Code Division Multiple Access, CDMA, Codemultiplex - Definition

Definition von Code Division Multiple Access

Abkürzung: CDMA

Stichwörter: Codemultiplex

Codemultiplex ist ein verhältnismässig kompliziertes Medienzugriffsverfahren, bei dem die Teilnehmer durch unterschiedliche mathematische Codes auseinander gehalten werden.

Beim Codemultiplex wird jedem Benutzer ein Spreading- und ein Scrambling-Code zugewiesen, mit dem seine Signale vor der Übertragung kodiert werden. Ein Code ist hierbei eine Folge von Nullen und Einsen. Die Codes müssen (fast) orthogonal zueinander sein, damit sich die Signale beim Empfänger unterscheiden lassen. Bei CDMA können alle Teilnehmer gleichzeitig auf der selben Frequenz senden und somit die volle Bandbreite ausnutzen. Dabei entsteht jedoch bei zunehmender Last auch zunehmende Interferenz. Daraus folgt, dass bei CDMA-Systemen die begrenzte Ressource die Sendeleistung der einzelnen Teilnehmer ist. CDMA-Systeme haben also keine explizite maximale Teilnehmerzahl wie TDMA/FDMA-Systeme sondern müssen zusätzliche Teilnehmer abweisen wenn die Interferenz innerhalb einer Zelle zu hoch wird.

UMTS verwendet CDMA als Medienzugriffsverfahren. In Amerika wird CDMA bereits im 2G-System "IS-95" seit Mitte der Neunziger Jahre verwendet.

Siehe auch:

Medienzugriffsverfahren

SDMA

FDMA

TDMA

W-CDMA

OFDMA