EDGE, Enhanced Data Rates for Global Evolution - Definition

Definition von Enhanced Data Rates for Global Evolution

Abkürzung: EDGE

EDGE (Enhanced Data Rates for Global Evolution) ermöglicht es, mit dem normalen GSM/GPRS Netz höhere Datenraten zu erzielen. Jeder physikalische Kanal (Timeslot) kann durch EDGE mehr als 3 mal so viele Bits übertragen.

Dies wird durch eine bessere Modulation (8PSK) ermöglicht, bei der in jedes Symbol 3 Bit kodiert werden. Hinzu kommt eine verbesserte Kanalkodierung. Mit Kanalbündelung liessen sich also theoretisch Datenraten von über 300kbit/s erzielen, die mit denen von UMTS durchaus mithalten könnten. Allerdings belastet Kanalbündelung die Kapazität der Zelle sehr stark. Doch auch ohne Kanalbündelung nutzt EDGE die Ressourcen besser aus. Solange die Last in den Mobilfunknetzen gering ist, bildet EDGE eine kostengünstige Alternative zu UMTS. EDGE kommt ohne neue Frequenzen aus, benötigt aber EDGE-fähige Endgeräte.

EDGE bildet den Übergang zwischen der 2. und 3. Mobilfunkgeneration. In Deutschland wird EDGE derzeit flächendeckend von T-Mobile angeboten.

Das "G" in der Abkürzung EDGE steht auch häufig für "GSM", was nicht ganz korrekt ist, denn EDGE könnte auch auf anderen Systemen implementiert werden.

Siehe auch:

GPRS

GSM

Modulation