bei den Geräten selbst in den letzten Jahren moderat waren, da viele Karten auf ein und derselben Hardware-Plattform basieren, differenzieren sich die unterschiedlichen Hersteller und Kartenmodelle zunehmend durch ausgefeiltere und umfassendere Software-Pakete, die teilweise sogar separat von der Hardware angeboten werden. Ein Unterscheidungsmerkmal ist hier die Umsetzung der elektronischen Programmzeitschrift (EPG). Dabei geht es neben dem Bedienkomfort und Funktionsumfang auch um das Einspielen aktueller Programminformationen. Die Aktualisierungen werden nämlich je nach Modell entweder kostenlos via TV-Signal oder kostenpflichtig per Online-Abo eingespielt, wobei die Online-Variante meist deutlich umfassendere Programminformationen liefert.
Zusätzliche Funktionen, die per Software realisiert werden sind die Bild-in-Bild-Wiedergabe PiP (Picture in Picture), die PVR (Personal Video Recorder) Funktionalität inklusive der unterstützten Aufnahmeformate und die Möglichkeit, verschiedene Tonspuren und hochwertigen Multikanalton zu nutzen. Daneben bieten viele mobile TV-Karten neben dem Fernsehen auch den Empfang von Radiostationen.
Für die Empfangseigenschaften von mobilen TV-Karten nicht zu vernachlässigen ist die eingebaute bzw. beigefügte Antenne, die je nach Modell als einfache Stummelantenne, als Stabantenne oder als aktive Flachantenne umgesetzt wird und maßgeblichen Einfluss auf die Bild- und Tonqualität hat. Unter Umständen muss in einem signalschwachen Gebiet auf eine zusätzliche externe Antenne zurückgegriffen werden um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen.
Ebenfalls erwähnenswert ist die Fernbedienung, die im Lieferumfang der meisten TV Laptopkarten enthalten ist und meist über Infrarot-Signale die Fernsehfunktionen steuert. Bei Notebooks mit installierter Media Center Software, also bei den Betriebssystemen Windows XP Media Center Edition, Windows Vista Home Premium und Windows Vista Ultimate lassen sich neben den TV-Funktionen auch diverse Windows-Programme bequem fernsteuern.
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