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Lufthansa: Mobile Bordkarte auf noch mehr Strecken

19.09.2008

Die Mobile Bordkarte der Lufthansa kommt bei den Fluggästen sehr gut an. So gut sogar, dass die deutsche Airline das Handy-Ticketing nun vorzeitig auf fast 400 Strecken ausweitet. Der neue Check-in-Service war erst im April 2008 eingeführt worden, zuletzt nutzten mehr als 7.000 Passagiere pro Woche die Mobile Bordkarte.

Die Fluggesellschaft und ihr technologischer Partner, die MindMatics AG, hatten hohe Erwartungen in das Handy-Ticketing gesetzt. Dennoch sei man positiv überrascht von der enormen Nachfrage, hieß es bei der Lufthansa. Die dritte Phase des Projektes, namentlich der internationale Einsatz der Mobilen Bordkarte, werde jetzt vorgezogen. Seit kurzem gibt es den Handy-Check-in für alle Strecken aus Deutschland nach Europa sowie von Amsterdam und Wien nach Deutschland.

Check-in über den Buchungscode

Lufthansa und MindMatics arbeiten außerdem an zahlreichen Erweiterungen des mobilen Portals. Beispielsweise können Fluggäste ab sofort auch über den Buchungscode einchecken: Das heißt, die Passagiere wickeln den kompletten Check-in-Vorgang inklusive Platzwahl und Erhalt der Bordkarte über ihr Mobiltelefon ab. Dieser Service ist bereits auf einer Vielzahl von Flugstrecken möglich. Lange Wartezeiten am Schalter fallen weg, gedruckte Tickets oder Bordkarten sind nicht mehr erforderlich.

Der Fluggast kann ab 23 Stunden vor Abflug jederzeit und überall einchecken, die Bordkarte sowie alle erforderlichen Informationen befinden sich auf dem Handy. Wer mit Handgepäck reist, kann am Flughafen direkt zum Gate gehen. Bei der Sicherheitskontrolle genügt das Vorzeigen der flugrelevanten Informationen auf dem Mobiltelefon. Wer Koffer aufgeben möchte, zeigt am Gepäckannahmeschalter den Barcode vor. Dieser wird vom Servicepersonal eingescannt.

Per SMS oder E-Mail kommt die Mobile Bordkarte aufs Handy

Voraussetzung für den Handy-Check-in ist das elektronische Ticket "etix" der Lufthansa. Seit Juni 2008 werden die Flugscheine für alle Flüge der Airline nur noch als elektronische Tickets herausgegeben. Papiertickets gibt es lediglich in Ausnahmefällen, wenn kein "etix" erstellt werden kann.

Die Mobile Bordkarte selbst besteht aus zwei Komponenten: einem 2D-Barcode und einem Klartext, der die erforderlichen Informationen zum Flug enthält. Per SMS-Link oder E-Mail wird die Mobile Bordkarte auf das Handy des Kunden übertragen. Alle relevanten Informationen werden dann am Flughafen über einen Scanner eingelesen. Damit das Lesegerät den Barcode gut erkennen kann, muss die Hintergrundbeleuchtung des Displays eingeschaltet sein. Die Lufthansa bietet auf ihrem Internetportal verschiedene Funktionen zum Ausprobieren des Mobilen Check-ins an.

Autor: FN

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