Mobiles Internet in Österreich: Anbieter, Tarife, Netze

Ratgeber: Mobiles Internet-Surfen in Österreich

Österreich ist in Sachen Mobilfunk einer der europäischen Vorreiter. Mobiles Surfen gehört für Bewohner der Alpenrepublik zur Normalität. Hohe Netzabdeckung, guter Ausbau mit schnellem HSPA+ und große Datenpakete zu erschwinglichen Preisen machen das mobile Internet in Österreich oft zu einer sinnvollen Alternative zum stationären Internet per DSL oder Kabel. Im Großen und Ganzen sind die Preise für mobiles Surfen in der Republik häufig niedriger als in Deutschland (siehe auch Webstick Vergleich auf websticks.de)

In Wien und St. Pölten betreibt der Anbieter A1 Telekom Austria bereits Netze mit der neuen Datenfunktechnik LTE, die theoretisch bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download bietet. T-Mobile Austria hat ein LTE-Netz in Innsbruck.

Wenige Anbieter, hohe Durchdringung

Die Mobilfunklandschaft in Österreich ist übersichtlich, was die Anzahl der Anbieter betrifft. Vier Netzbetreiber buhlen um die Gunst der Kunden. A1 Telekom Austria, T-Mobile Austria, Orange und Drei. A1 und T-Mobile sind in Sachen Netzausbau und Marktanteile führend.

Discounter gibt es in Österreich relativ wenige, im Vergleich zu Deutschland, wo der Mobilfunkmarkt von einer Unzahl von Mobilfunkdiscountern überflutet wird. Bis auf wenige Ausnahmen wie die Marke „Ge Org“ gibt es im Dicount-Bereich nur die jeweiligen Billigmarken der Netzbetreiber.

Die Netzabdeckung mit Breitband-Internet ist in Österreich besser als in vielen anderen europäischen Ländern, zum Beispiel Deutschland. Drei, beim Connect-Netztest 2010 für Österreich auf dem letzten Platz, erreicht immerhin noch eine Breitbanddurchdringung - das ist die Anzahl der Verbindungen mit über einem Megabit pro Sekunde - von 62,2 Prozent in der Stadt und 38,9 Prozent auf dem Land. In besser ausgebauten Netzen wie dem von A1 gibt es in den Städten eine Breitbanddurchdringung von beinahe 100 Prozent.

Die Tarife der Anbieter

Die Tarife der österreichischen Netzbetreiber teilen sich in zwei Gruppen. Zum einen bieten vor allem A1 und Drei Fair Flatrates für das mobile Internet an, also Flatrates, die ein bestimmtes Inklusivvolumen pro Monat bieten. Nach dessen Verbrauch entstehen keine Zusatzkosten, stattdessen wird die Geschwindigkeit der Internetverbindung gedrosselt. Zum anderen gibt es vor allem bei T-Mobile und bei Orange Volumentarife, bei denen nach Erreichen des inkludierten Volumens bis zum Ende des Monats für jedes weitere Megabyte zusätzliche Kosten anfallen. Die Volumina fallen bei den österreichischen Anbietern recht großzügig aus, bis zu 19 Gigabyte monatlich kann man buchen.

Alle Netzbetreiber haben in ihrem Angebot Surfsticks, die schnelles HSPA+ bieten. Diese erreichen im Download maximal 21 Megabit pro Sekunde. Zwar sind derartige Datenraten nur theoretische Maximalwerte, doch kann man unter günstigen Bedingungen schneller surfen als mit herkömmlichen HSPDA-Surfsticks, die nur 7,2 Mbit/s schaffen.

Wer sich nicht vertraglich binden will, hat die Wahl zwischen den Prepaid-Angeboten der großen Netzbetreiber. Entweder in Verbindung mit einem Surfstick oder als SIM-Only Angebot für Kunden, die bereits ein Datengerät besitzen, gibt es Prepaid-Pakete inklusive Startguthaben zu kaufen. Auch die Discounter, die größtenteils Tochterunternehmen der Netzbetreiber sind, bieten Prepaid-Pakete an. Die Preismodelle sind hier einfach und übersichtlich gehalten.

Autor: JG