High Speed Circuit Switched Data, HSCSD - Definition

Defintion von High Speed Circuit Switched Data

Abkürzung: HSCSD

High Speed Circuit Switched Data HSCSD ist sozusagen der Vorgänger von GPRS.

Mit HSCSD lassen sich über das GSM-Netz Datenraten von bis zu 64kbit (anstatt der ursprünglichen 9,6kbit) erzielen. HSCSD ist leitungsvermittelt und basiert auf dem Prinzip der Kanalbündelung. Dabei werden einem Teilnehmer mehrere Zeitschlitze zur Verfügung gestellt. HSCSD erhöht die Datenrate des Einzelnen auf Kosten der Teilnehmerzahl und ist nicht besonders effizient.

HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) ist eine Erweiterung des Mobilfunkstandards GSM mit dem Ziel, höhere Durchsatzraten für die mobile Datenübertragung bereitzustellen.

Über HSCSD können bis zu vier Kanäle für Down- und Uploads gebündelt werden. Im ursprünglichen GSM-Netz hatte ein Endgerät hingegen nur einen Kanal für die Datenübertragung zur Verfügung.

Vor- und Nachteile von HSCSD

HSCSD setzt vollständig auf dem GSM-Netz auf und kann ohne Infrastrukturänderungen genutzt werden. Mit HSCSD konnten in ersten Jahren des neuen Jahrtausends die Bandbreitenanforderungen der Mobilfunkkunden besser erfüllt werden. Durch die Kanalbündelung konnten Datenraten von bis zu 57,6 Kbit/s in beiden Richtungen erreicht werden. Solche Datenraten zusammen mit einer durch mehrere reservierte Kanäle gesicherten Verbindung ermöglichten erstmals Echtzeitanwendungen wie z.B. das mobile Banking.

Als Nachteile von HSCSD erwiesen sich eine erhöhte Blockierwahrscheinlichkeit aufgrund gleichzeitiger Belegung von Verkehrskanälen sowie Probleme beim Handover hin zu anderen Diensten. Die Kanalvermittlung verschwendet anders als paketbasierte Protokolle wertvolle Ressourcen vor allem immer dann, wenn die Bandbreite der (reservierten) Leitung nicht voll ausgenutzt wird.

Ein weiterer Nachteil ist die Beschränkung der Abrechung auf zeitbasierte Tarife, da eine volumenabhängige Abrechnung nur mit paketvermittelten Diensten möglich ist.