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Navigations-Software fürs Handy
08.10.2008
Ob im Auto oder zu Fuß, im Urlaub oder in der eigenen Stadt, Navigationsgeräte werden heute schon überall eingesetzt. Sehr beliebt ist auch das Mobiltelefon als elektronischer Wegweiser. Inzwischen unterstützen nahezu alle Handy-Modelle Navigationsprogramme. Dabei gibt es im Wesentlichen zwei Varianten: die Onboard- und die Offboard-Navigation.
Die so genannte Onboard-Navigation für das Handy ist mit einer höheren Anfangsinvestition verbunden: Der Nutzer kauft das komplette Kartenmaterial und speichert es per Flash-Card im Mobiltelefon. Nun kann die Software unbegrenzt genutzt werden, es entstehen keine weiteren Zusatzkosten. Allerdings sind die Anschaffungskosten für die Onboard-Variante recht hoch, außerdem nimmt die Navigationssoftware rund zwei Gigabyte Speicherplatz ein. Nutzer sollten auch bedenken, dass das Kartenmaterial ohne Update nach spätestens zwei Jahren überholt ist.
Onboard- oder Offboard-Navigation
Bei der so genannten Offboard-Navigation liegen die Karten auf einem externen Server des Anbieters. Diese Nutzung dieser Variante ist mit jedem Java-fähigen Handy möglich. Der Kunde benötigt eine Zugangssoftware, um auf das Kartenmaterial zugreifen zu können. Die Anschaffung dieser Software ist meist sehr günstig, wenn nicht sogar kostenlos. Der große Vorteil für den User: Das abgerufene Kartenmaterial ist immer auf dem neuesten Stand, auch Baustellen oder Stauwarnungen werden jeweils aktuell angezeigt.
Da die Straßeninformationen per Mobilfunk auf das Handy übertragen werden, entstehen während der Offboard-Navigation allerdings Datenkosten. Je nach Datentarif variieren die Preise für diese Form der Navigation.
Kostenfalle Hybrid Navigation
Nutzer, die sich nur ab und zu von einem mobilen Routenplaner leiten lassen wollen, sind mit einer Tagesflatrate für die Datennutzung gut beraten. Wer nur einen kurzen Weg zurücklegen will, etwa zu Fuß, der kann einen Volumentarif buchen. User, die über die Navigations-Anwendung hinaus auf Datendienste mit dem Handy zugreifen wollen, sollten eine Flatrate buchen. Tarife, die nach Zeit abgerechnet werden, sind in diesem Fall keine gute Wahl.
Gerade im Ausland kann die mobile Routenplanung schnell zur Kostenfalle werden. Reisende, die ihr Handy im Ausland zu Navigationszwecken nutzen wollen, sollten sich daher unbedingt im Vorfeld über einen entsprechenden Datentarif informieren.
Vorsicht ist vor allem bei der so genannten Hybrid-Navigation geboten: Dabei ist ein Teil der Straßeninformationen auf dem Mobiltelefon gespeichert, der andere Teil des Kartenmaterials liegt auf einem externen Server. Das Handy wählt sich über die Software ins Internet ein und ruft Informationen ab, wobei nicht immer ersichtlich ist, wann eine Online-Verbindung besteht und welche Datenmenge heruntergeladen wird. Beispielsweise ermittelt das Navigationsprogramm den Standpunkt anhand von GPRS-Koordinaten, wenn es kein GPS-Signal erhält. Wer die Navigationsfunktion im Handy gerade nicht nutzt, sollte sie sicherheitshalber ausschalten. So können ungewollte Datenkosten vermieden werden.
Autor: FN
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