IP Multimedia Subsystem, IMS - Definition

Defintion von IP Multimedia Subsystem

Abkürzung: IMS

Das IP Multimedia Subsystem wurde in Release 5 von der 3GPP spezifiziert und basiert auf einem IP-Kernnetz. Sprachdaten werden in Voice over IP Pakete umgewandelt und die gesamte Vermittlung erfolgt paketorientiert.

Die CS-Domäne fällt komplett weg. Zur Anbindung an leitungsvermittelte Netze (z.B. ISDN) werden die Sprachdaten durch Gateways (MGW) wieder zurück konvertiert. Die Signalisierung geschieht IP-intern mittels dem Protokoll: SIP. Die Komponenten des IMS werden nicht mehr als Knoten sondern als Funktionen dargestellt, um zu verdeutlichen, dass ein Knoten ("Server") auch mehrere Funktionen übernehmen kann. Die zentrale Signalisierungseinheit des IMS ist die Call State Control Function (CSCF), welche 3 verschiedene Funkitionen übernehmen kann:
- Proxy CSCF (PCSCF) Verbindungsaufnahme, Authentifizierung, Komprimierung, Weiterleitung zum ICSCF im eigenen Heimatnetz
- Interrogating CSCF (ICSCF) Kommunikation mit HSS, Verbindungsaufbau zum SCSCF
- Serving CSCF (SCSCF) Weiterleitung an die CSCF des gewünschten Kommunikationspartners

Sobald die Verbindung aufgebaut wurde, kann per SGSN/GGSN ein Datenaustausch stattfinden.

In Zukunft sollen an das IMS sämtliche Datennetze (GSM, UMTS, WLAN, WiMAX, ISDN, DSL) angeschlossen werden.
Die Paketvermittlung ist wesentlich effizienter als Leitungsvermittlung, da nicht permanent eine Leitung reserviert wird, sondern nur bei Bedarf die Resourcen allokiert werden. Bisher wurden leitungs- und paketvermittelte Daten im Kernnetz getrennt behandelt, so dass stehts verschiedene Komponenten (CS: MSC&GMSC - PS: SGSN&GGSN) notwendig waren.

Siehe auch:

Core Network

CS

PS

Release 5