Frequency Division Duplex, FDD, Frequenzduplex - Definition

Defintion von Frequency Division Duplex

Abkürzung: FDD

Stichwörter: Frequenzduplex, Frequenzmultiplex

Damit bei einer Verbindung beide Teilnehmer gleichzeitig senden und empfangen können (Duplex) benötigt man eigentlich 2 verschiedene Kanäle: für jede Richtung einen.

Mit nur einem Kanal können die Teilnehmer zwar abwechselnd senden (Halb-Duplex) aber nicht gleichzeitig.
Ein Handy kann nicht gleichzeitig auf der gleichen Frequenz senden und empfangen weil das Empfangssignal billionenfach schwächer ist als das Signal, welches vom Handy ausgesendet wird. Ein Handy kann je nach System, Endgerät und Kanalqualität z.B. mit 1000 Milliwatt senden (30dBm) und Signale mit einer Stärke von 0,0000000001 Milliwatt (-100dBm) empfangen. Das Sendesignal "übertönt" das Empfangssignal also um ein Vielfaches.

Beim Frequency Division Duplex Verfahren werden Uplink- und Downlinkkanal auf verschiedenen Frequenzen gesendet.
GSM und UMTS (UTRA-FDD) verwenden FDD zur Uplink/Downlink-Trennung

UMTS:
- Uplink: 1920 - 1980 MHz
- Downlink: 2020 - 2170MHz

GSM (D-Netz):
- Uplink: 890 - 915MHz
- Downlink: 935 - 960MHz

Der WiMax Standard bietet noch einen Half FDD (HFDD) Modus an, der zwar keinen Vollduplex-Kanal bietet, aber dafür kostengünstiger ist.

Siehe auch:

TDD